• Diesen Artikel sollte JEDER lesen, der sich noch nie mit Politik beschäftigt hat

    Auch Influencern und Stars ist das Thema wichtig

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Bundestagswahl 2017: Stars rufen zum Wählen auf!

Am 24.09 ist es so weit: Die Bundestagswahl steht vor der Tür und in Zusammenhang damit wurde der #Gerwomany ins Leben gerufen. Influencer auf Instagram posten Bilder von sich mit einem „X“, rufen zum Wählen auf und auch Musikstars beteiligen sich an Kampagnen rund um das Thema „Politik“ und „Wahlen“. Also Zeit, dass auch wir uns klar machen müssen, warum Wählen wichtig ist.

Bundetageswahl 2017: Lena Meyer Landrut und Palina Rojinski gehen wählen

Immer mehr Influencer fordern auf, wählen zu gehen

Wählen ist wichtig, das ist klar – auch für junge Menschen und vor allem für Frauen, wie die Kampagne mit dem Hashtag #Gerwomany zeigen will. Die Kampagne wurde von 23 Zeitschriften ins Leben gerufen. Ziel ist es zum einen eine höhere Wahlbeteiligung der Frauen zu erreichen und zum anderen gegen den zunehmenden Populismus vorzugehen, denn Frauen wählen nachweislich weniger radikal.

Dabei sind die Zeitschriften nicht alleine, denn auch Influencer und Stars wie Ischtar Isik, Nilam Farooq, Lena Gercke oder Lena Meyer-Landrut springen auf dieses Pferd mit auf und posten auf ihren Instagram-Accounts Bilder mit der typischen Wahlpose – den überkreuzten Fingern, denn die Wahlbeteiligung von Frauen liegt seit mehr als 60 Jahren unter der Beteiligung der Männer.

Auch Stars aus der Musikbranche, wie etwa Leslie Clio, möchten mit Vevo-Deutschland und der Kampagne „Why I vote“ (zu sehen auf der Facebook-Seite von Vevo Deutschland) zeigen, dass Politik nichts Verstaubtes, sondern etwas sehr Aktuelles ist. Mit den unterschiedlichsten Themen, wie etwa die Frauenquote, bringen sie so aktuelle Debatten Jugendlichen nahe.

Doch nicht nur eine gesteigerte Wahlbeteiligung der Frauen und eine Minderung des Einflusses populistischer Parteien sollten Gründe sein, um wählen zu gehen. Wählen gehen ist wichtig! Warum? Es betrifft uns alle! Daher haben wir euch einmal die drei wichtigsten Gründe zusammengetragen, warum es sinnvoll ist zu wählen - egal ob ihr schon dürft oder nicht.

Wählen ist wichtig, da es ein Privileg ist

Erstens: Wir haben überhaupt das Privileg frei wählen zu können, im Vergleich zu genügend anderen Ländern, in denen es keine freien Wahlen mit mehreren Parteien und unterschiedlichen Ideen gibt. Beste Beispiele hierfür wären Nordkorea und China. Außerdem ist es auch nicht für Frauen aus aller Welt selbstverständlich wählen zu gehen. In Saudi-Arabien geht das beispielsweise erst seit 2015. Also noch ein Grund, unsere Rechten Gebrauch zu machen. Denn wenn wir, die dieses Recht haben, es nicht nutzen, warum sollten dann andere Länder etwas ändern und nachziehen?

Wählen gehen ist wichtig, weil jede Stimme zählt

Zweitens: Jede Stimme zählt! Natürlich könnte man denken „Was bewirkt meine einzelne Stimme? Das ist doch eh nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“  Das mag im ersten Moment so erscheinen und doch macht Kleinvieh auch Mist –wie es immer so schön heißt. Denn zum einen können beispielsweise fünf Stimmen, die fehlen, bewirken, dass genau der Kandidat, den ich überhaupt nicht will, der Sieger und nun doch für mich zuständig ist.

Darüber hinaus werden durch das Verschenken der eigenen Stimme radikalere Parteien gestärkt, da diese meist hoch motivierte Wähler haben. Es ist also wichtig durch seine eigene Stimme einen Gegenpol zu den radikalen Parteien zu bilden, da man so deren Prozentsatz schmälern kann.

Wählen ist wichtig, um die Zukunft mitzugestalten

Drittens: Ich kann durch meine Stimme die Zukunft mitgestalten. Ja, auch das mag sich zunächst utopisch anhören, aber mit meiner Stimme entscheide ich, was mir wichtig ist und welche Partei meine Wertevorstellungen am besten vertritt. Natürlich kommt es vor, dass man sich schwer tut und es nicht die Partei gibt, die einen optimal repräsentiert. Dennoch sollte man sich die Frage stellen: Was ist mir besonders wichtig und worauf lege ich besonders viel Wert? Anhand daran können wir uns entscheiden, mit welchen Parteien wir uns am besten identifizieren können. So übernehmen wir für uns und unsere Zukunft Verantwortung.

Vor allem für uns junge Menschen ist es daher umso wichtiger, die Weichen für eine Zukunft nach unseren Vorstellungen zu stellen. Gerade da es statistisch gesehen mehr ältere Menschen in Deutschland gibt und bei diesen die Prioritäten anders ausfallen (siehe in Großbritannien der Brexit). So viele junge Menschen haben nach der Entscheidung zum Brexit zugegeben, dass sie nicht abgestimmt haben und auch nie gedacht hätten, dass tatsächlich für den Ausstieg aus der EU gestimmt wird. Die älteren Bürger, von denen viel mehr zum Abstimmen gingen als die jungen Menschen, stimmten dafür. Natürlich ist das ein Extrembeispiel, aber es zeigt, dass die Ansichten von Generation zu Generation auseinandergehen können und wir, sollten wir nicht wählen gehen, die Entscheidung wie unsere Zukunft aussehen könnte, anderen überlassen. Wollen wir das? Nein! Wir entscheiden mit unserer Stimme also auch darüber, in was für einem Land wir leben wollen.

Auch beim Womens March haben sich Frauen für ihre Rechte eingesetzt.

Bald Wählen mit 16 Jahren möglich?

Natürlich könnte man jetzt trotzdem sagen – was interessiert mich das? Ich kann noch nicht wählen! Doch auch das könnte sich eventuell bald ändern. Denn geht es nach dem SPD-Kandidaten Martin Schulz oder den Grünen, sollen schon Jugendliche ab 16 Jahren wählen dürfen. Zu früh? Vielleicht oder vielleicht auch nicht, denn je eher man sich mit dem Thema Politik beschäftigt, umso besser. Denn so setzt man sich schon früh auch mit dem Thema auseinander.  

Und für alle, die am 24.09.2017 das erste Mal bei einer Bundestagswahl ein Kreuzchen setzen dürfen und noch nicht wissen, ob sie hingehen: Überdenkt diese Entscheidung noch einmal, denn Wählen ist wichtig und Politik betrifft uns alle!

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