• So gefährlich sind Peelings

    Plastik-Kügelchen in Peelings sorgen für streichelzarte Haut, doch für die Umwelt sind sie eine riesige Schweinerei

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Mikroplastik: So gefährlich sind Peelings wirklich

Die kleinen Plastik-Kügelchen in Peelings & Co. machen deine Haut streichelzart - doch für die Umwelt sind sie eine riesige Schweinerei. Wir sagen dir, was hinter dem Mikroplastik steckt und welche Produkte du vermeiden solltest.

Mikroplastik in Peelings

+ + So gelangt das Mikroplastik in deinen Körper + +

Mikroplastik wird ein immer größeres Problem, denn die kleinen Abfall-Partikel reichern sich im Abwasser mit Giftstoffen an und gelangen so in unser Wasser und letztlich in die Ozeane. Dort werden sie von Meerestieren und Fischen gefuttert und vergiften nicht nur die Tiere, sondern auch uns Menschen, da dieses Gift letztlich über unsere Nahrung und unser Wasser von uns aufgenommen wird. Lust auf plastik-verseuchtes Sushi? Igitt! Die Folgen für uns Menschen könnten katastrophal sein, denn viele der Stoffe stehen im Verdacht, krebserregend zu sein oder hormonelle Auswirkungen auf den Körper zu haben.

+ + Welche Formen von Mikroplastik gibt es? + +

Unterschieden wird zwischen zwei Formen von Mikroplastik: Die primäre Form sind Kunststoffpartikel z. B. aus der Kosmetik, die auch so hergestellt wurden - die sekundäre Form sind große Plastikteile, die durch den Verwitterungsprozess zu mini-kleinen Plastikpartikeln zerfallen.

Die Umweltschutzorganisation BUND schlägt Alarm: "Mikroplastik findet sich in allen Tiefen des Meers. Es wurde zum Beispiel bereits in Kleinstlebewesen (Zooplankton), Muscheln, Würmern, Fischen und Seevögeln gefunden. Leichtes Mikroplastik schwimmt zum Großteil an der Meeresoberfläche und wird hier von Kleinstlebewesen aufgenommen, die eine wichtige Nahrungsquelle für Fische darstellen. Von Fischen und Muscheln ernähren sich Meeressäuger, Vögel und wir Menschen." Mehr Infos unter bund.net/mikroplastik

+ + So kannst DU Mikroplastik vermeiden + +

In vielen Kosmetik-Artikeln werden Kunststoffe verwendet, als Granulat oder Pulver z. B. in Peelings oder in noch feinerer Form in Shampoos oder Duschgels als Bindemittel, Filmbildner oder Füllstoff. Experten fordern schon lange ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetik. Die Plastikteilchen sind billig in der Herstellung und haben einen tollen Effekt im Beauty-Produkt, doch über die Folgen für Umwelt, Mensch & Tiere machen sich die Hersteller viel zu wenige Gedanken. Daher solltest auch DU darauf achten, Kunststoffe beim Einkauf von Kosmetik zu vermeiden.

Wenn du einen oder gar mehrere dieser Inhaltsstoffe in der Liste auf der Verpackung findest, solltest du die Finger davon lassen:

- Polyethylen
- Polypropylen
- Polyethylenterophthalat
- Nylon-12
- Nylon-6
- Polyurethan
- Ethylen-Vinylacetat-Copolymere
- Acrylates Copolymer
- Acrylates Crosspolymer
- Polyquaternium-7

Peelings kann man auch ganz easy selber machen. Wir zeigen dir die besten - und ganz natürlichen - Rezepte:

Keine Lust aufs selber Mixen? Bei zertifizierter Naturkosmetik kannst du immer ohne schlechtes Gewissen zugreifen. Z. B. das Duschpeeling "daily pleasure" von FarfallaBurt's Bees Peach & Willowbark Deep Pore Scrub Gesichtspeeling oder Glättendes Dusch-Peeling von Lavera.

Peelings ohne Mikroplastik

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