• Hast du bakterielle Vaginose?

    Rund 20 Prozent aller Frauen leiden mindestens einmal an dieser Krankheit.

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Hast du bakterielle Vaginose?

Hast du schon mal Jucken, Brennen oder streng riechenden Ausfluss in deinem Intimbereich bemerkt? Dann könntest du unter einer besonders tückischen Geschlechtskrankheit leiden: Der bakteriellen Vaginose. Oft bleibt sie unbemerkt, dabei betrifft sie viele Mädchen. Ob du betroffen bist und wie du dich davor schützen kannst, erfährst du hier. 

Die bakterielle Vaginose ("BV") lässt sich nicht so einfach diagnostizieren, denn viele Symptome deuten zunächst einmal auf andere Krankheiten hin. Brennen und Schmerzen beim Pinkeln müssen beispielsweise nicht für eine Blasenentzündung sprechen. Genauso wenig muss Juckreiz im Intimbereich auf eine Pilzinfektion hinweisen. Beides können Symptome für die bakterielle Vaginose sein. Da die Anzeichen für die häufig verbreitete Geschlechtskrankheit so vielseitig sind, ist es oft schwierig, sie zu deuten und zu behandeln. 

Auch Scheidenausfluss, kann auf Krankheiten hindeuten.

Was ist eine bakterielle Vaginose?

Wenn du dich zu oft untenherum wäschst oder mit vielen verschiedenen Jungs schläfst, kann es sein, dass deine Scheidenflora aus dem Ungleichgewicht geraten ist. Krankheitserregende Bakterien können sich dann ungehindert ausbreiten, da die Milchsäurebakterien, die für den sonst sauren ph-Wert deiner Scheide sorgen, nicht mehr gegen die vielen Keime ankommen. Bakterielle Vaginose ist also eine Geschlechtskrankheit und bedeutet, dass sich fremde Bakterien aufgrund einer zerstörten Scheidenflora ungehindert in deiner Vagina ausbreiten können. Ganze 20 Prozent aller Frauen sind mindestens einmal in ihrem Leben von bakteriellen Geschlechtskrankheiten, wie der Vaginose, betroffen! 

Welche Ursachen hat die bakterielle Vaginose?

Vor allem wechselnde Sexualpartner, aber auch Intimdeos oder "Douching", das Ausspülen der Vagina, können deinen natürlichen ph-Wert zerstören. Im Intimbereich liegt der normalerweise zwischen 3,8 und 4,4. Doch die oben genannten äußeren Einflüsse können den natürlichen Schutz gegen unerwünschte Keime schwächen. Dabei ist es gar nicht nötig, dass du deine Scheide aufwendig reinigst - das macht sie ganz von allein. Ein wenig Wasser oder mildes Duschgel reichen dabei völlig aus. 

Symptome der bakteriellen Vaginose

Zu den Symptomen der BV gehören vor allem dünnflüssiger, gräulich-weißlicher Scheidenausfluss begleitet von einem fischigen Geruch. Auch Brennen beim Pinkeln oder Juckreiz, Rötungen und Trockenheitsgefühl im Scheidenbereich können auf die Geschlechtskrankheit hinweisen. Doch Vorsicht: In 40 - 50 Prozent der Fälle verläuft eine BV asymptomatisch. Das heißt, betroffene Mädchen und Frauen spüren überhaupt keine Anzeichen. Bei Verdacht lieber gleich zum Frauenarzt gehen, statt mit Google Doktor zu spielen!

Behandlung der bakteriellen Vaginose

Der Arzt verschreibt Betroffenen Antibiotika, entweder in Form von Tabletten, Gels oder Cremes für den Vaginalbereich. Unbehandelt kann bakterielle Vaginose sonst zu ernsthaften Entzündungen des Gebärmutterhalses, der Eierstöcke und der Schleimhaut führen. Um zu verhindern, dass die Vaginose wiederkommt, sollten vor allem aggressive Waschmittel an der Vagina vermieden werden. Zur Vorbeugung hilft auch Baumwollunterwäsche, da diese eventuelle Feuchtigkeit aufsaugt. Auch schützen Kondome beim Geschlechtsverkehr vor fremden Keimen. 

Oft ist weniger also doch mehr und es ist besser, du wäschst deinen Intimbereich nur schonend und nicht zu oft. Nur so kannst du sichergehen, dass deine Scheidenflora bestehen bleibt und unerwünschte Keime keine Chance haben. Sorge, vor allem auch im Sommer, auch dafür, dass dein Intimbereich nicht zu vielen Bakterien und einer feuchten Umgebung ausgesetzt ist, denn auch das kann deine Scheidenflora durcheinander bringen. 

Hast du außerdem extreme Schmerzen während deiner Periode oder krampfartiges Stechen im Unterleib? Dann leidest du vielleicht unter Endometriose. Hier erfährst du alles über die Krankheit. 

Außerdem ist auch das PCO-Syndrom nicht zu unterschätzen.

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