• Sozialer Jetlag: Darum ist Ausschlafen gefährlich

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Sozialer Jetlag: Darum ist Ausschlafen gefährlich

Noch nie von sozialem Jetlag gehört? Tja, mit 85-prozentiger Wahrscheinlichkeit leidest du sogar selbst daran! Und es wirkt sich ziemlich negativ auf deine Gesundheit aus. Was sozialer Jetlag ist und wie du dich vor negativen Folgen schützen kannst, erfährst du hier. 

Sozialer Jetlag: Lieber nicht am Wochenende länger schlafen

Sozialer Jetlag: Lieber nicht am Wochenende länger schlafen

Wer liebt es nicht? Freitagabend später ins Bett gehen und am Samstagmorgen erstmal so richtig entspannt ausschlafen! Hach, ist das gemütlich nicht durch einen schrillen Handyweckruf und zur unmenschlichsten Zeit aus dem Tiefschlaf gerissen zu werden. Das Wochenende ist ja schließlich zum Ausschlafen da, oder? Falsch! Denn wer am Wochenende später ins Bett geht und somit auch später wieder aufsteht, leidet an sozialem Jetlag und riskiert gesundheitsschädigende Folgen, haben Forscher herausgefunden.

Was ist sozialer Jetlag? 

Rund 85 Prozent von uns leiden ohne es zu wissen an sozialem Jetlag, wie yahoo.com berichtet. Die Risikogruppe geht am Wochenende später ins Bett und schläft erstmal so richtig aus. Das Schlafdefizit, das sich unter der Woche anbahnt, muss ja auch erstmal nachgeholt werden! Aber Halt! Wer den Schlafrhythmus durchbricht, leidet schnell an schlechter Laune und chronischer Müdigkeit, auch sozialer Jetlag genannt.  

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Symptome von "Social Jetlag"

Doch die erstmal harmlos klingenden Symptome können schnell in längerfristige Gesundheitsprobleme ausarten: Mit jeder Stunde „Jetlag“ erhöht sich das Herzinfarkt-Risiko um elf Prozent: „Diese Ergebnisse deuten an, dass ein geregelter Schlafrhythmus eine bedeutende Rolle in unserer Gesundheit spielt“, sagt Sierra B. Forbush, Forscherin des Schlaf- und Gesundheitsprogramms der Universität in Arizona gegenüber EurekAltert.

Auch Übergewicht wird laut einer Studie aus dem Jahr 2012 durch einen unregelmäßigen Rhythmus um ganze 33 Prozent gefördert, wie yahoo.com berichtet. Zudem sollen Menschen, die viel Alkohol oder koffeinhaltige Getränke konsumieren oder rauchen, mit größerer Wahrscheinlichkeit an sozialem Jetlag leiden, als der Rest der Bevölkerung. 

Wie du gesund abnimmst, erfährst du hier

Der Name „Social Jetlag“ leitet sich übrigens ab vom herkömmlichen Begriff Jetlag, also einer Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus durch Reisen in verschiedene Zeitzonen: „Da sozialer Jetlag einer Reise-Situation deutlich ähnelt, nennen wir es sozialer Jetlag. Betroffene leben ihr Leben beinahe in einer zwei verschiedenen Zeitzonen, wenn man ihre Schlafzeiten mit ihrer inneren, biologischen Uhr vergeicht“, sagt Forscher Till Roenneberg vom Institut der medizinischen Psychologie der Münchner Universität gegenüber WebMD. Die sozialen Umstände, wie zum Beispiel Schule, zwingen uns also, komplett gegen unseren natürlichen Schlafrhythmus aufzustehen. Nur am Wochenende können wir genau so ein-und ausschlafen, wie wir möchten, was aber schädlich ist.

Was tun gegen sozialen Jetlag? 

Till Ronneberg schlägt deshalb vor, dass sich vor allem die Haltung der Gesellschaft gegenüber Schlaf komplett verändert: Schul- und Arbeitszeiten sollten unserer biologischen Uhr angepasst werden, sagt er. Schule wann immer wir wollen? Das wäre doch mal was! Wir finden es ziemlich krass, was Ausschlafen mit unserem Körper anstellen soll, aber wir fragen uns trotzdem, wie ein Schulalltag aussehen soll, bei dem immer alle dann erscheinen, wenn sie gerade ausgeschlafen haben… 

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