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Alt 17.07.2010, 14:07
Mädchen-Liebling
Registriert seit: 18.11.2008
Beiträge: 433
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Prozess über Mord an Brunner-Zivilcourage!

Hallo,

zur Zeit verläuft ja gerade der Prozess über den Mord an einen sehr couragierten Menschen, den 2 Jugendliche letzten Jahres in München zu Tode prügelten. Mich stimmt das alles sehr traurig und nachdenklich, zumal das Opfer- Dominik Brunner nur wenige Kilometer von meinem Wohnort lebte und anscheinend ein sehr freundlicher und beliebter Mensch gewesen war und nun nicht mehr bei diesem Prozess dabei sein kann um sich gegen seine Täter verteidigen zu können. Da stellt sich mir die Frage, sowie auch bestimmt vielen anderen, wie unsere Gesellschaft nur so verrohen kann?! Dominik Brunners Vater verfolgt schweigend den Prozess und erwähnte dass es ihm und seiner Frau körperlich und psychisch seit dem schrecklichen Vorfall schlecht ginge. Fraglich finde ich auch, ob die Täter nun nach 10 Monaten sich zur echten Reue bekennen. Zwar sagen sie, dass es ihnen leid tue und sie nicht wollten, dass das Opfer dabei ums Leben kam und dass sie wissen, dass diese Tat auf keinen Fall zu entschuldigen sei. Angeblich hatten die beiden Jugendlichen sich zum besseren gewendet, aber wer weiß das schon ganz genau? Ein 16-jähriger, der die Prügelei auf Brunner in Solln beobachtete, soll verzweifelt Passanten um Hilfe angeschrieen habe, doch niemand habe geholfen. Was nun ans Licht kam, war, dass Brunner nicht an den Folgen der Tritte und Schläge gestorben war, sondern an Herzversagen. Der 50jährige Manager litt unter einem vergrößerten Herzen und dennoch war sein Herzversagen anscheinend doch eine Folge der tödlichen Attacke.

Wie denkt ihr über das Ganze so, 10 Monate nach so einer Tat, die viele Menschen entsetzte und erschütterte? Habt ihr euch seitdem auch mehr vorgenommen, in der Öffentlichkeit couragierter zu handeln und wenn ja, wie würdet ihr vorgehen?
 
Alt 17.07.2010, 14:15
Mädchen-Liebling
Registriert seit: 21.06.2010
Beiträge: 225
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Als Außenstehender kann man glaube ich schwer feststellen, ob sich die zwei Jugendlich geändert oder gar verbessert haben. Trotzdem sollten sie beiden in den Knast, den Mord ist Mord, und nur weil sie 16 sind heißt das nicht, dass sie noch nicht differenziert genug denken können, um zu wissen, dass genug Tritte und Schläge, jemanden töten können (auch, wenn es in diesem Fall 'nur' der Auslöser war).

Ob ich mich couragierter verhalte? Nein. Als Frau hat man es generell schwerer, am Ende wird man verfolgt, vergewaltigt und/oder verprügelt. Und dazu ist mir mein Leben zu lieb.
 
Alt 17.07.2010, 15:20
Mädchen-Star
Registriert seit: 13.02.2010
Beiträge: 1.919
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Mittlerweile soll es wohl nicht einmal mehr ein Mord gewesen sein, sondern "nur" noch Totschlag. Brunner soll laut einer, meiner Meinung nach recht suspekten Zeugenaussage auch angeblich zuerst zugeschlagen haben mit den Worten "Ihr wollt's nicht anders"
Dazu kommt noch, dass er wohl nicht an den Tritten und Schlägen der Täter gestorben ist, sondern an Herzstillstand aufgrund eines Herzfehlers.
Analyse: Hält die Mordanklage im Fall Brunner stand? - Service - sueddeutsche.de

