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| Mädchen-Star Registriert seit: 05.10.2011Beiträge: 2.439 | Zitat:
China wird definitiv unterbewertet. Wo West-Europa für die letzten 500 Jahre gerult hat, dreht sich das ganze und China ist ganz vorne mit dabei, während die kleinen Länder in Mittel- und West-Europa immer mehr zurückfallen. | |
| Mädchen-Goddess Registriert seit: 20.08.2010Beiträge: 22.404 | Zitat:
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| Mädchen-Star Registriert seit: 26.10.2011Beiträge: 2.186 | Zitat:
Der Erwartungsdruck, den chinesische Eltern ihren "kleinen Königen" (Einzelkindern) auferlegen, ist enorm! Hinzu kommt die schon vor der Ein-Kind-Politik vorhandene asiatische Bildungstradition mit Werten wie Fleiß, Aufopferung, Sich-selbst-Quälen, Verehrung des Meisters / Lehrers etc. Wie man das aus Kampfkunstfilmen kennt. Und chinesische Lehrer sind oft sehr kritisch, manche geradezu unerbittlich! Ob dieser gewaltige Leistungsdruck nun förderlich ist oder eher nicht, bleibt die Frage. | |
| Mädchen-Star Registriert seit: 20.10.2011Beiträge: 1.134 | Vorhin kam auf Phoenix eine Reportage über die extreme Expansionpolitik Chinas, um wirtschaftliche und strategische Vorherrschaft zu erlangen. Sogar in abgelegenen Gebieten wie Tonga wird von China eine starke Präsenz angestrebt, einerseits um die zu den Inseln gehörenden Seegebiete auszubeuten, andererseits um dort Raketen zu stationieren. In Africa sichert sich China schon seit Jahren die Bodenschätze, während die naiven westlichen Staaten dort Brunnen und Schulen bauen. Vor kurzem hat China seinen ersten Flugzeugträger in Betrieb genommen und auch die ersten chinsischen Stealth Fighter fliegen schon. Es ist absehbar, dass uns in näherer Zukunft eine massive Bedrohung durch China bevorsteht, in einem ganz anderen Masstab als es zu Zeiten des kalten Krieges durch die Sowjetunion der Fall war. China verfügt im Vergleich zu Russland über eine wesentlich grössere Bevölkerung und dazu über grossen wirtschaftlichen Einfluss. Zusammen mit Rücksichtslosigkeit gegenüber der eigenen Bevölkerung und Missachtung aller demokratischen Grundprinzipien ensteht hier eine nicht zu unterschätzende Gefahr. | |
| Mädchen-Goddess Registriert seit: 28.10.2010Beiträge: 21.051 | Zitat:
Du hast eine extrem selektive Wahrnehmung. ![]() Was die Menschenrechte angeht, sind die USA nicht unbedingt besser als China. Stichwort: Guantanamo; Folterlager in Rumänien und anderswo. Datenschutz: Fehlanzeige. Dazu zahlreiche völkerrechtswidrige Angriffskriege. Auch die Todesstrafe gibt es in beiden Ländern. Es gab übrigens bisher nur eine einzige Nation, die Atombomben auf unschuldige Zivilisten geworfen hat: USA. Es gilt immer noch die uralte Binsenweisheit: Die dreckigste Kuh schlägt mit ihrem Schwanz am meisten um sich, weil an ihr die meiste Scheisse hängt. So ist es und so bleibt es. | |
| Mädchen-Star Registriert seit: 26.10.2011Beiträge: 2.186 | Zitat:
Während der (europäische) Westen Entwicklungszusammenarbeit ("Entwicklungshilfe") werteorientiert ausrichtet und mit Bedingungen und Forderungen verknüpft (wie Einhaltung der Menschenrechte, Bekämpfung der Korruption, Demokratisierung) gehen die Chinesen da ganz anders, nämlich höchst pragmatisch vor: Unter der Maxime "Nichteinmischung in innere Angelegenheiten" bieten sie "armen" Ländern zum Beispiel den Ausbau von Straßen und Infrastruktur an, ohne politische Forderungen zu stellen. Sie wollen stattdessen Zugang zu Rohstoffen und neue Absatzmärkte erschließen. Und sind damit so mancher korrupten Militärregierung höchst willkommen! Die Regierungen der "Nehmerländer" werden dem Westen gegenüber selbstbewusster und lehnen immer häufiger Hilfe ab mit dem Hinweis, dass die Chinesen ein attraktiverer Partner seien... | |
| Mädchen-Star Registriert seit: 20.10.2011Beiträge: 1.134 | Zitat:
