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Alt 26.09.2011, 13:04
Mädchen-Goddess
Registriert seit: 28.10.2010
Beiträge: 21.051
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Zitat:
Zitat von LinusVanPelt
Zählt diese Aussage auch noch zu den "Fakten"?

Die christliche Religion kann keine Sekte sein - weder nach soziologischen, noch nach juristischen noch nach theologischen Definitionsmaßstäben.

Da liegst du falsch. Das Christentum ist sehr wohl eine Sekte, weil im Widerspruch zu Fakten Prämissen unterstellt werden, denen sich jedes Mitglied zu unterwerfen hat. Eine Missachtung dieser Prämissen führt zu Ausgrenzung und Diskriminierung. Genau das ist aber ein typisches Merkmal einer Sekte.



Dein Posting 263 im Thread Landtagswahlen im Superwahljahr 2011 vom 04.09.2011 15.12 Uhr beantwortet ich wegen OT dort hier:

Zitat:
Zitat von LinusVanPelt
(...)Entsprechend werte ich beispielsweise das Verhalten der Union nicht als Kadavergehorsamkeit - sondern als respektvolles Verhalten, welches einer Bundestagsfraktion angemessen ist.
Mit solchen Aktionen, wie den von den Linken geplanten, diskreditiert man nämlich nicht den Papst - sondern sich selbst und darüber hinaus die Institution Bundestag.
Wenn man nicht in der Lage ist, einen politischen Dialog zu führen, und sich stattdessen mit Störaktionen profilieren muss, sollte man sich fragen, ob man überhaupt als Bundestagsabgeordneter geeignet ist.(...)


Hier liegst du gleich in mehrfacher Hinsicht falsch. Deiner Aussage, dass es von den Bundestagsabgeordneten peinlich sei die Papstrede zu boykottieren, muss ganz entschieden widersprochen werden. Wir leben in einem säkularem Staat, wo die Religion Privatsache zu sein hat. Der Bundestag ist als Verfassungsorgan ein wichtiger Teil des säkularen Staates.

Kennzeichen des säkularen Staates BundesREPUBLIK Deutschland ist, dass prinzipiell JEDER Bürger in jedes Staatsamt gewählt werden kann und alle Bürger vor dem Gesetz gleich sind.

Demzufolge finden im Bundestag DEBATTEN statt, d.h. auf Augenhöhe kann der Meinung eines anderen widersprochen werden. Der Papst hat jedoch eine PREDIGT gehalten; das war keine Debatte. Dem Papst konnte gar nicht widersprochen werden. Es wurde also das säkulare Verfassungsorgan Bundestag als Predigtraum für eine religiöse Sekte missbraucht. Diese religiöse Sekte unterdrückt Frauen, diskriminiert Geschiedene und Homosexuelle.

Es ist ein unglaublicher Vorgang, dass es einem religiösen Sektenprediger erlaubt ist, seine verfassungsfeindlichen Ansichten ohne Widerrede im Bundestag verbreiten zu dürfen. Nicht ein einziger CDU/CSU-Abgeordneter hat sich dagegen gewehrt. NICHT EIN EINZIGER! Wie ich schon mehrfach wiederholt habe, ist es absolut undenkbar, dass ich CDU/CSU wähle.

Nicht das Boykottieren der Papstpredigt durch Abgeordnete der Grünen und Linken ist peinlich; vielmehr ist es peinlich, dass du diesen Boykott sinngemäß als peinlich bezeichnest. Dies ist umso bemerkenswerter, weil du gegenüber den meisten Mädchenusern hier über deutlich bessere Politikkenntnisse verfügst.
 
Alt 26.09.2011, 13:50
Mädchen-Liebling
Registriert seit: 09.05.2011
Beiträge: 680
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ThomasK, so sehr mir dein Plädoyer für den Rechtsstaat auch gefällt und so sehr mir das Amt des Papstes bereits grundsätzlich missfällt - es entspricht nicht meinem Selbstverständnis, andere Menschen zu ignorieren bzw. durch Ignoranz zu strafen.
 
Alt 26.09.2011, 14:19
(Moderator)
Registriert seit: 06.05.2008
Beiträge: 12.684
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Zitat:
Zitat von nudelsuppe
Das ist Quatsch. Ich habe noch niemanden getroffen, der die Bibel woertlich genommen hat.
Zeugen Jehovas haben zwar ihre eigene Übersetzung der Bibel, aber bei denen ist das Grundprinzip des Glaubens, dass die Bibel quasi wörtlich zu nehmen ist.

Da gibt es irre Erklärungen, wieso Homosexualität ein Irrglaube ist und daher nicht erlaubt (und wenn man ganz fest zu Gott betet geht da auch wieder weg) etc pp, das ist ein bisschen gruselig.
 
Alt 26.09.2011, 15:09
Registriert seit: 10.08.2011
Beiträge: 55
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Ich nehme die Bibel zwar nicht ernst, lesen tu ich sie trotzdem!
 
