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Alt 20.01.2012, 14:41
Mädchen-Liebling
Registriert seit: 09.01.2012
Beiträge: 510
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Die Jugend & die Politik

Hey (:

In der Schule (speziell im Fach Sozialkunde) werden wir seit einiger Zeit verstärkt aufgefordert Zeitung zu lesen und Nachrichten anzuschauen etc., damit wir wissen, was auf der Welt, hauptsächlich in der Politik, so vor sich geht.
Wie man sich denken kann, stößt diese "Hausaufgabe" nicht gerade auf Begeisterung.
Bei mir selbst auch nicht.
Ich lese zwar Zeitung, aber die Politik-Seite lasse ich eigentlich immer aus.

Nun stellt sich doch folgende Frage:
Wie könnte erreicht werden, dass sich Jugendliche stärker für Politik interessieren?

Ich bin der Meinung, dass Politiker mehr Interesse an der Jugend zeigen und aufhören müssen uns immer mit "Die haben ja keine Ahnung" abzustempeln. Die Jugendlichen müssen von Politikern und den Erwachsenen an sich ernst genommen werden, damit sie sich aktiver mit ihren eigenen Standpunkten beteiligen.
Vielleicht wäre auch eine Sekung der Wahlberechtigung auf 16 Jahre sinnvoll.

Was habt ihr für Vorschläge?


Liebe Grüße,
Nicole
 
Alt 20.01.2012, 14:59
Mädchen-Star
Registriert seit: 22.08.2008
Beiträge: 3.124
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Es gibt auch Erwachsene, die mit Politik nicht so viel anfangen können, aber das sind zum Glück nur sehr wenige.

Zum Beispiel könnten Texte über politische Angelegenheiten anschaulich - mit ergänzenden Diagrammen, Grafiken, usw. - und in einer für Jugendliche einfachen Sprache geschrieben werden. Außerdem müssten Parteien sich für Jugendliche attraktiver machen.
Das Wahlalter herabzusetzen halte ich nicht für sinnvoll. Bei uns laufen so viele Idioten rum, und warum sollte man wählen gehen, wenn man sich nicht die Bohne für Politik interessiert? Ich glaube nicht, dass Politik wesentlich ansprechender wirkt, nur weil man zwei Jahre früher wählen darf.
 
Alt 20.01.2012, 17:16
Mädchen-Liebling
Registriert seit: 28.02.2011
Beiträge: 496
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Zitat:
Zitat von SiegerinDesVolkes
Ich lese zwar Zeitung, aber die Politik-Seite lasse ich eigentlich immer aus.
Zitat:
Ich bin der Meinung, dass Politiker mehr Interesse an der Jugend zeigen und aufhören müssen uns immer mit "Die haben ja keine Ahnung" abzustempeln.
Du hast also keine/kaum Ahnung von Politik und willst, dass Politiker mehr Interesse an einer desinteressierten und unwisenden Jugend zeigen sollen? Merkst du wie dumm das ist? Was meinst du eg was Politik ist? Kiddys bespaßen oder die Geschicke des Landes lenken?
Zitat:
Die Jugendlichen müssen von Politikern und den Erwachsenen an sich ernst genommen werden, damit sie sich aktiver mit ihren eigenen Standpunkten beteiligen.
Bitte? Die Masse an Jugendlichen interessiert sich nen Scheiß für Politiik und soll ernstgenommen werden? Junge Menschen, die sich politisch beteiligen und Ahnung haben, werden auch ernstgenommen!

Zitat:
Vielleicht wäre auch eine Sekung der Wahlberechtigung auf 16 Jahre sinnvoll.
Dann stellen die Grünen in Koalition mit der Linken nen Bundeskanzler .
 
Alt 20.01.2012, 18:24
Mädchen-Star
Registriert seit: 01.09.2009
Beiträge: 2.500
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Demokratische verhälltnisse in der Schule einzuführen würde mehr helfen ^^
Wer sich nämlich mal mit Schulrecht auseinandersetzt wird merken das es mehr oder weniger eine Diktatur darstellt (Sämmtliche macht liegt bei einigen wenigen, die unter ihrer Gewalt stehen haben keinen einfluss darauf wem sie unterstellt werden, strafen unterliegen dem ermessen der jeweiligen "herscher" und sind nur scheinbar anfächtbar, teilweise politische Immunität bzw. Wer gegen geltendes Recht verstößt wird nicht aus dem Schuldienst entlassen sondern nur versetzt, z.B. bei gewalt und sexueller belästigung und Mobbing von schülern gängige praxis)

In so einem umfeld kann man sich nur einen scheißdreck für Politik interessieren.
 
