• Neues Schulfach: Lebenskunde?

    Ein Tweet sorgte für Diskussion: Gute Noten, aber kein Plan vom Leben! Macht ein Fach "Lebenskunde" Sinn?

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Brauchen wir bald das Schulfach „Lebenskunde“?

In der Schule lernt man so einiges über Mathe, Deutsch, Sprachen & Co. Doch wie sieht es nach dem Abitur aus? Gute Noten, aber keinen Plan vom Leben? Schließlich sind Noten nicht gleichzusetzen damit, ob man für den Beruf geeignet ist. Deswegen beklagen immer mehr Firmen, dass Studenten und Schüler zwar super Noten hätten, aber immer weniger wissen. Brauchen wir also bald ein Schulfach namens "Lebenskunde"?

Anfang 2015 wurde eine 17-jährige Schülerin über Nacht zum Twitter- und Internet-Star. Nainas Post, der viral ging: "Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ‘ne Gedichtsanlayse schreiben. In 4 Sprachen.“ Die Schülerin einer 12. Klasse eines Gymnasiums wollte ihren Schulfrust loswerden und trat damit eine Debatte um das deutsche Schulsystem los. 

Fakt ist: Immer mehr Schüler schaffen das Abitur und das auch mit einem super Durchschnitt, so Focus-Online. Denn die Abituraufgaben werden immer leichter und haben weniger Anforderungen. Und da viele Unternehmen ein Abitur als Voraussetzung für eine Ausbildung setzen, gehen auch immer mehr Kinder auf das Gymnasium.

Hinzu kommt noch, dass jedes Bundesland sein eigenes Abitur aufstellt. Zwar wird schon jahrelang debattiert, ob endlich ein nationales Zentralabitur kommen soll, doch das ist bis jetzt noch nicht in Kraft getreten. Außerdem gibt es, so Focus-Online, in vielen Bundesländern Präsentationsprüfungen anstelle von schriftlichen oder mündlichen Klausuren. Kein Wunder also, wenn die Abitur-Note am Schluss weder vergleichbar noch sehr aussagekräftig ist. 

Das Fazit ist also: Trotz steigender Noten und mehr Abiturienten heißt das noch lange nicht, dass man auch wirklich "schlau" und gut für die Arbeitswelt vorbereitet ist. Das bemerkte eben auch Naina 2015: "Klar, wir lernen in der Schule wichtige Sachen. Aber niemand bringt uns bei, wie man später auf eigenen Beinen steht."  Josef Kraus, Präsident vom Deutschen Lehrer-Verband, sieht das nicht so und sagt gegenüber „Bild.de“ : "Was das Leben lehrt, braucht die Schule nicht mehr zu lehren. Eine gewisse Alltagstauglichkeit sollte auch von den Eltern vorgelebt werden."

Welche Meinung überzeugt dich? Bist du der Meinung, dass man schon in der Schule mit einem Fach wie "Lebenskunde" haben sollte, damit man lernt, auf eigenen Beinen zu stehen?

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