• Hinter diesem Strandbild verbirgt sich ein trauriges Geheimnis

    Nichts ist so, wie es scheint

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Wir vermüllen mit unserem Plastik das Paradies!

Ein weißer Traumstrand, türkisfarbenes Wasser, Palmen – kurz ein Paradies. Oder nicht? Nein, denn die Bloggerin Amelia Whelan postete auf Facebook Fotos, wie die Traumstrände zum Teil in Wirklichkeit aussehen – und das ist alles andere als traumhaft. Überall liegt Plastikmüll. Deswegen startete sie ein Aufruf, sich mehr um unser Paradies zu sorgen. 

Wir Vermüllen mitunserem Plastikmüll das Paradies!

Ein Strand in Bali, ein Strand auf den Philippinen, ein Strand in Hawaii und was haben sie alle gemeinsam? Sie sind komplett mit Plastikmüll übersäht. Amelia Whelan postete auf ihrem Facebook-Account zahlreiche Bilder und Videos von einem Strand auf Bali, der die ganze Wahrheit enthüllt. Denn überall liegen Plastikflaschen, Plastikfetzen oder anderer Plastikmüll in der Gegend herum. Und wir sind definitiv mit Schuld daran, denn auch wir verwenden unbewusst die ganze Zeit Produkte, die aus Plastik sind oder Plastik enthalten. Deshalb ruft Amelia dazu auf, bewusst auf Plastik zu verzichten, um solche Bilder zu vermeiden.

Kommt bald die Plastiksteuer für weniger Plastikmüll?

Amelia ist nicht die einzige die auf die Plastikmüll-Problematik aufmerksam machen möchte. Auch in der Politik gibt es aktuell die Debatte, ob die Einführung einer Plastikmüll-Steuer sinnvoll wäre und das am besten EU-weit. Sinnvoll ist das definitiv, keine Frage, denn so wird Plastik möglicherweise weniger verwendet. Aber umsetzbar für die ganze EU? Das könnte eher schwierig werden hier auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Deshalb ist es wichtig, bei kleinen Sachen anzufangen wie auch Amelia Whelan in ihrem Post schreibt.

6 Tipps für weniger Plastikmüll

Mit ein paar einfachen Tipps kannst du deinen Plastikmüll verringern und tust so der Umwelt etwas Gutes, ohne groß Abstriche machen zu müssen.

1. Plastiktüten beim Shoppen 

Da die Plastiktüten mittlerweile ja eh kosten, kannst du dir erstens Geld sparen und zweitens Plastikmüll vermeiden, wenn du auf Stofftaschen umsteigst. Die sehen abgesehen davon eh viel besser aus wie Plastiktüten und du kannst sie immer wieder verwenden. Es gibt kleine zusammenfaltbare Taschen, die in jede Handtasche passen und so hast du deine Shoppingbag immer griffbereit. 

2. Vermeide Coffee-to-Go-Becher 

Ja, wir lieben Kaffee – da sind wir absolut schuldig -, aber mittlerweile bekommst du auch überall Kaffee in deinem eigenen, wiederverwendbaren Kaffeebecher. Oder wenn du den mal vergessen haben solltest, kannst du auch auf den Recup (nachfüllbarer Becher) zurückgreifen, den es in immer mehr deutschen Städten gibt. Wer sich jetzt denkt, was hat den Coffe-to-Go-Becher mit Plastikmüll zu tun, der sollte mal an die Plastikdeckel und Plastiklöffel denken, die da meist mit dazugehören. Wir produzieren also weniger Papp- und Plastikmüll.

3. Verzichte auf Plastikflaschen

Eigentlich recht einfach oder? Es gibt wirklich schöne Becher oder Flaschen für dein Wasser, die du spülen und so immer wieder verwenden kannst.

4. Kaufe Lebensmittel mit weniger Plastikverpackung 

Du bist in deiner Pause auf der Suche nach etwas Essbarem? Dann achte darauf, dass du etwas kaufst, was nicht doppelt und dreifach in Plastik eingepackt ist. Obst gibt es beispielsweise auch unverpackt. Übrigens gibt es auch immer mehr Läden ohne Verpackung, die sogenannten „Unverpackt-Läden“. Hier gehst du mit deinen eigenen Box hin und lässt dir die Sachen abfüllen.

5. Unterstütze ökologische Mode 

Auch in Sachen Mode kannst du etwas tun, denn es gibt mittlerweile viele Labels, die schicke Mode produzieren, die aus PET-Flaschen gefertigt sind. H&M hat so letztes Jahr eine tolle Conscious Kollektion herausgebracht. Aber auch andere Marken verwenden Fasern, die aus PET Flasche hergestellt wurden. Eine tolle Sache. Aber auch so gilt: Mode aus Naturmaterialen sollte immer eher bevorzugt werden, als welche aus synthetischen Materialien.

6. Steige für weniger Plastik auf Bio-Kosmetik um

Nicht nur großer Plastikmüll ist problematisch, sondern auch Mikroplastik, denn auch das gelangt in unsere Meere und unser Grundwasser. Vor allem Kosmetika enthält häufig viel Mikroplastik, Achte deshalb darauf, dass auf der Liste der Inhaltsstoffe keine Begriffe wie Acrylates/C10-30, Alkyl Acrylate Crosspolymer oder PEG/PPG-17/18-Dimethicone stehen. Hinter diesen verbirgt sich nichts anderes als Mikroplastik. Wem das Lesen zu anstrengend ist, kann einfach auf Bio-Kosmetika setze, da in dieser keine der „schlimmen“ Stoffe enthalten sind.

Warum sollte ich meinen Plastikmüll reduzieren?

Wer jetzt denkt, dass einen das eh alles nicht betrifft, da man sich ja nicht die ganze Zeit an den paradiesischen Stränden in Bali aufhält, der irrt. Denn der Plastikmüll von überallher gelangt in unsere Meere und unser Grundwasser und das nicht nur von anderen Ländern, sondern ebenso innerhalb von Deutschland. Erst kürzlich gab es einen Skandal in Schleswig-Holstein bei dem gehäckselter Plastikmüll zusammen mit Bio-Abfällen in die Ostsee geleitet wurde und das über einen längeren Zeitraum hinweg.

Das Plastik wird dann wiederum von Tieren gefressen und wir essen wiederum diese Tiere. Also letzten Endes essen wir selbst das Plastik. Und nicht nur das: Fressen die Tiere größere Stücke, bleiben diese meisten in ihrem Mage erhalten, da sie sie nicht verdauen können. Der Magen ist dadurch ohne Nahrung schon voll und die Tiere verhungern kläglich. Das sind nur zwei Beispiele, wie schädlich Plastik sein kann. Und mit unseren Tipps lässt sich sehr gut, und das ohne Abstriche, etwas Plastikmüll vermeiden. Also lasst uns heute noch damit anfangen! 

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