Alt 20.01.2012, 18:26
Mädchen-Queen
Registriert seit: 06.09.2009
Beiträge: 11.400
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Zitat:
Zitat von SiegerinDesVolkes
Nun stellt sich doch folgende Frage:
Wie könnte erreicht werden, dass sich Jugendliche stärker für Politik interessieren?


Was habt ihr für Vorschläge?


Liebe Grüße,
Nicole
Schokolade an informierte Jugendliche verteilen.
 
Alt 20.01.2012, 18:31
Mädchen-Star
Registriert seit: 15.01.2011
Beiträge: 2.536
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Zitat:
Zitat von Emanzenboss
Schokolade an informierte Jugendliche verteilen.
This. 1000x.
 
Alt 20.01.2012, 18:46
Mädchen-VIP
Registriert seit: 01.11.2010
Beiträge: 8.636
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Du interessierst dich nicht für Politik, willst aber, dass es umgekehrt so ist? Unsinn.
Dann kann ein HC Strache wieder in die Disco gehen und seine Stimmen fangen.
Na prost Mahlzeit.
Das Wahlalter herabsetzen ist in dem Fall auch nicht gerade ratsam.
Wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich zuerst informieren, und zu genau dem will eure Lehrerin euch bewegen. Also nützt das Angebot und stellt ihr Fragen, wenn ihr was nicht versteht und das Interesse kommt schon noch.
Aber uninformiert wählen gehen ist wohl noch schlimmer als jemanden nur wegen Schokolade wählen zu gehen.
 
Alt 20.01.2012, 19:08
Mädchen-Star
Registriert seit: 21.09.2011
Beiträge: 2.165
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Ich finde es wenig sinnvoll, eine Wahlberechtigung schon ab 16 zu starten. Da müsse man auch die "Erwachsenen-Grenze" auf 16 herabsenken, und das ist schlicht und einfach zu jung, um schon erwachsen sein zu können.

Das Problem der heutigen Politik ist, dass alles viel zu kompliziert aufgebaut ist. Ich habe immer Probleme zu verstehen, was einer dieser Quacksalber am Rednerpult spricht. Und ich schätze, dass auch viele ältere Personen Probleme damit haben.
Die Politik kocht leider immer ein bisschen ihr eigenes Süppchen und lässt das Volk zu selten mitreden.

Mir vergeht bei der heutigen Politik schnell das Interesse.
 
Alt 20.01.2012, 20:03
Mädchen-Liebling
Registriert seit: 02.10.2011
Beiträge: 443
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Veilleicht muss man als junger Mensch einfach mit Sachen, die einen direkt betreffen, anfangen.
Für viele Jugendliche, gerade für die sehr jungen unter ca. 15, dürften Themen wie Wirtschaftskrisen oder der Euro-Rettungsschirm sehr kompliziert erscheinen, sind sie ja letztendlich ohne Vorwissen auch.
Also sollte man sich meiner Meinung nach einfach langsam rantasten und z.B. mit regionalpolitischen Entscheidungen, meinetwegen einer geplanten neuen Straße,e inem Park oder Jugendtreffs, beschäftigen. Mit Dingen, die direkt in der Umgebung sind und dessen Argumente man auch schneller nachvollziehen kann.
Auch die Bildungspolitik sollte junge Menschen doch eigentlich interessieren, schließlich betrifft diese sie auch direkt. Also einfach mal schauen, was man an dem System gut findet, wo man Probleme sieht, überlegen, ob diese vielleicht verbessert werden könnten und falls ja, wie.
Das sind Themen, die sich auch für den Politik-Unterricht in Schulen eignen sollten und als Einführung häufig besser sind, als einfach mit Wirtschaftstheorien anzufangen.

Auch die Vorstellung von Parteien - nein, keine Parteiwerbung, sondern eine Aufzählung der Ziele (gerne auch in normaler Sprache) - sehe ich als wichtig, um zumindestens schon mal eine Grundvorstellung zu haben, wofür die einzelnen Parteien überhaupt stehen.

Jedoch finde ich, dass man Jugendliche nicht zwingen kann, sich mit Politik zu beschäftigen, selbst viele Erwachsene interessiert es ja einfach nicht, obwohl diese durch Steuern, soziale Absicherung im Falle von Arbeitslosigkeit usw. einfach noch viel mehr betroffen sind, als die Jugendlichen.
Viele erkennen leider nicht, dass es auch um ihre Zukunft geht, z.B. gerade zu Zeiten einer sinkenden Geburtenrate, in der die Rente trotzdem gesichert werden muss. Man kann ihnen vielleicht die Probleme erläutern, sie darauf aufmerksam machen, doch vielen ist es trotzdem egal, weil sie sich einfach einreden, es würde ja sowieso noch dauern, bis sie betroffen sind.