Das erbärmlichste an den Tätern ist allerdings die Tatsache, dass sie den Grund für ihre Aggressionen auf Brunner schieben und diesen beschuldigen, er habe zuerst Gewalt angewendet. Selbst wenn dies der Fall gewesen sein sollte, hätte wohl jeder Mensch bei einer Bedrohung dieser Art ähnlich aus einem Schutzreflex gehandelt.
Da Prävention in unserem Land wohl eine Illusion bleiben wird, müssen die Strafen für solche Täter in meinen Augen drastisch verschärft werden. Für immer wegsperren wäre für viele wohl die einfachste und bequemste Lösung. Da ich aber der Meinung bin, dass gerade Jugendliche und junge Erwachsene durchaus beeinflussbar sind, wäre das keine Dauerlösung. Ich bin aber mit Sicherheit auch kein Freund der stillen Treppe und anderen Kuschelbestrafungen wie man sie leider zu oft vorfindet. Die Gefängnishotels in Deutschland sind auch nicht unbedingt eine Alternative.
Wenn ich höre, dass man jungen Kriminellen als Strafe ein Buch zu lesen aufzwingt, frage ich mich ernsthaft, wo das in diesem Land noch enden soll. Dieses ganze sozialpädagogische Geschwätz kann doch Straftäter mehr ernst nehmen. Arbeitslager und Erziehungscamps wären in meinen Augen eine wesentlich bessere Lösung, wo die Jugendlichen lernen, andere zu respektieren, Gesetze zu befolgen usw. Es kann doch nicht sein, dass man sich nachts, und ich rede hier nicht von US-amerikanischen Ghettos, nicht mehr alleine auf die Sraßen trauen kann weil ein paar Jugendliche keine Werte und kein Rechtsverständnis mehr haben. Da gibt es auch den Einwand, Jugendliche bräuchten keine Strafen sondern Perspektiven. Wie soll ich aber in einem Land mit 4 Millionen Arbeitslosen, Finanzkrise, Firmenpleiten ohne Ende usw. einem Jugendlichen eine sorgenfreie Zukunft bescheinigen? Wo kämen wir denn hin, wenn jeder, der keine Arbeit, keine Zukunftsperspektive usw. hat, gleich einen anderen Menschen zu Tode prügelt?
In den Niederlanden gab es diese Diskussion bereits vor 12 Jahren:
Kriminelle Jugendliche ins Arbeitslager? - Nachrichten DIE WELT - WELT ONLINE
Was daraus geworden ist konnte ich bislang leider nicht finden.

Was die Zivilcourage angeht kann ich manche Leute sogar verstehen, wenn sie lieber aus der Ferne helfen statt direkt einzugreifen. Würde Herr Brunner noch leben könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass man ihn wegen Körperverletzung an den beiden Tätern belangen würde. Selbst Polizisten, die im Dienst einen Schwerkriminellen aus Notwehr erschießen finden sich nicht selten selbst auf der Anklagebank wieder. In dem Fall wäre es wohl sinnvoller, die Polizisten mit Wattebällchen auszurüsten damit sie die Täter mit einer ach so schweren Kindheit nicht verletzen können.
Im Übrigen würden die meisten hier wohl behaupten, sie würden sich im Falle einer solchen Prügelei ganz selbstverständlich einmischen. Dass das aber in der Realität ganz schnell ganz anders aussehen kann, können sich diese Leute vermutlich nicht vorstellen. Sicher ist es einfach, aus sicherer Entfernung von Zivilcourage zu sprechen, wenn man aber tatsächlich in eine derartige Situation kommt, hilft einem diese Theorie nichts mehr. Mit Zivilcourage im Fall Brunner verstehe ich allerdings nicht, die Polizei zu rufen oder den Tätern verbal entgegenzutreten. Die Zeit, bis die Polizei eintrifft bleibt dem Opfer nicht und verbale Äußerungen waren in diesem Fall wohl auch erfolglos. Da müsste man schon selbst körperlich aktiv werden. Allerdings scheint es mir gerade bei dieser Menschenmenge, die mit Sicherheit bei einigen ein erhöhtes Selbstbewusstsein ausgelöst hat, unbegreiflich, dass sich nicht mehrere Personen zusammengeschlossen haben, um gegen diese zwei Schläger vorzugehen. Demnach müsste man eigentlich die ganzen Gaffer wegen unterlassener Hilfeleistung anklagen.
 
