• #PrayForParis

    Schock. Unglaube. Angst: Nach den Anschlägen auf Paris zeigen sich Facebook, Twitter & Co. solidarisch

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#PrayForParis: So reagieren Facebook & Twitter

132 Menschen sind tot und 352 verletzt – das sind bislang die tragischen und bitteren Zahlen von den Anschlägen in Paris. Am Freitagabend schlugen mehrere Attentäter an verschiedenen Orten in Paris zu. Sie jagten sich in die Luft, richteten ein Blutbad im Musikclub Bataclan an und schossen aus einem fahrenden Auto auf mehrere Cafés und Restaurants. Die Menschen sind in einer Schockstarre – Frankreich verhängt den Ausnahmezustand. In den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter und im Internet solidarisieren sich Millionen Menschen auf der Welt.

„Meine Gedanken sind heute Nacht bei jedem in Paris“, schreibt Mark Zuckerberg, Mitgründer und Vorstandsvorsitzender von Facebook- Nur Stunden nach den Anschlägen konnte man mit wenigen Klicks sein Profilfoto anpassen – in den französischen Nationalfarben Blau, Weiß und Rot. Noch in der Nacht führt Facebook eine Art Safe-Button ein, mit der man mitteilen konnte, dass man in Sicherheit war. So bekamen die Nutzer Benachrichtigungen, wenn sich ihre Freunde in Paris als sicher markiert hatten oder als sicher markiert wurde.


Mit #PorteOuverte („Offene Tür“) öffneten Pariser ihre Türen für Menschen, die nicht zu ihren Wohnungen zurückkehren konnten. So wurde den Menschen Zuflucht geboten. Unter #rechercheParis konnte man auf Twitter Vermisstenmeldungen posten.

Über Hangouts von Google waren am Samstagmorgen die Anrufe nach Frankreich kostenlos – damit jeder telefonieren konnte. Amazon.de und auch die Google-Suche tragen ebenfalls Trauer. Das Peace-Zeichen mit dem Eiffelturm, was am Abend auf Instagram & Co. im Sekundentakt zu sehen war, verbreitete sich rasend schnell. Künstler Jean Jullien hat es gezeichnet und sagt gegenüber „Cosmopolitan.com“: „Bei so viel Gewalt und Tragödie – wir wollen einfach nur ein bisschen Frieden. […] Ich wollte etwas Symbolisches, etwas, dass jeder leicht versteht und jeder teilen kann, egal, woher er kommt. Ich wollte etwas Universelles.“


Soziale Netzwerke und das Internet reagieren schnell bei solchen Sachen. Doch nicht alle finden Profilbilder in den Farben der Tricolore als richtiges Zeichen: „Wir sollten für Opfer auf der ganzen Welt beten, nicht nur für die in Paris.“ Die Nutzer beschweren sich, dass Facebook bei anderen, grausamen Dingen in anderen Ländern nicht auch solche Funktionen einführt: „Es scheint, dass das Blut von Menschen aus der westlichen Welt mehr wert ist als das von anderen.“

Auch #PrayForParis als Hashtag wurde kritisiert – schließlich führt die ISIS genau solche Anschläge durch im Namen der Religion und ihrem Glauben. Warum muss man dann einen Hashtag wieder mit Beten, einem Akt der Religion, verbinden? Das wäre nach der Meinung vieler Internetnutzer einfach falsch.

Neben all den negativen Stimmen ist es dennoch ein schöner Anblick zu sehen, wie sich Menschen weltweit verbinden, um gemeinsam zu trauern und Anteilnahme zu zeigen. Egal, ob mit dem Hashtag #PrayForParis oder einem Facebook-Profilbild, was hinter den französischen Nationalfarben verschwindet.

Gegen Hass, Hetze und Wut – für Liebe und Frieden!

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