• Deswegen ist WhatsApp in Schulen verboten

    Schock! WhatsApp ist in Schulen eigentlich nicht erlaubt - warum, erfährst du hier

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Deswegen ist WhatsApp in Schulen nicht erlaubt

WhatsApp ist das beliebteste Kommunikationsmittel. Und auch in Schulen haben immer mehr Lehrer Gruppen mit ihren Schülern, um ihnen bei den Hausaufgaben zu helfen oder ähnliches. Doch genau das ist das Problem: Eine Datenschutzbeauftragte hat jetzt gesagt, dass genau diese Kommunikation rechtswidrig sei. 

WhatsApp

Ist WhatsApp in Schulen also verboten? Im Grunde genommen ja. Die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk hat jetzt in ihrem Jahresbericht 2016 veröffentlicht, dass das Chatten über den Messenger zwischen Schülern und Lehrern rechtswidrig sei.

Dabei geht es nicht um die Kommunikation als solches sondern um WhatsApp. Der Messenger kommt aus den USA und entspricht nicht den Datenschutz-Standards von Europa oder Deutschland. Das haben ja Verbraucherschützer schon oft angekreidet. Sensible Daten sind so nicht ausreichend geschützt.

Außerdem fordert Smoltczyk eine explizite Einwilligung der Schüler oder der Eltern, wenn sie noch minderjährig sind. Und um sicher zu chatten, sei beispielsweise "Threema" eine bessere Alternative, so die Datenschutzbeauftragte. Denn diese beiden Messenger halten sich an die Datenschutzgesetze bei uns. 

12.11.16: WhatsApp darf deine Daten NICHT mit Facebook teilen!

WhatsApp ändert das erste Mal nach vier Jahren seine Nutzungsbedingungen - und siehe da, die Daten werden doch ausgetauscht. Doch der Hamburger Datenschutzbeauftragte Caspar ist nun eingeschritten und verbietet den Austausch!

So wie Tagesschau.de berichtet habe Caspar Facebook verboten, von deutschen WhatsApp-Nutzern die Daten zu sichern und zu nutzen. Auch die Daten, die bis jetzt schon gesammelt wurden, sollen gelöscht werden. Das Ganze gilt ab sofort.

Da Facebook einen deutschen Sitz in Hamburg hat, ist das Unternehmen auch an den Datenschutz in Deutschland gebunden. Deswegen muss es sich daran halten - und deswegen ist das Teilen von Daten nicht erlaubt. Als WhatsApp damals von Facebook gekauft wurde, haben beide Unternehmen auch öffentlich zugesichert, dass sie keine Daten austauschen werden, so Caspar.

Solange Facebook keine konkrete Einwilligung einhole, dürfe das Unternehmen den Datenaustausch nicht machen. Nutzer müssen also explizit zustimmen! Das Unternehmen will jetzt natürlich die Anordnung anfechten, so eine Sprecherin gegenüber Tagesschau.de. Wie es weitergeht, wird sich zeigen - aber an die Anordnung muss sich Facebook halten. Das Unternehmen ist dazu rechtlich verpflichtet, wenn es um deutsche WhatsApp-Nutzer geht.

26.08.2016: WhatsApp will Daten mit Facebook teilen

Das wichtigste Gut im Internet: deine Daten. Das ist kein Geheimnis und sollte jedem klar sein, der seine Daten irgendwo angibt. Als WhatsApp die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einführte, gab es viel Lob! So sind Nachrichten und Daten, die du deinen Freunden schickst, so verschlüsselt, dass nur ihr beide die Nachricht lesen könnt - sonst niemand.

In einem Blog-Post gibt WhatsApp an, dass sie Dienste und Angebote verbessern wollen und dir gezielt Produktvorschläge machen wollen, wie Werbung oder Angebote, die dir dann auf Facebook angezeigt werden. Die Daten, die sich Facebook zieht, werden zwar nicht öffentlich gemacht, doch sie werden mit internen Datenbanken abgeglichen, um so auf dich zugeschnitte Werbung anzuzeigen.

Ein weiterer großer Schritt: WhatsApp möchte dich mit Firmen vernetzen. So soll dir in Zukunft die Verspätung deines Fluges nicht mehr per E-Mail oder Anruf gesagt werden, sondern könnte dir beispielsweise einfach als WhatsApp-Nachricht geschickt werden. WhatsApp beschreibt das so: "So kannst du zum Beispiel Informationen zum Flugstatus für eine bevorstehende Reise, einen Zahlungsbeleg für etwas, das du gekauft hast, oder eine Benachrichtigung bezüglich eines Liefertermins erhalten."

