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| Mädchen-Liebling Registriert seit: 16.12.2011Beiträge: 534 | GesundheitspolitikDa es allen Anschein nach Diskussionsbedarf über die Gesundheitspolitik und die Krankenkassen in Deutschland gibt, eröffne ich mal diesen Beitrag um eine rege Diskussion darüber anzuregen. Ich denke, das Politikforum ist der richtige Ort dafür, da es ja nicht in erster Linie primär um gesundheitliche Fragen geht sondern das Gesundheitssystem ein Bestandteil der Tagespolitik ist. Ich fange einfach mal mit einer neuen Studie über die gesetzlichen Krankenkassen an. Diese Studie besagt, das der Verwaltungsaufwand der Kassen bei 23% liegt. Dies bedeutet, dass von 1€ Beitrag nur 77€/ct an Versicherungsleistung ausgeschüttet wird. Im Vergleich dazu steht der Verwaltungsaufwand in Industrieunternehmen von 6,1%. Dies verdeutlicht in meinen Augen ganz klar die Verschwendungsmoral der gesetzlichen Kassen. Ich finde es ne Frechheit, wie mit meinem Geld umgegangen wird und es ist zeit für eine „Revolution“ im Gesundheitswesen. | |
| Mädchen-Star Registriert seit: 21.11.2011Beiträge: 2.798 | Mich kotzt das ehrlich gesagt schon lange an. Ich frage mich oft, warum ich überhaupt bei der GKV bin, was ich brauche bekomme ich eh nicht. Deswegen überlege ich auch schon lange in die PKV zu wechseln, aber das Risiko ist auch ziemlich hoch. Wirklich fair ist unser Gesundheitssystem nicht und es bedarf einiger Änderungen, oder besser einer Revolution. | |
| Mädchen-Liebling Registriert seit: 16.12.2011Beiträge: 534 | Zitat:
Die PKV ist nur bestimmten Personengruppen vorbehalten. Dazu gehören Selbstständige, Freiberufler, Beamte und Studenten. Auch Arbeitnehmer und Angestellte dürfen sich privat versichern, wenn ihr Bruttoeinkommen die Versicherungspflichtgrenze 2012 (50.850 Euro) übertrifft. Das sins umgerechnet 4237,5€ brutto im Monat. Da lieg ich knapp drunter ![]() Von daher ist es eine bodenlose Frechheit, wie mit meinem Geld umgegangen wird, da ich nicht einmal eine Wahl habe. | |
| Mädchen-Star Registriert seit: 21.11.2011Beiträge: 2.798 | Zitat:
Eine bodenlose Frechheit ist das auf jeden Fall, leider fällt mir auch kein Patentrezept ein, das alles besser macht. ![]() | |
| Mädchen-Star Registriert seit: 21.09.2011Beiträge: 2.165 | Ich finde es eine Frechheit, dass eine Krankenversicherung obligatorisch ist. | |
| Mädchen-Star Registriert seit: 20.10.2011Beiträge: 1.134 | Zitat:
Würde man diese staatliche Bevormundung aufheben, könnten private und gesetzliche Krankenversicherungen im freien Wettbewerb gegeneinander antreten und wie jeder weiss bewirkt mehr Wettbewerb günstigere Preise und bessere Leistungen. Wünschenswert wäre es wenn Altersrückstellungen bei einem Versicherungswechsel übernommen würden, so wie es mit dem Schadenfreiheitsrabatt beim Auto auch funktioniert. So könnte sich jeder nach eigenen Wünschen in dem Umfang versichern wie er es möchte und die Beiträge im Allgemeinen würden sinken. | |
| Mädchen-Goddess Registriert seit: 28.10.2010Beiträge: 21.051 | Zitat:
Ich bin auch in der PKV. Ich bezahle im Monat 350 € für die Vollversicherung. Allerdings macht die PKV mit mir ein Bombengeschäft, da ich - abgesehen von ein paar Zahnarztrechnungen, überhaupt nichts habe. Jedes Jahr bekomme ich einen netten Brief, in dem mir wieder erklärt wird, dass ich eine Beitragsrückerstattung von einigen hundert € bekommen werde, weil ich wieder keine Rechnung eingereicht habe. Wenn du zur PKV gehst, dann empfehle ich dir folgendes: Versichere dich im stationären Bereich sehr gut, also mit Einbettzimmer, Chefarztbehandlung usw. Im ambulanten Bereich solltest du hingegen eine Selbstbeteiligung von ca. 1500 € im Jahr vereinbaren, denn ich vermute, dass du genausowenig Lust hast wie ich, die Kaffeeklatschrunden der alten Ratschweiber, die aus Langeweile bei jedem Pipifax zum Arzt rennen, zu finanzieren. Wer 1500 € Selbstbeteiligung hat, achtet ganz anders auf seine Gesundheit, als die Leute, die durch Völlerei, Nikotinsucht oder Alkholexzesse sich ihren Körper kaputthauen. Prinzipiell wird versicherungsmathematisch jede Tarifgruppe separat kalkuliert. | |
| Mädchen-Star Registriert seit: 21.11.2011Beiträge: 2.798 | Zitat:
Für mich alleine würde sich die PKV definitiv lohnen. Im Jahr 2011 war ich z.B. genau zweimal beim Arzt, einmal Zahnarzt zur üblichen Kontrolle und einmal beim Augenarzt zur jährlichen Untersuchung da ich kurzsichtig bin. Klar war ich auch mal während des Jahres krank, grippaler Infekt, Erkältung, etc., aber dafür habe ich keinen Arzt gebraucht. Problematisch ist es eher, da es in der PKV die Familienversicherung nicht gibt. Zumindest nicht in der Form, wie sie die GKV anbietet. Deswegen wäre die PKV für uns drei (zwei Erwachsene, ein Kind), wohl erheblich teurer. | |
| (Moderator) Registriert seit: 06.05.2008Beiträge: 8.610 | Zitat:
Zum Thema: Das Gesundheitssystem in Deutschland ist völlig vor die Hunde gekommen. Dieses Zweiklassensystem ist ernsthaft unerträglich. Gesetzlich Versicherte werden teilweise so respektlos behandelt... Ich meine, ich verstehe ja, dass Ärzte glücklich über jeden Privatpatient sind, aber muss man deshalb die anderen Patienten so minderwertig behandeln? Das System ist einfach völlig verkommen und wird eher schlechter als besser... Allerdings wüsste ich spontan auch nicht, wie man das System verbessern sollte... | |
| Mädchen-Star Registriert seit: 21.11.2011Beiträge: 2.798 | Zitat:
![]() Ich werde mir noch Angebote einholen, aber nach allem was ich bisher gelesen habe, wird sich das kaum lohnen. Es kommt ja auch stark darauf an, was man bei der PKV mit ins Paket holt und wie viel Zuzahlung man hat, usw. | |
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