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  1. #1
    Avatar von Lovely1995 Mädchen-Liebling
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    Halbbeziehungen

    Hallo Liebe Maedchen-user/innen ,

    oben steht ja worum es geht. Ich wollte mal bisschen über das Thema lesen, traf dabei auf diesen Artikel zu:
    [Link entfernt: Annamaus91]

    und dass was ich gelesen habe, hat mich zutiefst schokiert.

    Irgendwie hat es mir im Herzen sehr wehgetan, weil ich eigentlich auf etwas anderes Gehofft hatte - nicht auf so etwas DIREKTES.

    Im Artikel steht ja, dass leider nicht alle Halbbeziehungen ein schönes Ende haben.
    Meine hatte auch kein schönes Ende.

    Ich weiß aber das ich nicht die einzige bin, die solch eine Beziehung führt/geführt hat, sondern es wahrscheinlich auch viele von euch tun.

    Was haltet ihr von dem Artikel?
    Wie ist/war es bei euch?
    Wie ist eure Meinung, zum Thema?
    Steht ihr zum Artikel?

    Ich möchte nur mehr Erfahrungen und Meinungen sammeln, damit ich mir über alles klar werde.

    Vielen Dank für eure Antworten und schöne 24 Stunden noch.
    Geändert von Annamaus91 (15.11.2010 um 18:18 Uhr)

  2. #2
    Avatar von Lovely1995 Mädchen-Liebling
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    Na los leute.

  3. #3
    Avatar von justfallen Mädchen-Liebling
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    "Die Webseite kann nicht angezeigt werden"

  4. #4
    Avatar von --Aliina-- Mädchen-Liebling
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    ich persönlich kann mir so eine "halbbeziehung" gar nicht vorstellen. Entweder ich bin mit einem zusammen oder nicht.

  5. #5
    Avatar von sonnenblumee Mädchen-Star
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    Das der Link entfernt wurde, könntest du bitte erläutern, was da stand? Weil ich mir nicht wirklich zum Thema und deinen Fragen einen Reim machen kann...

  6. #6
    Avatar von Lovely1995 Mädchen-Liebling
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    Ich könnte euch ja den Bericht Kopieren:


