• #bundesjugendspieleweg

    Vielleicht gibt es die Sportveranstaltung schon bald an den Schulen nicht mehr! Könnt ihr euch das vorstellen?

weiterlesen

#bundesjugendspieleweg: Gibt es sie bald nicht mehr?

Mathebuch, Lineal, Füller und Malkasten kommen einmal im Jahr nicht in die Schultasche. Stattdessen wird diese mit Sportschuhen, Laufhose, T-Shirt und Deo bepackt! Es ist wieder Zeit für die Bundesjugendspiele. Seit mehr als 60 Jahren gibt es diesen Wettkampf schon und jedes Jahr wieder treten Schüler in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Doch nun hat eine Mutter eine Petition ins Leben gerufen, die gegen die Ausführung der alljährlichen Wettkämpfe ist.

Vielleicht findet der Wettkampf schon bald nicht mehr statt. (Foto:

Jeder ist dabei!

Kurz vor den Sommerferien ist es meist soweit. Die Mathelehrer stehen dann mit einem Maßband am Sandkasten des Weitsprungs und die Englischlehrer stoppen die Zeit beim 50 Meter Sprint. Die Bundesjugendspiele haben eine lange Tradition und bringen alle Schüler einmal im Jahr auf den Sportplatz. Dann heißt es wieder möglichst weit springen, so weit es nur geht werfen und ganz schnell laufen. Eigentlich klingt das nach einer lustigen Veranstaltung für die ganze Schule, die auch mal außerhalb der vier Schulwände stattfindet.

Doch das soll jetzt nicht mehr so weiter gehen. Eine Mutter hat eine Online-Petition gegen die Bundesjugendspiele gestartet. Sie will also möglichst viele Stimmen für eine Abschaffung dieses Wettkampfes in den Schulen sammeln.


Warum will sie die Bundesjugendspiele abschaffen?

Begonnen hat alles mit ihrem kleinen Sohn. Dieser kam nach den letzten Bundesjugendspielen weinend nach Hause, denn er hat eine Teilnehmerurkunde bekommen. Eigentlich könnte man meinen, dass das doch super ist, wer sich hier auskennt weiß allerdings, dass es auch noch die Ehrenurkunden gibt. Diese wurden sogar vom Bundespräsidenten persönlich unterschrieben. Natürlich hätten viele Schüler total gerne eine Ehrenurkunde oder sogar eine Medaille. Die Teilnehmerurkunde ist laut der Mutter aber mehr ein Trostpreis, der kaum jemanden tröstet.

Kurzum postete die Mutter auf Twitter: „Heulender Sohn kommt mit "Teilnehmerurkunde" von den Bundesjugendspielen heim. Erwäge Petition zur Abschaffung selbiger. Ernsthaft.“. Scheinbar denkt nicht nur sie so, denn es gab eine riesen Resonanz auf ihren Post und die Petition ist inzwischen auch schon in vollem Gange. Auf Twitter posten jetzt viele unter dem Hashtag #bundesjugendspieleweg ihre eigenen Erfahrungen mit dem Wettkampf.

Das Hauptargument der Mutter lautet: Sport solle Spaß machen, für ein gutes Körpergefühl und Selbstbewusstsein sorgen. Der Zwang zur Teilnahme und das Gefühl, vor den Schulkameraden gedemütigt zu werden, erzeugt aber das genaue Gegenteil.

Die einen sind also der Meinung, dass Kinder, die etwas unsportlicher sind, durch diesen Wettbewerb gedemütigt werden. Natürlich kann das auch schnell zu Mobbing führen. Die anderen denken eher, dass ein Tag an der frischen Luft allen gut tut und nicht jeder in allen Schulfächern gut sein kann. Wir sind gespannt, wie diese Diskussion ausgeht!

Was denkst du? Sollten die Bundesjugendspiele abgeschafft werden oder fändest du es schade, wenn sie nicht mehr stattfinden?

Machst du gerne richtig wilden Extremsport oder reicht dir dein Fahradweg in die Schule? Mach den Test und finde heraus, wie du in Sachen Sport tatsächlich tickst: Welcher Sport-Typ bist du?

mehr zum Thema