Alt 17.07.2010, 17:13
Registriert seit: 21.02.2009
Beiträge: 3.471
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Zitat:
Zitat von john_locke
Mittlerweile soll es wohl nicht einmal mehr ein Mord gewesen sein, sondern "nur" noch Totschlag. Brunner soll laut einer, meiner Meinung nach recht suspekten Zeugenaussage auch angeblich zuerst zugeschlagen haben mit den Worten "Ihr wollt's nicht anders"
Dazu kommt noch, dass er wohl nicht an den Tritten und Schlägen der Täter gestorben ist, sondern an Herzstillstand aufgrund eines Herzfehlers.
Analyse: Hält die Mordanklage im Fall Brunner stand? - Service - sueddeutsche.de

Das erbärmlichste an den Tätern ist allerdings die Tatsache, dass sie den Grund für ihre Aggressionen auf Brunner schieben und diesen beschuldigen, er habe zuerst Gewalt angewendet. Selbst wenn dies der Fall gewesen sein sollte, hätte wohl jeder Mensch bei einer Bedrohung dieser Art ähnlich aus einem Schutzreflex gehandelt.
Da Prävention in unserem Land wohl eine Illusion bleiben wird, müssen die Strafen für solche Täter in meinen Augen drastisch verschärft werden. Für immer wegsperren wäre für viele wohl die einfachste und bequemste Lösung. Da ich aber der Meinung bin, dass gerade Jugendliche und junge Erwachsene durchaus beeinflussbar sind, wäre das keine Dauerlösung. Ich bin aber mit Sicherheit auch kein Freund der stillen Treppe und anderen Kuschelbestrafungen wie man sie leider zu oft vorfindet. Die Gefängnishotels in Deutschland sind auch nicht unbedingt eine Alternative.
Wenn ich höre, dass man jungen Kriminellen als Strafe ein Buch zu lesen aufzwingt, frage ich mich ernsthaft, wo das in diesem Land noch enden soll. Dieses ganze sozialpädagogische Geschwätz kann doch Straftäter mehr ernst nehmen. Arbeitslager und Erziehungscamps wären in meinen Augen eine wesentlich bessere Lösung, wo die Jugendlichen lernen, andere zu respektieren, Gesetze zu befolgen usw. Es kann doch nicht sein, dass man sich nachts, und ich rede hier nicht von US-amerikanischen Ghettos, nicht mehr alleine auf die Sraßen trauen kann weil ein paar Jugendliche keine Werte und kein Rechtsverständnis mehr haben. Da gibt es auch den Einwand, Jugendliche bräuchten keine Strafen sondern Perspektiven. Wie soll ich aber in einem Land mit 4 Millionen Arbeitslosen, Finanzkrise, Firmenpleiten ohne Ende usw. einem Jugendlichen eine sorgenfreie Zukunft bescheinigen? Wo kämen wir denn hin, wenn jeder, der keine Arbeit, keine Zukunftsperspektive usw. hat, gleich einen anderen Menschen zu Tode prügelt?
In den Niederlanden gab es diese Diskussion bereits vor 12 Jahren:
Kriminelle Jugendliche ins Arbeitslager? - Nachrichten DIE WELT - WELT ONLINE
Was daraus geworden ist konnte ich bislang leider nicht finden.

