• Dagi warnt vor Sexting

    Heftig! Laut einer Studie ist neben der YouTuberin fast jeder Dritte Jugendliche von Sexting betroffen

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Jeder Dritte Jugendliche ist von Sexting betroffen

Heutzutage haben viele Jugendliche mit Mobbing im Internet zu kämpfen. So auch YouTuberin Dagi Bee. In einem Interview verrät sie, wie sie mit solchen Situationen umgeht und was sie von Sexting hält. Denn oft ist das der Grund dafür. Eine österreichische Studie zeigt, dass jeder 3. Jugendliche von Sexting betroffen ist.

"Schatz, schick mir doch mal ein Foto von dir ohne BH!" Viele junge Mädchen haben diesen Satz schon oft gehört, egal ob per Video-Chat oder via Nachricht. Und meistens sind sie so verknallt, dass sie sich über die möglichen Folgen keine Gedanken machen und kurzer Hand dieser Aufforderung nach gehen. "Was soll schon passieren? Er liebt mich doch und würde dieses Bild niemals jemanden zeigen." Meistens trifft das auch zu, in manchen Fällen jedoch landen die Fotos irgendwann im Internet - spätestens, wenn man sich im Streit getrennt hat und er sich keine Gedanken darüber macht, wie schlimm eine Veröffentlichung des Nackfotos für einen selbst sein kann. Doch dann ist es zu spät, denn: einmal im Internet, immer im Internet! 

Eigentlich könnt man denken, dass jedem die möglichen Folgen von Sexting bewusst sind und dennoch hat eine Studie der österreichischen Seite www.saferinternet.at ergeben, dass von 500 befragten Jugendlichen im Alter zwischen 14 bis 18 Jahren ein Drittel schon einmal ein Nacktfoto oder -video von sich verschickt hat. Man vertraut sich ja. Das Problem ist nur, dass Beziehungen im jungen Alter meistens nicht so langwierig sind und so kommt es - meist wegen einer Racheaktion - nach der Trennung öfter mal zur Verbreitung der Bilder in der Öffentlichkeit. Die Studie hat nämlich ergeben, dass 81% der Befragten Opfer eines solchen Mobbings wurden, da die Nacktfotos im Freundeskreis verbreitet wurden. Die gleiche Prozentzahl sagt aber auch, dass man solche Folgen in Kauf nehmen muss, wenn man Bilder von sich ohne Kleidung verschickt. Sogar 14 % wurden mit diesen Bildern erpresst

Oft dient das Verschicken der Nacktaufnahmen als Liebesbeweis, denn wenn man 'Nein' sagt, wird von dem Gegenüber gleich das Vertrauen und die Zuneigung in Frage gestellt. 

Die Krux bei der ganzen Sache ist jedoch, dass den Meisten nicht bewusst ist, dass die Verbreitung von Nacktbildern strafbar ist. So kann es zum Beispiel bei Minderjährigen mit Kinderpornographie gleichgestellt werden. 

Zu guter Letzt wünschen sich immerhin 54% eine Aufklärung über dieses Thema durch Eltern und ihre Lehrer, wohingegen 35% lieber zu einer Beratungsstelle gehen und 25% mit Freunden darüber reden würden. 

Das sagt Dagi Bee über Sexting

Eine derartige Situation hat auch Dagi Bee erlebt. In einem Interview mit refinery29 erzählt sie: "Ich hatte einen ähnlichen Fall in der Schule. Da ist ein peinliches Video von einem Mädchen rumgegangen. Das war sehr schlimm. Sie musste dann sogar wegziehen. Heftig!"

Mit Cybermobbing ist nicht zu spaßen. Das Herausgeben von privaten Fotos und Videos ist nur die Spitze des Eisbergs. Los geht es bereits bei Hass-Kommentaren und diese kann nun wirklich jeder anonym im Internet von sich geben. Die Social Media Plattform Instagram hat bereits versucht, dagegen vorzugehen und eine neue Funktion eingeführt, die Hater-Kommentare löscht. Doch diese Einstellung verhindert keine bösen Worte. In ihrem Interview wurde Dagi zu diesem Thema befragt, denn auch sie hat mehr als genug Hater. "Warum beschäftigt sich jemand mit dir und nimmt sich die Zeit, fiese Kommentare zu schreiben, wenn er sich doch angeblich gar nicht für dich interessiert. Wenn ich etwas nicht mag, dann entlike ich es einfach, gucke es nicht an und halte meinen Mund. Aber die Leute wollen leider immer so viel reden und schicken mit ihren Beleidigungen nur Hass in die Welt." Leider hat Cyber-Mobbing in den letzten Jahren immens zugenommen und welche Auswirkungen es auf die Betroffenen hat, dazu macht sich selten jemand Gedanken. Auf die Frage, ob ihr die fiesen Bemerkungen nahe gehen, meint sie nur: "Meistens ignoriere ich sie, doch an den Tagen, an denen ich Stress hatte, geht mit das schon nahe. Manchmal weine ich dann auch." Eine verständliche Reaktion!

Man sollte sich somit genau überlegen, wie viel man von sich auf Fotos und in Videos von sich preisgibt. Am besten wartet man auf den Moment, wenn man mit seinem Freund alleine zu Hause ist, um ihm ein Bild in Unterwäsche zu zeigen. Reale Bilder sind schließlich auch für die Jungs viel aufregender, als ein Foto auf einem Bildschirm. Und so ist man sicher vor irgendwelchen ungewollten Internetauftritten in ferner Zukunft.

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