• Billig ist gleich giftig?

    Eine Greenpeace-Untersuchung hat gezeigt, dass Läden wie H&M auf saubere Textilproduktion setzen!

weiterlesen

Greenpeace: Lob für H&M & Co.

Natürlich shoppen wir alle gerne und auch gerne mal günstig. Da sind Zara, Mango, H&M und Primark die ersten Anlaufstellen, wenn man sich modebewusst, aber nicht zu teuer einkleiden will. Doch werden günstige Klamotten nicht auch für die Umwelt schlechter hergestellt? Eine neue Greenpeace-Untersuchung hat gezeigt, dass genau diese Modeketten in Sachen saubere Textilproduktion ganz vorne mit dabei sind.

Greenpeace setzt sich seit 2011 mit der Detox-Kampagne dafür ein, dass Schadstoffe und giftige Chemikalien aus der Herstellung von Textilien verschwinden. 30 Discounter und internationale Modelabels haben sich dazu verpflichtet, bis 2020 auf eine saubere Produktion umzusteigen. Von Zeit zu Zeit überprüft Greenpeace die Mitglieder der Detox-Kampagne und schaut, inwieweit die Ziele umgesetzt wurden. Nun wurden wieder 19 Modemarken untersucht.

Billig ist nicht gleich giftig

Das Ergebnis:H&M, Zara, C&A & Benetton haben die Nase vorn! Sie verzichten weitestgehend auf Weichmacher und schädliche Chemikalien wie PFC und Alkylphenolethoxylate. PFC wird vor allem beim Imprägnieren von Kleidung gegen Schmutz und Wasser eingesetzt. Auch ihre Lieferwege, Produktions- und Abwasserdaten sind transparent. Adidas, Levi's, Puma und Primark bilden das Mittelfeld - sie könnten es aber bis 2020 schaffen, ohne giftige Stoffe zu produzieren.

Andere Marken wie Nike und Esprit hingegen sind nach wie vor Umweltsünder – vor allem der Sportartikel-Hersteller Nike schert sich nicht darum, sein Image zu verbessern. In einem Statement hat sich Esprit nun zur Greenpeace-Kontrolle gemeldet, so Stylebook.de: "Esprit arbeite stets daran, die Lieferkette so umweltverträglich wie möglich zu gestalten und alle Produkte auf Schadstoffe und die Einhaltung von Grenzwerten testen. Die firmeneigene 'Restricted Substances List' würde den Einsatz von Chemikalien regeln, sämtliche legale Standards erfüllen und sei 'in den meisten Fällen sogar wesentlich strenger als die gesetzlichen Vorgaben'. Nachholbedarf sieht das Unternehmen aber im Bereich der Transparenz."

Noch ist nicht alles umgestellt und es gibt sicherlich noch viel Spielraum nach oben, um Kleidung so schonend wie möglich für die Umwelt herzustellen. Doch dass vor allem Billig-Marken wie H&M die ersten sind, ist doch ein gutes Zeichen. Allerdings ist das Fast-Fashion-Konzept (alle paar Wochen neue Kollektionen) dieser Marken trotzdem eine Belastung für die Umwelt. Toll wäre da beispielsweise ein jahrelanger Reparaturservice für die Kleidung, damit die Sachen nicht immer weggeschmissen & einfach ersetzt werden.

Wusstest du das schon? Der Termin für den ersten Arket-Store von H&M steht und alle flippen aus!

 

mehr zum Thema