• Ben & Jerry's: Glyphosat auch im Eis in Deutschland gefunden

    13 von 14 getesteten Sorten waren positiv.

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Ben & Jerry's: Glyphosat im Eis - jetzt auch in Deutschland

Wir lieben Ben & Jerry’s Eis! Wir könnten uns einfach in einen Becher reinsetzen und so viel Eis essen, bis wir einfach überall nur noch hinkugeln können. Und so ein Becher Ben & Jerry’s Eis (wir meinen hier den großen Becher, mit so kleinen geben wir uns nicht zufrieden) ist ja auch schnell verputzt. Doch leider ist uns jetzt etwas die Eislust vergangen, denn in Ben & Jerry’s Eisbechern wurde ein Stoff gefunden, der in Verdacht steht Krebs zu verursachen. Und das jetzt auch in Deutschland. 

Ben & Jerry's: krebserregender Stoff Glyphosat gefunden

Leider kam bei neuen Tests nun heraus, dass auch Ben & Jerry’s Eisbecher in Deutschland und in drei anderen europäischen Ländern Glyophosat enthalten. 13 von 14 Proben wurden positiv getestet. Das stellte man nun bei Untersuchungen aus Großbritannien und Frankreich fest. Die Ergebnisse wurden am Dienstag bei einer Sitzung der Grünen im Europäischen Parlament vorgestellt.

Glyphosat auch in Ben & Jerry’s Eisbechern in Deutschland

Die Menge des Glyphosatanteils liegt mit 1,23 Nanogramm pro Milliliter zwar unter der gesetzlichen Grenze und Ben & Jerry’s beteuert auch, dass die Menge absolut unbedenklich ist, aber der Forscher Gilles-Eric Séralini sieht das anders. Er findet die gesetzlichen Grenzen veraltet, denn selbst kleinste Mengen des Unkrautvernichters Glyphosat können bei stetigem Verzehr, laut Tests, zu Leber- und Nierenschäden führen.

Verbraucherschützer vermuten, dass das Glyphosat über die Milch in das Eis gelangt ist. Auch der Keksteig könnte betroffen sein. Ganz sicher ist man sich jedoch nicht, denn Glyphosat wird in der Landwirtschaft viel verwendet und kann sogar das Wasser verseuchen.

Wir hoffen nur, dass bald die Ursache gefunden wird und wir wieder ohne Bedenken unser Ben & Jerry’s Eis genießen können. 

(31.07.2017) Ben & Jerry's: Glyphosat im Eis in den USA - diese Sorten sind betroffen

Das finnische Forschungsinstitute „Organic Consumers Association“ testete mehrere Produkte in den USA auf Glyphosat. Leider waren von den elf Ben & Jerry’s Testproben zehn Sorten betroffen, die tatsächlich kleine Mengen des vermeintlich krebserregenden Stoffes enthielten.

Wie kam das Glyphosat in das Ben & Jerry’s Eis?

Gerade für eine Marke wie Ben & Jerry’s, die „Fairtrade“ und „Umweltschutz“ großschreibt, ist das ein herber Schlag. Vor allem da sich die Eisfirma laut des Global Directors für soziale Werte, Rob Michalak, nicht erklären kann, wie das Glyphosat in das Eis kam. Die Firma verwendet eigentlich keine Zutaten, die genetisch veränderte Stoffe enthalten, wie etwa Mais und Soja, da diese häufig mit Gylphosat behandelt werden.  Auch die verwendete Milch soll fast nur von Kühen kommen, die auch nicht mit solchem Getreide gefüttert wurden. Und trotzdem sind zehn von elf getesteten Sorten betroffen. „Wir arbeiten gerade daran, so weit wie möglich von G.M.O s (genetisch modifizierte Organismen) wegzukommen. Aber dann kommen plötzlich diese Testergebnisse heraus und wir müssen jetzt einfach erst einmal nachvollziehen, woher das darin gefundene Glyphosat kommt. Vielleicht stammt es von etwas, was nicht direkt in unserer Zuliefererkette ist, wodurch es uns entgangenen ist“, so Michalak gegenüber der New York Times.

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Diese Ben & Jerry’s Eissorten sind vom Glyphosat betroffen

Leider finden sich unter den positiv getesteten Eissorten viele beliebte Geschmacksrichtungen. Hier findest du die Liste:

  • Cherry Garcia
  • Vanilla
  • Half Baked
  • Americone Dream
  • Chocolate Chip Cookie Dough
  • Phish Food
  • The Tonight Dough
  • Peanut Butter Cup
  • Peanut Butter Cookie
  • Chocolate Fudge Brownie

 

Hier findest du Rezeptideen, um selbst Eis zu machen

Das Einzige, was uns erleichtert: Es waren Proben aus den USA, was bedeutet, dass diese nicht gleich den europäischen Inhaltsstoffen entsprechen, denn diese werden in den Niderlanden produziert und stammen aus einer anderen Produktionskette. Und auch die Menge war zum Glück so gering, dass man seeeeehr viel Eis essen muss, bis es wirklich richtig gefährlich wird. Aber trotzdem hinterlässt das Ergebnis einen faden Beigeschmack, auch wenn wir 25.000 Kugeln Ben & Jerry’s Eis über mehrere Jahre essen müssten. Denn mal ganz ehrlich, wer will schon überhaupt etwas Essen, was Glyphosat enthält? Wir hoffen nur, dass Ben & Jerry’s bald die Quelle dafür findet. 

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