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| Mädchen-Star Registriert seit: 20.10.2011Beiträge: 1.134 | Zitat:
Dies alles kann man von China nicht behaupten! | |
| Mädchen-Goddess Registriert seit: 28.10.2010Beiträge: 21.051 | Zitat:
Auch in den USA wurden öfters Personen hingerichtet, die erwiesenermassen unschuldig waren. Aufgrund der zahlreichen Pannen und Fehlurteile hat das dazu geführt, dass Illinois jetzt die Todesstrafe endlich abgeschafft hat. Ein Team von Jurastudenten aus Chicago hat in jahrelanger akribischer Arbeit die Fehler des völlig verlausten US-Justizsystems offengelegt. Auch das Heimatschutzminsterium hat Überwachungsrechte, die in Deutschland absolut undenkbar wären. Sowohl beim Lauschangriff als auch bei den Luftsicherheitsgesetzen hat das Bundesverfassungsgericht der Deutschen Bundesregierung die Leviten gelesen, dass es gerappelt, gekracht und gedampft hat. Auch bei der Vorratsdatenspeicherung hält Karlsruhe die Fahne der Rechtsstaatlichkeit oben. So eine Kontrolle fehlt in den USA völlig. Dort sitzen alte senile Knacker auf Lebenszeit beim Obersten Gerichshof in Washington, die vom Präsidenten nach Parteilinie ausgewählt wurden. Die Wiederzulassung der Todesstrafe ist der beste Beweis dafür. Aber auch die Billigung der Wahlmaniplationen bei der Wahl von George Bush zum US-Präsidenten im November 2000 zeigt, was das für ein Saftladen ist, da die konservativen Richter eben dem konservativen Bush den Arsch gerettet haben. Ich behaupte keinesfalls, das China nach innen hin besser ist. Dort reagiert die Staatspartei auf Kritik sehr empfindlich. Gleichwohl zeigen prosperierende Städte wie z.B. Shanghai, dass es auch in China sehr viele Freiheiten gibt. In Shanghai gibt es sehr viele Unternehmen, die von Frauen geführt werden; Frauen haben hier sehr viele Freiheiten. Letzthin habe ich die U-Bahnsysteme von Shanghai und New York verglichen. Ich kann dir verraten, dass sich Shanghai zu New York ungefähr so verhält wie FC Bayern zu FC Hintertupfing. Es ist eben nicht ausreichend sich als alleiniges Entscheidungskriterium ausschliesslich die Kritik an der Regierung herauszupicken. Zugegeben: In diesem einen Punkt sind die USA besser als China, weil die Meinungsfreiheit in der US-Verfassung einen hohen Stellenwert hat; sogar noch höher als bei uns, denn bei uns wird - im Gegensatz zu den USA - Volksverhetzung nicht mehr durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Ich bin froh, dass die Dominanz der USA gebrochen ist und die Amerikaner merken, dass sie nicht mehr machen können, was sie wollen. Die Amerikaner haben in der ehemals unipolaren Welt ihre Macht missbraucht und wahrscheinlich würden die Chinesen, wenn sie der unipolare Mittelpunkt der Welt wären, höchstwahrscheinlich auch die Macht missbrauchen. Wir brauchen eine Oligopolstruktur mit ca. 5 - 10 Akteuren in der Welt, so dass es keine Dominanz eines Staates mehr gibt. Als vorbildliche Demokratien würde ich solche Länder wie Norwegen oder Schweden bezeichnen, keinesfalls aber die USA. Im Vergleich mit Skandinavien ist natürlich China hoffungslos im Hinblick auf Demokratie und Menschenrechte abgeschlagen; im Vergleich zu den USA kann aufgrund der zahlreichen Menschenrechtsverletzungen der USA in der Gesamtbilanz meiner Meinung nach China durchaus noch auf ein Remis kommen. | |
| Mädchen-Star Registriert seit: 26.10.2011Beiträge: 2.186 | Zitat:
Der Vergleich ist nun gerade, ähmmm, unglücklich gewählt - weil sicher die allermeisten User hier im Forum jeden ehrlichen FC Hintertupfing als weitaus stärker (und natürlich sympathischer) empfinden als einen reichen Bundesliga-Monopolisten FC Bayern, der sich mit seinem Geld die besten Spieler der Welt zusammenkaufen kann und dann noch nicht mal Meister wird. (Gewisse Parallelen zum mächtigen Weltpolizisten USA und seinen krachenden Pleiten in Vietnam, im Irak und anderswo kommen einem da in den Sinn... ) | |
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