Alt 26.09.2011, 15:23
Mädchen-Star
Registriert seit: 11.06.2009
Beiträge: 4.522
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Ich find die Bibel ist sowas wie die Bücher der Gebrüder Grimm. Eine Sammlung von Geschichten von und über Menschen aus einer bestimmten Zeit. Mit der Zeit veränderte sich auch die Weltanschauung, "Gott" wurde barmherziger.
Problem an der Sache: In dem Buch ist nicht jede Geschichte drin und alles wurde so umgeschrieben, dass es sich gut anhört. Pikante Details werden einfach rausgelassen und aus Jesus leben fehlen so viele Jahre, dass ich lieber gar nicht wissen will, was für ein sadistischer Hurenbock er in dieser Zeit gewesen sein muss.
In vielen Geschichten wird auch maßlos übertrieben, Menschen bekommen mit über 100 Jahren noch Kinder, ich denke mal, rechnet man das auf heute um, waren sie wohl 40. Es fehlt einfach die moderne Auflage.
 
Alt 26.09.2011, 18:05
(Moderator)
Registriert seit: 08.05.2008
Beiträge: 9.074
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Zitat:
Zitat von 19Hippo87
aus Jesus leben fehlen so viele Jahre, dass ich lieber gar nicht wissen will, was für ein sadistischer Hurenbock er in dieser Zeit gewesen sein muss.

Du unterstellst auch jedem erstmal das schlimmste oder? Vielleicht hat Jesus auch einfach brav als Zimmermann gearbeitet.

Aber klar, immer erstmal draufhauen. Leider macht das fuer mich jegliche Diskussionsgrundlage kaputt und darum bin ich raus.
 
Alt 26.09.2011, 18:13
(Moderator)
Registriert seit: 06.05.2008
Beiträge: 12.684
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Zitat:
Zitat von Bananahammock
Und da sehe ich das Problem. Viele nehmen hin, was ihnen der Pastor oder Pfarrer erzählt, machen sich aber selber keine Gedanken, wobei es ja gerade verschiedene Interpretationen gibt und keine "Universal-Lösung".

Spannend finde ich das Thema allemal, nicht nur, was die christliche Religion betrifft.
Ein guter Pastor / Pfarrer gibt in seinen Predigten Denkanstöße.
Häufig wird das ganze auf gegenwärtige Probleme etc bezogen (zumindest im evangelischen Gottesdienst, wie das bei den Katholiken gehalten wird vermag ich nicht zu sagen).
Die meisten Predigten, die ich in meinen Konfi-Zeiten gehört habe, bestanden gefühlt zur Hälfte aus Fragen. Jesus sagt dies und jenes - habt ihr sowas schonmal erlebt? In dem vorgelesenen Bibelabschnitt geht es um das und das - ist es für dich schwer, so etwas zu akzeptieren? etc pp. Bei mehreren verschiedenen Pastoren.

Ich weiß auch nicht, ob das eine Art "evangelischer Ansatz" an die Bibel etc ist, aber auch im Religionsunterricht haben wir immer alles hinterfragt und niemals so hingenommen.
 
Alt 26.09.2011, 18:48
Mädchen-Star
Registriert seit: 11.06.2009
Beiträge: 4.522
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Zitat:
Zitat von nudelsuppe
Du unterstellst auch jedem erstmal das schlimmste oder? Vielleicht hat Jesus auch einfach brav als Zimmermann gearbeitet.

Aber klar, immer erstmal draufhauen. Leider macht das fuer mich jegliche Diskussionsgrundlage kaputt und darum bin ich raus.
Sicher, kann alles sein. Aber es gibt in der Bibel eigentlich nichts über seine Familie oder seine Ehe zu lesen, das finde ich schon unnormal.
Also ist er entweder auch mal ein Arsch gewesen, darf er doch ruhig, ist menschlich.
Oder der Familienvater und Onkel war den Schreibern nicht mystisch genug.
 
Alt 26.09.2011, 19:08
Mädchen-Star
Registriert seit: 27.11.2010
Beiträge: 1.646
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Das nichts über seine Familie, Ehe und einige andere Sachen in der Bibel steht ist kein Wunder.
Man wollte alle Evangelien und andere Quellen, die Jesus als "normalen Menschen" dargestellt haben rauswerfen um in als "Sohn Gottes" zu etablieren.
Stichwort Konzil von Nicäa

Man kann z.B. sicher sein, dass Jesus verheiratet war und wahrscheinlich auch Kinder hatte.
Ein unverheirateter Jude (und Jesus war Jude) war nicht gerade geachtet und er hätte wahrscheinlich keine Anhänger gefunden.
 
Alt 26.09.2011, 19:15
Mädchen-Küken
Registriert seit: 17.10.2010
Beiträge: 123
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Ich glaube man muss es richtig verstehen, was drin steht, dann sind schon ein paar interessante gleichnisse zu finden, aber wie gesagt, man muss es ein bisschen verstehen...
 
 
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