Allerdings sollten Politiker Jugendliche, die sich interessieren, wirklich ernst nehmen. Vielleicht habe diese noch nicht das Diskussionsniveau von einem Erwachsenen, der die Politik seit Jahrzehnten verfolgt, doch es geht einfach auch um zukünftige Wähler.
Um mal ein paar Beispiele zu nennen: Im September hatten wir hier Regionalwahlen (Wahlberechtigung ab 16). EIne Klassenkameradin von mir, die sich relativ viel mit Politik auseinandersetzt, ist also zu diesen Infoständen in der Stadt gegangen, um sich dort noch einmal direkt bei den Parteien zu informieren und ggf. Fragen zu klären. Nun gab es dort aber Menschen an einem Parteistand, die sie total von oben herab behandelt haben. Sie sei doch sowieso nur ein Kind, höchstens 14, was sie das denn überhaupt interessiere. Nun ist sie dummerweise zu dem Zeitpunkt bereits 16, also wahlberechtigt gewesen und verständlicherweise nicht mehr so gut auf diese Menschen zu sprechen.
Eindeutig Chance vertan.
Wer freiwillig dort hin geht und sich informieren möchte, sollte einfach ernst genommen werden, denn selbst noch nicht wahlberechtigte Jugendliche wären in Zukunft potentielle Wähler.

Ähnliches beim Sitz einer Partei hier in der Stadt. Wir waren in der 8. Klasse, die Bundestagswahl stand vor der Tür und war unser Thema in Politik, wir haben also Referate über verschiedene Parteien vorbereitet und haben diese abgeklappert mit 3-4 Leuten, um Infomaterial zu bekommen.
Von 5 Parteien haben uns 3 sehr freundlich behandelt, bei einer haben wir zumindest ein paar Blätter bekommen, Partei Nr. 5 hat uns die Tür vor der Nase zugehauen.
Das sind dann so Momente, wo ich die zuständigen Menschen beim besten Willen nicht verstehe und dies finde ich einfach auch nicht in Ordnung. Wer freundlich fragt, sollte auch Auskunft bekommen.

Man kann einfach nicht alle Jugendlichen in einen Sack stecken.


Hier (NDS) ist es übrigens so, dass man an Landkreis bezogene Wahlen ab 16 teilnehmen kann, finde ich auch ganz gut so, denn dann kommt nicht direkt mit 18 plötzlich dir große, um einiges kompliziertere, Bundestagswahl, sondern man kann sich schonmal etwas daran gewöhnen.
Im Übrigen bleibe ich aber dabei, dass manche 16-Jährige vernünftiger sind, als manche 18-Jährigen. Aber irgendwo muss es ja eine Grenze für das Wahlalter geben...
 
Alt 21.01.2012, 04:08
Mädchen-Star
Registriert seit: 26.10.2011
Beiträge: 2.186
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Unter den bekannten, auch im Bundestag vertretenen Parteien kenne ich zumindest eine, die junge Menschen ausgesprochen ernst nimmt.

Vor drei Jahren haben die Mitglieder dieser Partei in meiner Heimatstadt (Landeshauptstadt mit einer halben Million Einwohnern) einen 17-jährigen Abiturienten in den Stadtvorstand gewählt, sogar als Schatzmeister! Und der hat das in ihn gesetzte Vertrauen nicht enttäuscht!

Diese Partei hat natürlich, wie andere demokratische Parteien auch, eine Nachwuchs-/ Jugendorganisation (also sowas wie Grüne Jugend, Junge Union, Jusos, Julis oder Linksjugend). Zumindest in jener Partei, die ich kenne, entsendet die Jugendorganisation zahlreiche Delegierte in alle möglichen Gremien der Partei, in Denkfabriken (zu bestimmten Themen, z.B. Netzpolitik, Bildungspolitik, Verkehrspolitik, Außenpolitik) und zu Parteitagen auf allen Ebenen. Und dort hat dann die Stimme eines Jugendlichen das gleiche Gewicht wie die Stimme eines prominenten Bundespolitikers!

Interesse an Politik musst du natürlich selbst mitbringen. Das kann dir niemand von außen "einpflanzen".

Solches Interesse vorausgesetzt, bist du in dieser Jugendorganisation stets willkommen und kannst sofort Politik mitgestalten. Ganz konkret. Bis hinein in die "Mutterpartei", wo man sich über jede gute Idee von dir freut.
 
 
 
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