    Du und Tina – warum gleich wieder seid ihr kein Paar?«, frage ich Jan eines Abends auf der Terrasse eines Steakhauses mit Blick auf den Alexanderplatz. »Ach, das ist nicht so einfach«, antwortet der sonst nie um eine Antwort verlegene Freund und schiebt sich ein riesiges Stück Folienkartoffel in den Mund, um Zeit zu gewinnen. Aber ich lasse nicht locker und schaue ihn, das Besteck überdeutlich auf dem Teller abgelegt, erwartungsvoll an. »Wir verstehen uns schon ziemlich gut … also auch außerhalb des Schlafzimmers … Ich verbringe echt gerne Zeit mit ihr.« Daran, dass ich immer noch nicht weiteresse, sondern ihn mit ungebremster Neugier beglotze, merkt er, dass ich mit dieser gestammelten Auskunft noch nicht ganz zu frieden bin. »Trotzdem … die große Liebe ist es irgend wie nicht«, fügt er hinzu. »Das wissen wir aber beide … Es ist halt im Moment gerade gut so … wie es ist.« Ich schenke uns beiden Wein nach. »Aber als ich vor ein paar Wochen mal von ›deiner Affäre‹ gesprochen habe, bist du fast ausgerastet, weil dir der Begriff auch nicht gepasst hat«, erinnere ich ihn. »Was ist es denn nun, was ihr miteinander habt?« Jan nimmt einen großen Schluck und mit geschwärzten Zähnen bekennt er: »Es ist irgendwas dazwischen … wir sind eben so halb zusammen.«
    Halb zusammen. Endlich gibt jemand dieser Beziehungsform einen Namen, die man in letzter Zeit häufiger beobachten kann, wenn man – als Hobby oder beruflich – das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit studiert. Wie kann man erklären, was »halb zusammen« bedeutet? Wenn ein One-Night-Stand ein blutiges Stück Fleisch ist, eine klassische Affäre ein medium gebratenes und eine richtige Beziehung ein gut durchgebratenes Steak – dann ist der Zustand des Halbzusammenseins wohl am besten mit »medium well« beschrieben. Während eine Affäre – aus der heraus die Halbbeziehung oft entsteht – meist hinter verschlossenen Türen stattfindet und niemand wissen soll, dass die Beteiligten miteinander ins Bett gehen, spielen die »Halbzusammenen « mit offeneren Karten: Sie deponieren persönliche Gegenstände in der Wohnung des anderen, sie verlassen nicht hektisch das Zimmer, wenn der andere anruft, kommen gemeinsam auf Partys und verlassen diese auch gemeinsam wieder. Dinge, die für eine klassische Affäre undenkbar wären, deren Reiz sich zumindest teilweise aus der Heimlichkeit, dem Verbotenen und dem Täuschen des Freundeskreises oder der gemeinsamen Arbeitskollegen speist.
    Im Bett treu, im Herzen nicht
    Doch was grenzt das »Halbzusammensein« gegen über einer richtigen Beziehung ab? Vor allem die Einstellung: das ständige Betonen, kein Paar zu sein – sich selbst gegenüber und anderen. Denn ansonsten sind die Unterschiede marginal: Genau wie richtige Pärchen fahren sie mal zusammen in den Urlaub, mal getrennt. Gehen manchmal zusammen aus, manchmal aber auch alleine mit Freunden oder Kollegen. Auch Halbzusammene sorgen sich umeinander, vermissen sich bei längerer Abwesenheit und sind tatsächlich »mehr als nur Freunde«.
    Spannend wird es, wenn es um Treue geht: Die meisten Halbzusammenen versprechen sich nie explizit, nicht mit anderen Leuten ins Bett zu gehen – viel zu beziehungsmäßig wäre so ein Schwur! Trotzdem gibt es fast immer so etwas wie einen unausgesprochenen Konsens, sich, zumindest was den Sex angeht, treu zu sein. Im krassen Kontrast dazu steht eine emotionale Unverbindlichkeit: denn im Grunde, seien wir ehrlich, suchen fast alle, die »halb zusammen« sind, nach jemand anders. Jemandem, mit dem sie das volle Programm fahren möchten, bei dem es kein »ja, aber« im Hinterkopf gibt.
    Zumindest eine Hälfte des halb zusammenen Paares ist fast immer auf der Suche nach einer besseren, erfüllenderen Version – und das ist gleichzeitig das große Problem: Halbbeziehungen sind leider erstaunlich oft asymmetrische Gebilde, in denen die eine Seite mehr will als die andere. Ich glaube, dass es auch bei Jan und Tina so ist, und nachdem wir eine zweite Flasche Wein bestellt haben, frage ich ihn, ob er wirklich denkt, dass er und Tina gleich wenig Interesse an einer richtigen Beziehung haben. Jans Gesichtsfarbe nähert sich dem Rotwein an. »Manchmal habe ich schon das Gefühl, dass sich Tina besser als ich vorstellen könnte, dass wir so richtig zusammen sind«, sagt er. »Aber wir reden da nie drüber … zum Glück.«
