• Ist Deo schon bald ab 18?

    Eltern fordern Mindestalter bei Sprühdeos

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Deo ab 18? Eltern fordern ein Mindestalter bei Sprühdeos

Dass Deos schädliche Stoffe enthalten, die Brustkrebs fördern können, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Doch auch die Dämpfe von Sprühdeos können schädlich sein. Jetzt wollen Eltern aus Großbritannien, dass an Teenager unter 18 Jahren keine Sprühdeos mehr verkauft werden. Grund dafür ist der Tod ihrer Tochter Jess.

Junge Frau mit Sprühdeo

Trigger-Warnung: Dieser Artikel handelt von Drogensucht und kann von manchen Lesern als verstörend empfunden werden.

Der Tod der 12-jährigen Jess Anderson war ein Schock für ihre Familie und Freunde. Sie war keinen natürlichen Tod gestorben, sondern verfiel der Sucht des Schnüffeln von Sprühdeos. Eine Woche später fand ihr Zwillingsbruder Jess tot in ihrem Zimmer auf. Neben ihr lagen mehrere Dosen Deospray. Untersuchungen zufolge starb die 12-Jährige an einer Vergiftung durch die Dämpfe Aerosol, die in dem Deo enthalten waren. 

Der Tod von Jess durch die Treibgase ist leider kein Einzelfall. Bereits in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Meldungen, dass Jugendliche süchtig nach dem Schnüffeln von Deos sind. Experten sind sogar der Meinung, dass dieses Gas als Einstiegsdroge gilt. Durch das Einatmen von Sprühdeos entsteht im Gehirn sowie Blutkreislauf ein Sauerstoffmangel. Dieser versetzt denjenigen dann in eine Art Rausch, die Wahrnehmung ist gedämpft und man wird müde und entspannt. Nicht selten ist das Resultat dann der Tod durch Ersticken. 

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Familie möchte Verkauf von Deosprays an Minderjährige verbieten

Das Problem hierbei ist der einfach Zugang zu den Deosprays. Der Reiz ist somit vor allem bei Jugendlichen groß, die sich berauschen wollen, aber nicht in die Illegalität harter Drogen abdriften möchten. Diesem Problem möchte jetzt die Familie von Jess entgegenwirken. Gemeinsam mit Jess' ehemaliger Schule und anderen Helfern gründeten sie eine Stiftung, die sich nun für die Aufklärung der Folgen des Schnüffelns einsetzen. „Wir müssen Eltern, junge Leute und Kinder darauf aufmerksam machen, denn ich wusste absolut nicht, was da los war, erzählt Jess' Mutter gegenüber der Daily Mail. 

Um andere Teenager vor diesem schrecklichen Absturz in die Drogenabhängigkeit oder sogar vor dem Tod zu bewahren, versucht die Stiftung eine Gesetzesänderung zu erwirken. Sie fordern ein Verkaufsverbot von Deosorays an Jugendliche unter 18 Jahre. Zwar wollen sie diese Regelung vorerst in Großbritannien durchdrücken - sollte das aber von Erfolg sein, ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz weltweit greift, nicht allzu gering. 

Grundsätzlich gilt: Finger weg! Bereits ein einmaliges Schnüffeln kann zu irreparablen Schädigungen im Gehirn führen. Im schlimmsten Fall kann sogar bereits beim ersten Mal der Tod eintreten. 

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