• Tiere in Kosmetik

    Tierversuche für Make-up & Co. sind ein No-Go, doch auch auf diese Inhaltsstoffe solltest du achten

weiterlesen

Tierische Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten

Du liebst Tiere und würdest nie echten Pelz tragen? Auch bei deiner Kosmetik achtest du darauf, dass sie ohne Tierversuche hergestellt wurde? Sehr vorbildlich! Doch weißt du auch, ob und welche tierischen Inhaltsstoffe in vielen Kosmetikprodukten stecken, die man gar nicht so einfach erkennt?

Tierische Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten

Während Veganer aus Prinzip auf Produkte von oder aus Tieren verzichten, lohnt sich für alle anderen durchaus die Unterscheidung, ob Kosmetikprodukte Inhaltstoffe enthalten, die zwar tierischen Ursprungs sind – wie zum Beispiel Honig oder Lanolin (Wollwachs aus Schafswolle), für die aber kein Tier unnötig leiden oder getötet werden musste. Die Entscheidung liegt bei dir!

Foto: Thinkstock

Propolis ist eine harzartige Masse, die aus der Wachsdrüse von Bienen stammt. Wegen der antibakteriellen Wirkung wird es in der Kosmetik u.a. für Zahnpasta benutzt. Auch Hersteller von Bio- und Naturkosmetik verwenden bei der Herstellung oft tierische Produkte wie Bienenwachs. Nur vegane Kosmetik verzichtet komplett auf tierische Bestandteile.

Nerzöl ist ein Nebenprodukt der Pelzherstellung, es wird aus der dicken Fettschicht gewonnen. Oft werden dem Nerzöl, das man u.a. in Shampoos findet, Zusatzstoffe wie Paraffine, Alkohol oder Parfum beigemischt. Nerzöl steckt auch hinter den Bezeichnungen Mustela Oil, Mink Oil und Mink Wax. Viele Leute argumentieren, dass die Nerze ohnehin wegen ihrem Pelz sterben müssen, also nicht extra für das Nerzöl. Allerdings sollte man auch wissen, dass Nerzöl das Geschäft der Pelztierfarmen noch rentabler macht.
Auch Pferdemark ist ein Nebenprodukt bei der Schlachtung. Es wird in einem sehr aufwendigen, mehrstufigen Verfahren aus Pferderückenmark gewonnen. Die Zusammensetzung der Fette des Pferdemarks soll eine besonders effektive Rückfettung bewirken und wird daher in Haarkuren für strapaziertes und strukturgeschädigtes Haar verwendet. Es lagert sich in den beschädigten Haaren an und glättet sie. Außerdem soll es die Haare leicht kämmbar machen und strukturverbessernd wirken. Der wichtigste Wirkstoff des Produkts ist das D-Panthenol, aber wie der Name schon sagt, ist in dem Produkt auch Pferderückenmarkextrakt enthalten. Dieses wird in einem sehr aufwendigen, mehrstufigen Verfahren aus Pferderückenmark gewonnen und gilt als Nebenprodukt bei der Schlachtung. Die Zusammensetzung der Fette des Pferdemarks bewirken eine besonders effektive Rückfettung. Es lagert sich in den beschädigten Haaren an und glättet sie. Alternativen für schönes Haar sind zum Beispiel Haarkuren zum selber machen. Hier ist der Vorteil, dass alle Inhaltsstoffe bekannt sind.

Foto: Thinkstock

Kaviar steht für Luxus, sowohl beim Essen als auch in der Kosmetik. Statt kleiner, schwarzer Fischeier steckt in den luxuriösen Kaviar-Cremes allerdings konzentrierter Kaviarextrakt, der aus dem Original-Produkt gewonnen wurde und auch nicht den typischen, fischigen Duft verströmt. Durch seine wertvollen Spurenelemente und Aminosäuren soll Kaviaressenz die Haut straffen und optisch aufpolstern. Durch jahrzehntelange Überfischung wurden viele Stör-Arten so gut wie ausgerottet. Auch die Haltung in Zuchtfarmen ist fragwürdig und umstritten. Während die Fische normalerweise für die Gewinnung von Kaviar getötet werden, gibt es inzwischen andere Methoden, bei denen die Tiere am Leben bleiben.

Foto: Thinkstock

Gelatine steckt nicht nur in Gummibärchen, sondern auch in Shampoos oder Gesichtsmasken. Sie wird aus Knochen, Haut und Bändern von Tieren gewonnen. Noch ekliger ist vielleicht die Vorstellung, dass in deinem Nagellack oder Lidschatten Fischschuppen sind, oder? Nicht anderes ist nämlich Guanin, ein aus Fischschuppen gewonnenes Effektpigment, dass schimmert!
Glycerin stammt normalerweise aus Rindertalg und ist ein Nebenprodukt bei der Seifenherstellung. Es wird als feuchtigkeitsspendender Stoff in Cremes, Lotionen und Spülungen verwendet. Lanolin wird aus einem Sekret aus den Talgdrüsen von Schafen gewonnen und dient als Grundlage für reichhaltige Gesichtspflegeprodukte. Keratin wird aus zermahlenen Hufen, Hörnern und Federn hergestellt. Weil die Faserproteine die Haare glätten und schützen, findet man Keratin in vielen Haarpflegeprodukten.

Ganz einfach und wenn du willst, komplett ohne tierische Inhaltsstoffe ist DIY Kosmetik. Hier gibt's tolle Rezepte für Kosmetik selber machen

mehr zum Thema