    So gut sich das Prinzip »halb zusammen« also in der Theorie anhört, in der Praxis gibt es in den meisten Konstellationen dieses – meist heimliche – Ungleichgewicht: Person A, die die Halbbeziehung wirklich als das sieht, was sie ist: nämlich eine Zwischenstation zu einer nächsten, tieferen Beziehung mit jemand an - ders. Person A geht es dabei keineswegs nur um Sex, sie hat Person B wirklich gerne – liebt sie aber eben nicht wirklich. Daneben gibt es Person B, die vielleicht auch gerne so frei und unverbindlich wäre, tief in sich drin aber die stete Hoffnung hegt, dass sich die Halbbeziehung vielleicht doch noch zur ganz großen Liebe entwickelt. Aus Angst »kaputt zu machen, was wir haben«, traut sich Person B nicht, sich und dem anderen genau das einzugestehen – sondern wartet lieber ab, erst geduldig, dann leicht unzufrieden und irgendwann meistens heftig leidend. In fast allen Fällen ist Person A das zumindest unterschwellig bewusst. Das schlechte Gewissen meldet sich: Vergeude ich nur meine Zeit – und die des anderen? Halte ich ihn hin? Täusche ich ihn? Oder ist er selbst schuld, wenn er das mitmacht? Diese Gewissensbisse bekommt man am besten in den Griff, indem man sich selbst etwas vormacht, und sich so wie Jan einredet: »Vielleicht verliebe ich mich ja eines Tages auch noch so richtig in sie.« Es muss nicht der immergrüne Klassiker vom bindungsscheuen Mann sein, der die Rolle A spielt, und der still hoffenden Frau als Part B. Aber es scheint doch die weitaus häufigere Variante zu sein. Es ist beinahe egal, ob das nun daran liegt, dass Männer sich schon rein biologisch länger alle Türen offenhalten können, dass sie weniger leidensfähig sind – oder an gelernten Rollenklischees vom schwer zu zähmenden Jäger und Sammler und der treuen, aufopferungsvollen Sicherheitsfanatikerin. Wichtiger ist, sich klarzumachen, dass die Situation beide Seiten unglücklich machen kann. Die leidende, hoffende Seite B, weil sie unter Umständen Jahre vergeudet, die sie mit jemandem hätte verbringen können, der sich sicher ist, dass er sie liebt. Und die andere, weniger involvierte Seite A, weil sie spürt, dass selbst wenn offiziell alles abgesprochen und geregelt ist, der andere eben doch hofft und wünscht. Öfter anruft, öfter gemeinsam Zeit verbringen will und im Grunde kein wirkliches Interesse mehr an anderen Liebesoptionen hat.
    Die Erasmusliebe
    Ist die »Halbbeziehung« also immer zum Scheitern verurteilt und Quell heimlich gebrochener Herzen? In manchen Konstellationen scheint sie tatsächlich zu funktionieren, zum Beispiel wenn beide Beteiligten aus langen, intensiven Beziehungen kommen. Wer in seiner letzten Beziehung mit den Schwiegereltern ein in Glas gelasertes Familienporträt anfertigen lassen musste, will vielleicht erst mal einen Gang runterschalten. Ebenfalls fruchtbarer Boden für die Halbbeziehung: Situationen, in denen die gemeinsame Zeit sowieso begrenzt ist – die klassische Erasmusliebe sozusagen. Ich erzähle Jan von Lotte, der Holländerin, die ich während eines Unijahres in den USA kennen lernte und mit der ich ein Semester in einer Halbbeziehung verbrachte. Wäre sie nicht irgendwann wieder zurück nach Utrecht gegangen, wäre ich wohl derjenige gewesen, der sich stärker verliebt und anschließend gelitten hätte. So war es für die Situation, in der wir waren, genau das Richtige. »Aber wenn ihr länger am selben Ort gewesen wärt?« Jetzt ist es Jan, der die Fragen stellt, und ich bin derjenige, der sich nachdenklich am Kopf kratzt. »Dann hätte ich mir wohl irgendwann gewünscht, dass sie reinen Tisch macht – und entweder richtig mit mir zusammen sein will oder die Sache beendet.«
    Jan versteht die nur mäßig subtil versteckte Moralpredigt: Nur eine Seite kann das Dilemma der Halbbeziehung auflösen – derjenige, der nicht so stark verliebt ist. Ihm fällt die unangenehme Pflicht zu, rational und verantwortungsvoll für beide zu handeln. Und entweder das Zeitschinden und Hoffen auf die noch bessere, noch größere Liebe sein zu lassen und sich endlich kopfüber in die Liebesbeziehung zu stürzen – ohne Wenn und Aber. Oder das halb zusammene Zaudern ein für alle Mal zu beenden. Ersteres kann, wenn das Herz nicht mitzieht, schnell schwierig werden – Letzteres schnell tränenreich.
    Nachdem wir die Rechnung bezahlt haben, holt Jan sein Handy hervor. »Ich ruf schnell Tina an, ich glaube, wir sollten uns mal in Ruhe über alles unterhalten«, sagt er. »Mach, was du willst«, antworte ich. »Aber sieh zu, dass es wirklich das ist, was du willst. Und dann mach es ganz oder gar nicht.«

