02.08.2010, 20:58
Mädchen-Liebling Registriert seit: 10.01.2010
Beiträge: 774 | Nachdem ich jetzt ein paar Meinungen gelesen habe, äußere ich mich nun auch mal dazu. Bevor ich den Film gesehen habe, haben mich Kriege, Soldaten usw. nicht besonders interessiert, ich hielt sie fälschlicherweise eigentlich nur für grausam. Natürlich war mir bewusst, dass sie auch nur ihre Arbeit ausführen und das tun, was ihnen aufgetragen wird. Jedoch konnte ich trotzdem nicht fassen, wie man andere Menschen einfach umbringen kann und, so wie es mir vorkam, sich offenbar auch nicht viel dabei zu denken. Wahrscheinlich lässt sich das auch darauf zurückführen, dass mir, z.B. von meinen Großeltern, eben nur Geschichten zu diesem Thema erzählt wurden, in denen es fast ausschließlich um das grausame Handeln der Soldaten ging. Jetzt hat sich meine Meinung geändert, ich weiß allerdings auch nicht, ob ich das in so kurzer Zeit gut beurteilen kann. Ich denke, dass Soldaten sich während dem Krieg verändern. Ich denke, dass die gegebenen Umstände, verbunden mit der Angst, sie dazu bringt, so handeln zu können und in solchen Situationen auch keine andere Möglichkeit haben. In solchen Momenten wollen sie wahrscheinlich nichts anderes als sich selbst und ihre Verbündeten retten und können dadurch wohl auch immer besser mit solchen Situationen umgehen und reagieren. Aus diesen Gründen tun mir die Soldaten, die nach einem Krieg wieder nach Hause kommen, auch Leid, weil sie die Dinge, die sie dort gesehen haben, die Angst, das Leiden, sicher nie mehr vergessen werden, bei denen sie auch selbst töten mussten. In dem Film konnte man auch deutlich die Veränderung eines Soldaten im Vietnamkrieg beobachten, deshalb sehe ich es so. |