Bauchnabelpiercing: Das musst du wissen

Du spielst mit dem Gedanken, dir ein Bauchnabelpiercing stechen zu lassen? Bevor du dich auf den Weg ins Piercingstudio machst, lohnt sich ein Blick auf unsere Facts…

Piercing kommt aus dem Englischen, und zwar von „to pierce“ und bedeutet „durchbohren“, „durchstechen“. Piercings kann man sich in fast allen Körperteilen machen lassen, z.B. der Nase, den Augenbrauen, der Lippe, Zunge, dem Bauchnabel, aber auch an den Geschlechtsteilen. Bevor man sich piercen lässt, sollte man sich aber gut informieren und in ein professionelles Piercingstudio oder zu einem Arzt gehen. Grundsätzlich darf man sich ab 16 Jahren piercen lassen, jedoch - wie auch bei Tattoos der Fall - nur mit der Einverständniserklärung der Eltern. Dabei muss man deren Unterschrift mit ihrem Ausweis belegen können. Ab 18 kann man selbst entscheiden, ob man sich piercen lassen möchte.

Schön ist ein flacher Bauch im Bikini mit einem Bauchnabelpiercing allemal. Doch ganz so easy ist der Körperschmuck an dieser Stelle nicht. Risiken für deine Gesundheit lauern nicht nur bei unprofessionellen Piercing-Studios, sondern auch bei falscher Pflege. Worauf es beim Piercing ankommt? Check die Infos!

+ Darf ich ein Bauchnabelpiercing haben?

Das kommt auf dein Alter an. Wenn du schon über 18 Jahre alt bist, ist ein Bauchnabelpiercing natürlich rechtlich kein Problem. Unter 18 brauchst du in jedem Fall eine Einverständniserklärung deiner Eltern. Wenn du unter 14 Jahre alt bist, muss jedes Profi-Studio dich als Kunden ablehnen, ob mit oder ohne Einverständnis der Eltern.

+ Meine Eltern haben dem Bauchnabelpiercing zugestimmt. Und nun?

Zu allererst ist es wichtig, dass du dir ein gutes Piercing-Studio aussuchst. Am besten du lässt dich vor Ort beraten und schaust dich um. Wird steril gearbeitet? Ist es allgemein sauber? Nimmt man sich Zeit für dich und berät dich? Wirst du über Risiken aufgeklärt? Wenn das alles stimmt und du ein gutes Gefühl dabei hast, dann steht dem Termin nichts mehr im Weg.

Viele Eltern würden wohl gerne Piercings für Jugendliche abschaffen wollen. Wie stehst du dazu? Stimm ab!

Soll Piercing bei Jugendlichen verboten werden?

Plus: Professionelle Studios werden die Einverständniserklärung deiner Eltern immer einfordern und auf keinen Fall einfach so ohne Nachfragen piercen – denn deine Eltern könnten das Studio wegen Körperverletzung verklagen!

Bauchnabelpiercing

Bauchnabelpiercing stechen: Risiken & Pflege

Der Bauchnabel ist keine ganz einfache Stelle für ein Piercing, vor allem wenn der Bauch sehr dünn und straff ist. Zum einen ist es dann komplizierter, die passende Stelle zu finden, wenn sehr wenig "Material" da ist, zum anderen heilt ein Bauchnabelpiercing generell schlechter ab als Piercings an anderen Stellen.

Das liegt daran, dass die Haut am Bauch unter größerer Spannung steht und anliegende Kleidung reiben kann. Bis zu einem Jahr kann es im Extremfall dauern, bis die Piercingwunde vollständig abgeheilt ist. Mit sechs Wochen bis drei Monaten solltest du mindestens rechnen.

+ Wie wird ein Bauchnabelpiercing gestochen?

Das Bauchnabelpiercing wird im Liegen gestochen, weil der Bauch und damit auch die Haut entspannter ist. Dann wird großzügig desinfiziert und die Stellen, an denen das Piercing gestochen werden soll, markiert. Mit einer speziellen Zange wird die Haut fixiert und eine Nadel durch die Markierungen gestochen. In den meisten Fällen wird nicht direkt durch den Nabel gestochen, sondern durch die Hautfalte oberhalb. Gleichzeitig mit der Nadel wird ein kleiner Plastikschlauch das frische Loch geführt, durch den der Piercingschmuck gezogen wird. Zum Schluss wird der Schlauch wieder entfernt. Fertig!

Jungs über Piercing bei Mädchen

+ Es ist vollbracht. Wie pflege ich mein Bauchnabelpiercing?

In der ersten Zeit wird das Piercing mit einem sterilen Verband oder Pflaster abgedeckt, damit die frische Wunde sich nicht infiziert. Das Pflaster muss regelmäßig gewechselt und die Wunde desinfiziert werden. Generell gilt: Hygiene ist jetzt das A und O! Schwimmbäder und auch die eigene Badewanne sind erst mal tabu, die Entzündungsgefahr ist einfach zu groß. Auch solltest du jede Hautreizung meiden – dazu gehört auch Solariumsverzicht, wenig Sport und nicht allzu enge und scheuernde Kleidung am Bauch. Wenn du einen anderen Schmuck einsetzen willst, so geht das frühestens nach zwei Monaten. Auf jeden Fall sollte das Bauchnabelpiercing vollständig abgeheilt sein.

Wenn das Piercing anfängt zu schmerzen, die Haut sich sehr rötet und deutlich entzündet oder gar eitert, solltest du nicht lange warten und zum Arzt gehen. Denn unbehandelt kann sich eine solche Infektion ausbreiten und wirklich gefährlich werden.

Wie findest du Bauchnabelpiercings generell? Verrat uns deine Meinung im Pro & Contra!

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