Was die Zivilcourage angeht kann ich manche Leute sogar verstehen, wenn sie lieber aus der Ferne helfen statt direkt einzugreifen. Würde Herr Brunner noch leben könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass man ihn wegen Körperverletzung an den beiden Tätern belangen würde. Selbst Polizisten, die im Dienst einen Schwerkriminellen aus Notwehr erschießen finden sich nicht selten selbst auf der Anklagebank wieder. In dem Fall wäre es wohl sinnvoller, die Polizisten mit Wattebällchen auszurüsten damit sie die Täter mit einer ach so schweren Kindheit nicht verletzen können.
Im Übrigen würden die meisten hier wohl behaupten, sie würden sich im Falle einer solchen Prügelei ganz selbstverständlich einmischen. Dass das aber in der Realität ganz schnell ganz anders aussehen kann, können sich diese Leute vermutlich nicht vorstellen. Sicher ist es einfach, aus sicherer Entfernung von Zivilcourage zu sprechen, wenn man aber tatsächlich in eine derartige Situation kommt, hilft einem diese Theorie nichts mehr. Mit Zivilcourage im Fall Brunner verstehe ich allerdings nicht, die Polizei zu rufen oder den Tätern verbal entgegenzutreten. Die Zeit, bis die Polizei eintrifft bleibt dem Opfer nicht und verbale Äußerungen waren in diesem Fall wohl auch erfolglos. Da müsste man schon selbst körperlich aktiv werden. Allerdings scheint es mir gerade bei dieser Menschenmenge, die mit Sicherheit bei einigen ein erhöhtes Selbstbewusstsein ausgelöst hat, unbegreiflich, dass sich nicht mehrere Personen zusammengeschlossen haben, um gegen diese zwei Schläger vorzugehen. Demnach müsste man eigentlich die ganzen Gaffer wegen unterlassener Hilfeleistung anklagen.
ich kann dir in allen punkten zustimmen und vor allem der letzte satz ist mir selbst in den letzten tagen auch durch den kopf gegangen...
 
Alt 18.07.2010, 22:46
Mädchen-Liebling
Registriert seit: 18.11.2008
Beiträge: 433
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dem stimme ich auch zu. Nach der Erkenntnis über Dominik Brunners Herzversagen ist es nun viel einfacher, aus Mord Körperverletzung zu machen, womit die Täter minder bestraft werden würden. Viel einfacher ist jedoch der Prozess auch deswegen geworden, weil das Opfer nun nicht mehr hier ist um sich hier verteidigen zu können.
 
Alt 18.07.2010, 22:58
Mädchen-Star
Registriert seit: 11.06.2009
Beiträge: 4.371
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Sie haben jemanden umgebracht, mir ist egal wie alt sie sind oder ob es ihnen leid tut. Solche Leute gehören bei Wasser und Trockenbrot weggesperrt, bis sie mit 80 Jahren im Knast sterben.
Und natürlich hätte jemand einschreiten müssen.
 
Alt 18.07.2010, 23:23
Mädchen-Star
Registriert seit: 13.02.2010
Beiträge: 1.919
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Was ich nicht so ganz nachvollziehen kann und wo vielleicht eine Medizin-Studentin, die es ja hier im Forum durchaus gibt, ist die Tatsache, dass er nicht an den Tritten und Schlägen gestorben sein soll, sondern an Herzversagen. Bislang dachte ich immer, jeder Mensch stirbt an Herzversagen^^
Im Umkehrschluss würde das für mich bedeuten, er wäre auch ohne die Tritte und Schläge an diesem Tag verstorben. Da das wohl eher nicht in Frage kommt, müsste das Herzversagen doch gerade wegen der Schläge und Tritte eingetreten sein.
Jedenfalls spielt diese Tatsache bei der Urteilsfindung für mich nur eine sehr geringe Rolle. Wer mit 22 Tritten und Schlägen gegen einen wehrlosen, am Boden liegenden Mann vorgeht, hat eine Todesfolge definitiv in Kauf genommen. Für einen Denkzettel hätte es auch ein weniger Hart dosierter Schlag getan. Dieses geheuchelte Mitleid nehme ich den Angeklagten bei der Brutalität und dem Vorstrafenregister in keinster Weise ab. Hier hat bei der früheren "Bestrafung" absolut alles versagt was nur versagen kann, worauf in meinen Augen jetzt nur die höchstmögliche Gefängnisstrafe folgen kann.
 