Verbindung mit Facebook

Bei Facebook ist es ja schon seit einiger Zeit möglich, dass man seine Handynummer hinterlegt hat. Hat man dies getan, kann Facebook mit WhatsApp abgleichen, ob du dieselbe Nummer bei beiden hast. So können Nutzungsdaten von WhatsApp mit Facebook verbunden werden und das Unternehmen kann dir dann "besser Freunde vorschlagen und dir passendere Werbung anzeigen", wie es auf der Seite heißt.

WhatsApp-Typen: Welcher Typ bist du?

Pluspunkt: Du kannst einen Haken setzen

Du hast 30 Tage lang Zeit, den Nutzungsbedingungen bei WhatsApp zuzustimmen. Wer dann nicht möchte, dass WhatsApp Infos mit Facebook teilt, um Facebook-Werbung und Produkterlebnisse zu verbessern, der hat dann nochmal 30 Tagen Zeit, bei Einstellungen -> Account zu widersprechen. Allerdings widerprichst du damit nur der personalisierten Werbung - andere Daten können weiterhin "für andere Zwecke, wie Verbesserung von Infrastruktur und Zustellsystemen, des Verstehens der Art der Nutzung unserer Dienste" genutzt werden, so Zeit.de.

Am Ende bleibt es natürlich immer einem selbst üherlassen, welche Dienste man nutzt und wie viel man preisgibt. Dass WhatsApp jetzt doch einige Daten mitteilt (darunter fallen NICHT deine Nachrichten und Daten, die du anderen schickst), war abzusehen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, der lädt sich gar nicht erst die App herunter - was allerdings ziemlich schwer ist, wenn jeder die App benutzt. Allerdings muss einem immer klar sein, dass alle Daten, die man angibt, irgendwo weitergegeben werden könnten.

Vater muss WhatsApp bei seinen Töchtern zu löschen

Das Amtsgericht Bad Hersfeld in Hessen verurteilte einen Vater dazu, WhatsApp und vergleichbare Programme auf den Handys seiner 15-jährigen und zehnjährigen Töchter zu entfernen, so heise.de. Außerdem muss er monatlich ein Gespräch mit seinen Kindern führen und alle drei Monate checken, welche Apps auf den Handys installiert wurden.

Hintergrund der ganzen Geschichte: Sowohl die jüngere als auch die ältere Tochter wurden von einem ehemaligen Schulfreund ihres Vaters mit sexuellen Nachrichten belästigt. Der Vater hat das Ganze nicht mitbekommen! Um das Kindeswohl in Zukunft nicht mehr zu gefährden, muss der Vater den Auflagen nun nachkommen und sie auch gegenüber dem Gericht nachweisen.

Das Gericht weist laut heise.de daraufhin, dass "Smart-Geräte aufgrund ihrer vielfältigen technischen Möglichkeiten und ihrer vernetzten Anbindung nicht als einfaches elektronisches Spielzeug angesehen werden können, welches den Kindern schlicht und ohne jegliche Überwachung ausgehändigt werden könnte". Deswegen muss der Vater nun überwachen, was seine Töchter auf den Handys machen.

Es ist immer wichtig, dass man über die Risiken bei Smartphones mit Internetzugang mit seinen Eltern mal gesprochen hat. Schließlich sollte man seine Daten nicht bereitwillig mit jedem teilen und auch genau schauen, welche Apps man herunterlädt und welche lieber nicht.

Damals: WhatsApp ist eigentlich erst ab 16 Jahren erlaubt!

WhatsApp hatte damals beim Datenschutz eine Altersschranke eingefügt und erklärt, keine Informationen von Nutzern unter 16 Jahren zu verbreiten. Im viertletzten Absatz der Erklärung heißt es übersetzt: „Wenn Sie unter 16 Jahre alt sind, dann benutzen Sie bitte nicht den WhatsApp-Service oder greifen auf die WhatsApp-Webseite zu, nicht in irgendeiner Zeit oder in irgendeiner Art und Weise“.

Seit damals hat sich viel getan - jetzt gibt es die Nutzungsbedingungen auch auf Deutsch. In denen heißt es heute: "Du musst mindestens 13 Jahre alt sein, um unsere Dienste zu nutzen (bzw. so alt, wie es in deinem Land erforderlich ist, damit du berechtigt bist, unsere Dienste ohne elterliche Zustimmung zu nutzen). Zusätzlich zu der Anforderung, dass du nach geltendem Recht das zur Nutzung unserer Dienste erforderliche Mindestalter haben musst, gilt Folgendes: Wenn du nicht alt genug bist, um in deinem Land berechtigt zu sein, unseren Bedingungen zuzustimmen, muss dein Elternteil oder Erziehungsberechtigter in deinem Namen unseren Bedingungen zustimmen."

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