• Facebook-Diss: Strafe

    Ein Schüler aus Bonn pöbelte gegen seine Lehrerin im Netz. Jetzt muss er eine hohe Geldstrafe zahlen!

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Schüler zahlt Strafe wegen Facebook-Mobbing

Ein Schüler musste eine hohe Geldstrafe zahlen, weil er seine Lehrerin auf Facebook bedrohte und beleidigte. Was er als üblen aber wohl harmlosen Scherz meinte, ging der Lehrerin sehr nah. Nun wurde er zur Kasse gebeten.

Foto: Thinkstock

Im März 2012 postete ein Schüler aus der Nähe von Bonn eine Pistole aus Satzzeichen und schrieb dazu, dass dies „extra nur“ für seine verhasste Lehrerin sei. Diese konnte den Post zwar nicht einsehen, aber natürlich sprach sich die Sache rum. Erst landete das Waffen-Posting bei der Lehrerin, später auch bei der Direktion, dann vor Gericht.

Die betroffene Lehrerin meldete sich daraufhin mehrere Monate krank, Psychologen attestierten ihr eine posttraumatische Belastungsstörung. Ausgelöst von der stilisierten Waffe. Der Arbeitsausfall der Pädagogin kostete das Land NRW rund 14.000 Euro - eine nicht gerade mickrige Summe, die sich das Land von dem Schüler zurückholen wollte.

Die Lehrerin war schon vor dem Vorfall krank, was der Schüler allerdings nicht wusste. So argumentierte jedenfalls das Landesgericht Bonn, um die Schadenersatzforderungen zu schmälern. Außerdem hatte der Schüler den Post nicht öffentlich gemacht – in dem Denken, seine Lehrerin würde seinen üblen Scherz gar nicht einsehen können. Seine Anwälte behielten Recht: Der mittlerweile 18-Jährige muss keine 14 000 Euro bezahlen. Jedoch muss er 1000 Euro flüssig machen. Zwar eher aus erzieherischen Gründen, als als Ausgleichszahlung, aber anscheinend mit Wirkung: Der Schüler räumte schon ein, „er habe Scheiße gebaut“.Außerdem zeigt dieses Urteil einmal mehr, dass es nicht egal ist, was man auf Facebook oder anderen sozialen Netzwerken postet. Mobbing und Beleidungen sind schrecklich und strafbar - egal, wo sie stattfinden!

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