Frag Gabi
Isabell (13): Mein Vater und ich streiten uns ständig.
Seit einem Jahr bin ich oft unglücklich und weine. Meistens weiß ich selbst allerdings nicht so genau, warum. Oder ich mache mir Gedanken über den Tod und überlege, was meine Freunde machen würden, wenn ich nicht mehr da wäre. Dazu kommt noch, dass ich mich dauernd mit meinem Vater streite. Er regt sich auf, weil ich so schweigsam und in mich gekehrt bin. Warum versteht er mich nicht? Warum tröstet er mich nicht?
Liebe Isabell, deine Gefühle sind der Weltschmerz, der einen packt, wenn man die schützende Kindheit verlässt und seine kleine Nase in den rauen Wind des Lebens streckt. In deinem Leid steckt etwas zutiefst Kindliches! Du denkst: „Ihr werdet schon sehen, was ihr an mir habt, wenn ich nicht mehr da bin!“ In diesem Moment ist man drei Jahre alt und erwartet, dass einen Mama oder Papa wieder in die Arme nimmt – und alles wird gut. Du bist aber nicht mehr drei, du bist 13. Und jetzt kannst DU deinen Vater in den Arm nehmen und ihm sagen, dass du ihn liebst. Was glaubst du, wie er strahlen wird!
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