• Nomophobie: Unter dieser "Krankheit" leiden ALLE - du sicher auch

    Sie ist sehr verbreitet unter jungen Menschen.

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Nomophobie: Unter dieser "Krankheit" leiden ALLE

Dieses Kitzeln in den Fingern, wenn du weißt, dein Handy liegt neben dir, aber du kannst nicht darauf schauen. Oder dieses leere Gefühl, wenn du bemerkst, dass du ohne dein Handy aus dem Haus bist. Du kennst beides? Dann leidest du wohl an Nomophobie.

Nomophobia: neue Krankheit von Jugendlichen

Nichts ahnend gehst du aus dem Haus, spazierst vor dich hin, da fällt dir ein, dass du deiner BFF schnell eine Nachricht schicken willst. Du fängst an in deiner Tasche zu wühlen, aber „Mist“ du findest dein Handy nicht gleich auf Anhieb. Daraufhin wühlst du panischer und immer schneller in deiner Tasche, bis dir plötzlich siedend heiß einfällt: „Ich habe mein Handy zu Hause liegen lassen!“ Das Gefühl, das dich danach überkommt, ist unbeschreiblich. Du fühlst dich seltsam, so allein, irgendwie von der Welt abgeschnitten und als ob etwas von dir fehlen würde. Dieses Szenario ist typisch für Nomophobie-Kranke.

Was genau ist Nomophobie?

Nomo was? Nomophobie – das kommt aus dem Englischen und ist eine Abkürzung für „No-Mobile-Phone-Phobia“. Es bezeichnet quasi die neue „Krankheit“, unter welcher der Großteil der 18- bis 26-Jährigen laut einer Studie der Eötvös Lorand Universität aus Ungarn leidet und bedeutet schlichtweg, dass wir handysüchtig sind. Denn bis zu 85 Mal schauen wir im Normalfall täglich auf unser Handy.

Nomophobie: Die Studie

Bei Versuchen wurden die Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die einen mussten ihr Handy abgegeben, die anderen nicht. Anschließend führten beide Gruppen Aufgaben aus und ihr Puls wurde gemessen. Fazit: Das Stresslevel der Teilnehmer ohne Handy war deutlich erhöht. Was so viel bedeutet wie, dass sie deutlich unter Entzugserscheinungen litten. Sie fühlten sich, wie oben beschrieben, von der Welt abgeschnitten. Gab man ihnen ein Handy, nicht einmal ihres, sondern irgendeines, waren sie gleich ruhiger.

Warum leidet man unter Nomophobie?

Aber warum ist dem so? Gerade für junge Leute ist das Handy das „Tor zur Außenwelt“. Hier können sie mit Freunden in Kontakt treten, erfahren was sonst noch so passiert und haben immer das Gefühl die ersten zu sein, die etwas erfahren.

Symptome für Nomophobie

Neben der bekannten Leere und Unruhe gibt es tatsächlich noch weitere Symptome dafür. Diese wären:

  • Angstzustände, Nervosität bis hin zu Depressionen, wenn das Handy nicht mit dabei ist.
  • Auch Schweißausbrüche, Herzklopfen oder Panik können auftreten.
  • Ein stetiges Verlangen nach dem Smartphone.
  • Stetiges Unwohlsein, wenn das Handy aus oder nicht mit von der Partie ist.

Was tun gegen Nomophobie?

Eindeutig häufiger einmal darauf verzichten – das ist der einzige Ausweg. Man muss sich ja so nicht komplett von der Welt abschneiden. Es reicht schon, wenn wir uns mit Freunden treffen und dann in dieser Zeit einfach einmal bewusst nicht auf das Handy schauen. Ist auch für die Kommunikation mal wieder viel besser, wenn man sie ansieht und nicht jeder die ganze Zeit auf das Handy starrt. Oder versuch mal, wenn du Zeit mit deiner Familie verbringst, nicht auf das Handy zu schauen. Außerdem könntest du, wenn du mal kurz aus dem Haus gehst, dein Smartphone bewusst zu Hause lassen.

Das mag nicht viel erscheinen, aber so lernst du zumindest etwas Abstand von deinem Handy zu bekommen. Vielleicht fallen dann das nächste Mal die Symptome der Nomophobie nicht ganz so stark aus und du erleidest keine halbe Panikattacke, wenn du mal wieder dein Handy vergisst oder der Akku leer ist.

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