• Beim Intimwaxing zuschauen

    In diesem Wiener Beautysalon bekommst du Intimwaxing im Schaufenster - das ist der Grund

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Hier können dir alle beim Intimwaxing zuschauen

Die Wienerin Katja Wagner besitzt einen Beautysalon und macht nun ihrem Ärger auf Facebook Luft! Doch was ist passiert?

Ein Mitarbeiter der Behörden hat bei einer Inspektion erhebliche Mängel und ein „chaotisches Gesamtbild“ feststellen müssen, so diepresse.com. Vor allem der „Sichtkontakt ins Freie“ bei den Arbeitsräumen wäre nicht gewährleistet.

+ + Facebook-Post an das Arbeitsinspektorat + +

Das ließ die Dame nicht auf sich sitzen und verfasste diesen Facebook-Post an das Arbeitsinspektorat: „Sehr geehrtes Arbeitsinspektorat, vielen Dank für Ihren Besuch in unserem Salon. Wir erfüllen hiermit Ihre Anordnung, wonach Intim-Enthaarungen nur in Räumen mit Fenstern ins Freie durchgeführt werden dürfen.“

 

„Ich meinte zwar bisher, dass bei der Intim-Enthaarung ein diskreter Behandlungsraum ohne Zuschauer im Interesse unserer Kunden sei, aber Sie wissen es offenbar besser. Ihrem Wunsch komme ich hiermit nach und biete ab heute Brazilian Waxing in der Auslage mit ‚Sichtkontakt ins Freie‘ an, ganz wie Sie es wollten.“

„Für Sie haben wir uns auch eine ganz besondere Aktion ausgedacht: die ersten 10 ArbeitsinspektorInnen, die mir beweisen, dass ich offenbar zu prüde bin, um diese Anordnung zu verstehen, und die zu einem Intim-Waxing in der Auslage bei uns heute vorbeikommen, erhalten ein Pofalten-Waxing gratis dazu!“

„Zeigen Sie jetzt genau den Mut, den Sie beim Verfassen dieser Weisung an mich hatten, und kommen Sie uns auf ein behördenkonformes Intimwaxing mit Sicht ins Freie besuchen! Ich freue mich auf Ihr Kommen!“

Auf Facebook fand ihr Post viel Unterstützung und Zustimmung. Bis jetzt wurde über 27.000 Mal der „Gefällt mir“-Button gedrückt und der Post über 7.000 Mal geteilt. Doch es gibt nicht nur Unterstützer der ganzen Aktion.

So meldet sich laut diepresse.com Christoph Ertl, Pressesprecher des Sozialministeriums, zu Wort. Er sagt, dass sich der genannte „Sichtkontakt ins Freie“ auf die Arbeitsräume im ersten Stock bezieht – und nicht auf die Räume im Erdgeschoss, so wie auf dem Bild: „Kein Mensch will, dass in der Auslage gearbeitet wird.“

+ +  Alles also nur ein Mediengag? + +

Katja Wagner nimmt es gelassen und postet in den Kommentaren gleich noch ein Video hinterher, indem sie ihren gesamten Beautysalon zeigt und postet auch noch einen Teil des Schreibens mit. Dort steht wirklich, dass es sich um die Räume im Obergeschoss handelt.

 

Es gibt immer wieder skurrile Auflagen, über die man diskutieren sollte. Und vermutlich meinte es die Besitzerin nur lustig, indem sie den „Sichtkontakt ins Freie“ so übertrieben mit dem Blick zur Straße darstellte. Und genau deswegen ist es eine coole Aktion, wenn man solche Dinge auch mal öffentlich diskutiert! 

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