  7. #7
    Avatar von Lovely1995 Mädchen-Liebling
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    Zitat von --Aliina-- Beitrag anzeigen
    ich persönlich kann mir so eine "halbbeziehung" gar nicht vorstellen. Entweder ich bin mit einem zusammen oder nicht.
    Das ist es ja, du willst garnicht, dass es nur ne halbe Portion ist, der andere ist sich aber nicht sicher. Keiner von beiden traut sich etwas zu sagen und das einzige was dir bleibt ist inne zuhalten, da du den Partner nicht verlieren willst...

  8. #8
    Avatar von RabeNimmermehr Mädchen-Liebling
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    Ich finde, so eine "Beziehungsform" hört sich einfach schrecklich an o_O

    Niemals in meinem Leben würde ich sowas wollen - wo ist da auch der Sinn hinter? Einfach nur nen Partner haben, um ihn zu haben - oder was?
    Wo ist der Sinn einer Beziehung, wenn sie nicht auf Liebe aufbaut?
    Einfach nur Sex könnte man ja immer noch mit einer rein körperlichen Affäre oder mit ONS haben.
    Was ist also der Gedanke hinter "Wir sind halb zusammen!" ?

    Klingt nicht sonderlich ernstzunehmend.

  9. #9
    Avatar von Lovely1995 Mädchen-Liebling
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    Zitat von RabeNimmermehr Beitrag anzeigen
    Ich finde, so eine "Beziehungsform" hört sich einfach schrecklich an o_O

    Niemals in meinem Leben würde ich sowas wollen - wo ist da auch der Sinn hinter? Einfach nur nen Partner haben, um ihn zu haben - oder was?
    Wo ist der Sinn einer Beziehung, wenn sie nicht auf Liebe aufbaut?
    Einfach nur Sex könnte man ja immer noch mit einer rein körperlichen Affäre oder mit ONS haben.
    Was ist also der Gedanke hinter "Wir sind halb zusammen!" ?

    Klingt nicht sonderlich ernstzunehmend.
    Recht hast du schon, aber ich hatte so eine beziehung ohne den Sex, es war zärtlichkeit, Flirty und VERBOTEN. Das ist Wahrscheinlich der reiz der Sache. Aber was dies für einen Sinn hat? Gute Frage nächste Frage. Nein jz mal im ernst, das ist ne gute frage, ich glaube in dieser Hinsicht, gibt es viele verschiedene Meinungen, manche wollen geliebt werden ohne zu Lieben andere möchten Lieben ohne Geliebt zu werden. Ich glaube der eigentliche Grund solch einer Beziehung ist, dass einer einem Zuneigung schenkt ohne dass es was ernstes werden soll. Oder dass beide eine nicht-Feste Beziehung haben. Wegen Freiheiten und so...

    Was meint ihr? hattet ihr denn noch nie solche Beziehungen, ich komme mir irgendwie allein und abnormal vor. Oder so eine Beziehung ist einfach zu Selten -.-

  10. #10
    Avatar von sonnenblumee Mädchen-Star
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    Also ich habe es mir nicht ganz zu Ende gelesen, aber es ist halt was zwischen Affäre und fester, ernster Beziehung.
    Ich finde es gut und hatte es eig schon öfter, wenn ich mich zurück entsinne.
    Man war zwar "leicht verliebt", fühlte sich wohl, wusste aber selber, dass es keine allzu lange gemeinsame Zukunft geben wird, aber in dem Moment fühlte es sich richtig an, also war man "zusammen", aber ohne in dem Partner die große Liebe zu sehen..
    ich sehe nichts schlimmes dran, solange man damit zufrieden ist...
    Nur den Begriff Halbbeziehung finde ich weniger gut gewählt Wobei es andererseits relativ zutreffend ist..