Alt 19.07.2010, 07:29
Mädchen-Star
Registriert seit: 05.07.2010
Beiträge: 1.689
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Zitat:
Zitat von john_locke
Was ich nicht so ganz nachvollziehen kann und wo vielleicht eine Medizin-Studentin, die es ja hier im Forum durchaus gibt, ist die Tatsache, dass er nicht an den Tritten und Schlägen gestorben sein soll, sondern an Herzversagen. Bislang dachte ich immer, jeder Mensch stirbt an Herzversagen^^
Ein vergrößertes Herz ist sau empfindlich auf jegliche Aufregung. Du kannst dir vorstellen, wie aufgeregt du bist, wenn dich zwei Typen niederprügeln, du am Boden liegst und sie weitermachen. Sicherlich kennst du die Redewendung "Ich hab fast 'nen Herzkasperl bekommen vor Schreck" - genau sowas ist das.


Was die Reue angeht, die würde ich gar nicht so bezweifeln. Kann zwar sein, dass es ihnen nicht Leid tut, aber die meisten Schläger haben trotzdem ein Gewissen. Bloß im Moment der Rage schaltet das Hirn ab. Natürlich ist das keine Entschuldigung, man sollte aber klären, wo das Problem liegt, denn ein "normaler" Mensch prügelt ja nicht hemmungslos auf jemanden ein, schon gar nicht aus solch nichtigen Gründen.

Eine fette Strafe muss sein, samt Therapie für beide Burschen. Und dann kann man weiter sehen.
 
Alt 19.07.2010, 15:25
Registriert seit: 30.09.2009
Beiträge: 6.663
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Zitat:
Zitat von john_locke
Was ich nicht so ganz nachvollziehen kann und wo vielleicht eine Medizin-Studentin, die es ja hier im Forum durchaus gibt, ist die Tatsache, dass er nicht an den Tritten und Schlägen gestorben sein soll, sondern an Herzversagen. Bislang dachte ich immer, jeder Mensch stirbt an Herzversagen^^
Im Umkehrschluss würde das für mich bedeuten, er wäre auch ohne die Tritte und Schläge an diesem Tag verstorben. Da das wohl eher nicht in Frage kommt, müsste das Herzversagen doch gerade wegen der Schläge und Tritte eingetreten sein.
für ein solches herzleiden ist adrenalin immer eine gefahr.
der körper schüttet bei schmerzen oder blutungen selbst zusätzliches adrenalin aus und auch bei gefahrsituationen..
somit wäre die überforderung der herzens indirekt auch durch dieschläge erfolgt

strafrechtlich ist dies aber nicht relevant, da die täter von der herzerkrankung nihcts wissen konnten und somit nicht damit rechnen konnten das jemand durch die folgen des angriffs auf sein herz stirbt.
für die unterscheidung mord / totschlag ist einzig und allein massgebend ob es eine tötungsabsicht bei den schlägen gab , bzw ob eine durchschnittlicher mensch dabei davon ausgehen konnte das er sein opfer dadurch töten würde
 
Alt 19.07.2010, 15:42
Mädchen-Star
Registriert seit: 13.02.2010
Beiträge: 1.919
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Zitat:
Zitat von rockdog_reloaded
bzw ob eine durchschnittlicher mensch dabei davon ausgehen konnte das er sein opfer dadurch töten würde
Also wenn ich mir die beiden Angeklagten so anschaue und mir vorstelle, von ihnen 22 Tritte und Schläge ohne Gegenwehr zu kassieren, wäre von mir wohl nicht mehr viel übrig. Bei dem Gewaltpotenzial welches sich aus dem Vorstrafenregister ergibt, dürften die Schläge sicherlich nicht zaghaft gewesen sein. Da braucht es dann auch keinen Zwei-Meter-Schrank um jemanden zu Tode zu prügeln - die pure Aggression genügt dafür schon.

Da Brunner Kampfsport betrieben hat, dürfte ihn sein Herzleiden im Alltag wohl nur äußerst gering belastet haben. Dass sich das Herz in solch einer Situation aber ganz anderen Belastungen ausgesetzt sieht, die das Herz schwächen können, ist aber mit Sicherheit auch bei völlig gesunden Menschen der Fall.
 
 
 
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