• Hotelbesitzer schickt Bloggerin Rechnung über 4,3 Millionen Euro

    Alles begann damit, dass sie "nur" 5 Tage kostenlos übernachten wollte

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Bloggerin Elle Darby bekommt von Hotelbesitzer eine Rechnung über 4,3 Millionen Euro

Bloggerin und YouTuberin Elle Darby wollte ein kostenloses Wochenende in Dublin abstauben, doch das ging mächtig nach hinten los. Denn der Hotelbesitzer reagierte auf so eine Anfrage ziemlich sauer und jetzt schickte er ihr eine Rechnung über 4,3 Millionen Euro. 

Hotel

Als die Influencerin Elle Darby in einem Hotel in Dublin anfragte, ob sie einen romantischen Aufenthalt für sich und ihren Freund umsonst bekommen könnte – im Gegenzug würde sie ein paar Social-Media-Posts machen –, reagierte der Hotelbesitzer Paul Stenson empört und veröffentlichte die Anfrage plus seine Antwort auf Facebook.

Elle fühlte sich im Unrecht und machte ihrem Ärger auf ihrem Kanal Luft: Das seien ja alles nur ältere Menschen, die von Social Media und der jüngeren Generation keine Ahnung hätten. Doch solche Aussagen ließ der Hotelbesitzer nicht auf sich sitzen. 

Der postete jetzt auf Facebook eine Rechnung für seine Dienste an die YouTuberin, da sie durch die ganze Aktion mit seinem ersten Post so viele Klicks, Abos und Views bekommen hat. Ob Elle Darby wohl die Rechnung über 4,3 Millionen (plus Mehrwertsteuer!) begleichen wird? Wohl kaum.

Außerdem hat nicht nur Elle von der ganzen Sache profitiert - auch der Hotelbesitzer zieht aus der ganzen Sache auf lustige Art und Weise Profit. 

Die ganze Geschichte: Elle Darby wird von Hotelbesitzer bloßgestellt 

Wir kennen es alle: Das leichte Neid-Gefühl, welches dezent in uns heranwächst, während wir die Bilder und Videos von Bloggern und Influencern anschauen, in denen sie es sich mal wieder richtig gut gehen lassen. Die Bilder zeigen oftmals irgendwelche pompösen Luxushotels mit vollgedeckten Frühstückstischen und türkis-farbigen Pools. Doch wie können sie sich das immer leisten? Ganz einfach: mit Kooperationen – das Geben- und Nehmen-Prinzip. Kostenlose Unterkunft gegen Post oder Video. Viele Hotels machen das, um vor allem bei dem jungen Publikum nicht in Vergessenheit zu geraten. Je größer der Blogger, desto luxuriöser die Unterkunft.

Natürlich wollte sich das auch die Bloggerin Elle Darby zu Nutzen machen. Für den anstehenden Valentinstag hatte sie sich etwas ganz besonderes für sich und ihren Freund ausgedacht: fünf Tage in einem Luxus-Hotel in Dublin. Nach einer ausführlichen Recherche fiel ihre Wahl dann letztendlich auf das noble „The White Moose Café“-Hotel und sie beschloss, eine Anfrage für eine „äußerst spannende Kollaboration“. Immerhin sei sie eine äußerst erfolgreiche Social Media Influencerin in den Bereichen Lifestyle, Beauty und Reisen. Auf ihrem YouTube-Kanal hat sie mittlerweile über 90.000 Abonnenten und ihrem Instagram-Account folgen rund 85.000 Fans. Man sollte meinen, dass es sich hierbei schon um eine beachtliche Summe handelt.

Hotel wehrt sich schriftlich gegen Anfragen von Influencern

Doch handelt es sich bei einer derartigen Anfrage um Schmarotzen? Das sieht zumindest das Hotel so, denn sie veröffentlichten die Anfrage von Elle auf Facebook und machten ihrem Ärger über diese Anfrage Luft:

„Liebe Influencerin, vielen Dank für Ihre E-Mail, in der Sie nach einer kostenlosen Unterbringung im Gegenzug für ein wenig Werbung anfragen. Es braucht reichlich Mut, so eine E-Mail zu verschicken, aber leider auch ziemlich wenig Selbstachtung und Würde. Wenn Sie als Gegenzug für eine Erwähnung in einem Ihrer YouTube-Clips in unserem Hotel kostenlos wohnen, darf ich Sie dann fragen, wer die Angestellten dafür bezahlen darf, die sich während Ihres Aufenthalts um Sie kümmern? Wer zahlt die Zimmermädchen, die Ihr Zimmer reinigen werden? Die Kellner, die Ihr Frühstück servieren? Die Rezeptionistin, die Sie eincheckt? Wer kommt für Licht- und Heizungskosten auf, die Sie während dieser 5 Tage verbrauchen? Wie darf ich meinen Mitarbeitern erklären, dass sie in Ihrem Video zu sehen sein werden, statt ein vernünftiges Entgelt für ihre Arbeit, die sie für Sie tätigen, zu erhalten?“

Außerdem schrieb Paul Stenson in diesem Brief, dass er selbst ein wenig in seiner Freizeit blogge und niemals, nicht einmal in einer Million Jahren, jemanden bitten würde, etwas umsonst zu bekommen. Ganz zum Schluss gab es dann noch ein kurzes „P.S.: Die Antwort lautet Nein.“ Autsch! Das ist mal eine ganz schön harte Absage. Das sahen auch die Fans so, denn ab diesem Moment hagelte es ziemlichen Shitstorm. Doch nicht etwa unter dem Post des Hotels, sondern auf allen Social-Media-Kanälen von Elle Darby. Denn auch wenn das Hotel den Namen von Elle in ihrer Anfrage unkenntlich gemacht hatte, wurde sie dennoch schnell als Verfasserin entlarvt. Etwas, das sie nicht auf sich sitzen lassen wollte. Aus diesem Grund veröffentlichte sie ein Video mit dem Titel „Ich wurde bloßgestellt (SO peinlich)“

Elle Darbys Antwort auf die Bloßstellung 

In ihrem Video erzählt sie, dass sie nicht das Gefühl habe, etwas falsch gemacht zu haben. Sie wollte nur ihr Business vorantreiben und fühle sich nach der Bloßstellung nun wie eine elende Schnorrerin. Außerdem fügte sie hinzu, dass Menschen über 30 Jahren doch „keine Ahnung haben, wie Social Media heutzutage funktioniert“

Doch damit ist es nicht getan, denn der Teufelskreis drehte sich weiter. Nachdem das „The White Moose Café“-Hotel als Reaktion auf Elles Video eine negative Kritik nach der anderen erntete, meldete sich der Manager erneut zu Wort. Auf Facebook schrieb er: „Das fragliche Mädchen wurde nie in meinem ursprünglichen Beitrag identifiziert. Sie selbst entschied sich dazu, ein Video dazu aufzunehmen. Sich selbst derartig als Opfer darzustellen, ist in der Blogger-Szene weit verbreitet.“ Am Ende ließ er es sich nicht nehmen, Blogger dazu aufzufordern, sich einen gescheiten Job zu suchen. Dann wäre es ihnen vielleicht auch möglich, für Dinge zu bezahlen – so wie das eben jeder normale Mensch macht. 

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