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  1. #1
    Avatar von wunderland Mädchen-Küken
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    22.04.2009
    Beiträge
    53

    Man weiss erst was man hatte, wenn man es verloren hat

    Ich hatte mal einen Menschen. Er war schon seit ich denken kann in meinem Leben, ich bin mit ihm aufgewachsen. ich weiss noch jede Einzelheit unserer Kindheit, alll die schönen Augenblicke mit ihm. Ich sehe gewisse Situationen mit ihm, die schon Jahre her sind klarer vor mir, als manchmal die vergangene Woche.
    Die Junged ohne ihn hätte ich mir nicht vorstellen können. Während andere sich alleine fühlten, war er immer für mich da. Wir haben alles zusammen ausprobiert. Ein Herz und eine Seele. Wir kamen zusammen. Die warscheindlich schönste Zeit mit ihm begann. Während andere jeden Monat einen anderen Freund hatten, waren wir 2 Jahre zusammen. Ich habe keine Erinnerung mehr an Dinge, die wir nicht zusammen erlebt haben. Zu allem gehört er. Zu den Sommerferien in Frankreich, zu meiner ganzen Schulzeit, zu allen Familienfesten, etc.
    Und auch als die wir bemerkten, das es mit uns so nichtt weitergehen kann, weil wir einfach mit der Zeit nicht mehr so verliebt waren, und die freundschaftlichen Gefühle stärker waren, selbst dann änderte das nichts zwischen uns. Wir blieben die besten Freunde. Niemand konnte ihn ersetzten, und niemand kannte mich so gut wie er.

    Doch als seine Eltern bei einem Unfall starben, veränderte er sich. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ein Mensch, den ihr inn und auswendig kennt, sich vor euren Augen in jemanden verwandelt, der er nicht ist? Der euch sogar Angst macht?
    Doch selbst in dieser Zeit, schafften wir es irgendwie, oder vielleicht im Endeffekt auch nicht. Trozdem blieben wir befreudet, auch wenn er viele andere Freunde hatte, jetzt. Falsche Freunde. Solche, die ihn zu den Drogen brachten. Er zog nachts stundelang um die Häuser, und tat alles, was er früher nie tun wollte. Er hatte Ärger mit der Polizei, nahm Drogen, etc.
    Es machte manchmal echt harte Sachen, und ich erkannte ihn kaum wieder. Trotzdem blieb ich an seiner Seite, und er an meiner.
    Manchmal schien es, als würde er wieder auf die richtige Bahn kommen. Doch dann erhängte sich einer seiner besten Freunde.
    Er begann allles zu übertreiben, brachte Menschenleben in Gefahr. Ich hasste ihn. Ich hatte schon alle Gfeühle für ihn schon einmal erlebt, aber Hass war das stärkste. Doch tief im innern wusste ich, dass er das nicht war. Er war in seinem Herzen ein völlig anderer Mensch. Nur deswegen hielt ich zu ihm. Immer.
    Auch als die Polizei schliesslich bei uns auf der Matte stand, weil er zu mir geflüchtet war.

    So kam er in die Jugendstrafanstalt.
    Das hat ihn mehr kaputt gemahct, als er schon war. Ich habe ihn sooft wie es ging besucht. Ich habe meine anderen Freunde aufgegeben, war nur noch für ihn da.
    Als er rauskam, würde er krank. Psychisch krank. Ich konnte ihm nicht helfen, niemand konnte das. Er lehnte jede Hilfe ab, starb im innern ganz langsam vor unseren Augen. Ich konnte es nicht glauben. Er wra der Junge, mit dem ich als Kind im Sandkasten gespielt habe, und der Junge mit dem ich das erste Bier getrunken habe, mein erstes Mal hatte.

    Ich habe ihn mal gefragt, was es war, was ihn so aus der Bahn geworfen hat. Er antwortete mir: das Schicksal. Und ich glaubte ihm nicht.

    Ich begann mich zu fragen, ob ich nicht alles falsch gemacht hatte. Ich habe mich viel zu fest an einen Menschen gebunden, ich habe mich selber aufgegeben. Ich konnte mich nicht mehr auf ihn verlassen. ich machte mein Leben selber kaputt, weil ich jemandem helfen wollte, wessen Leben schon lange kaputt war. Und ich sah ein, dass es einfach keinen Sinn mehr machte. Doch ich konnte nicht vergessen, und nicht loslassen. er ist in meinem Leben, in meinem Gehirn, als gäbe es nichts anderes, ich fühlte mich für ihn verantwortlich.

    An unserem letzten Abend sagte er zu mir: Jeder Mensch braucht etwas, an dem man sich festhalten kann. Egal wie sehr du deien eigenen Weg gehst und nur dir selber vertraust, man braucht jemanden an seiner Seite. Damit läuft man natürlich in die Gefahr, das dieser Mensch einem keinen Halt mehr geben kann. Du konntest das immer. Ohne dich wäre ich schon lange tot. Aber ich kann das selbe nicht mehr für dich tun. Schon lange nicht mehr. Du weisst, das es dich kaputt macht. Die ganze Situation hier, mit mir. Ich habe mein Leben gelebt, und es ist vorbei, man kann nichts mehr ändern. Das hätte ich schon viel früher tun sollen. Oder vielleicht war alles von Anfang an so bestimmt? Ich will das du dein Leben lebst, egal was ist. Du hast noch die Chance dazu, du kannst noch so viel erreichen!
    Behalte die Erinnerung im Herzen eingeschlossen, aber lass die Vergangenheit los.


    Einige Tage später begann er Suizid.

  2. #2
    Avatar von LovelyMelody Mädchen-VIP
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    Das klingt so unendlich traurig. Ich musste wirklich weinen. Ich spreche mein Beileid aus, möge es ihm jetzt besser gehen.:cry::cry:

  3. #3
    Avatar von kaktusreggae Mädchen-VIP
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    [Zitat entfernt von Lotusblume]

    @TE: Genauso wie Marron kann ich dir nur mein Beleid aussprechen. Dort, wo er jetzt ist, wird es ihm sicherlich besser gehen.
    Geändert von _Lotusblume_ (18.01.2010 um 23:07 Uhr)

  4. #4
    Avatar von Jenni276 Mädchen-VIP
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    Ich kann auch nur mein Beileid aussprechen

  5. #5
    deaktiviert
    [Zitat entfernt von Lotusblume]

    Auch von mir mein herzlichstes Beileid.
    Geändert von _Lotusblume_ (18.01.2010 um 23:07 Uhr)

  6. #6
    Avatar von Amandadadaaa
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    3
    auch von mir mein Herzliches Beleid.
    Ich finde schon allein bei dem , was er zu dir gesagt hat merkt man,dass er ein guter mensch war, auch wenn er zerstört war, er hat sich über alles gedanken gemacht und du warst ihm sehr wichtig.

  7. #7
    deaktiviert
    Mein herzlichstes Beileid.
    Beim lesen habe ich auch angefangen zu weinen. Aber im Himmnel wird es ihm besser gehen. Du wirst ihn dort auch irgendwann wieder sehen. Da bin ich mir ganz sicher.

  8. #8
    deaktiviert
    Mein Beileid.
    Voll die traurige geschichte, mir kamen die Tränen. =(

  9. #9
    Avatar von pepperpence Mädchen-VIP
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    [Zitat entfernt von Lotusblume]

    @Topic.
    wow, der Text berühr, und ich kenne das. Mit meinen Freundinnen ist es das gleiche: Wenn wir uns streiten, und ein paar tage lang nicht miteinander sprechen (Ja, kommt auch mal vor) dann merken wir erst, dass da ein Loch ist.

    Aber wirklich, ich kann echt nur Beileid aussprechen.
    Geändert von _Lotusblume_ (18.01.2010 um 23:07 Uhr)

  10. #10
    Avatar von wunderland Mädchen-Küken
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    Danke an alle.

    Ich wollte kein Mitleid (nicht das ihr das denkt), ich wollte einfach alles einmal aufschreiben, weil ich nicht mit vielen darüber sprechen kann.

    Noch eine Frage: Denkt ihr, dass es mir heute besser gehen würde, wenn ich ihn schon am Anfang als das alles anfing losgelassen hätte?