• Elyas: Neuer Film

    Wir freuen uns! Elyas M'Barek spielt in einem neuen Film die Hauptrolle, aber das Thema ist echt krass für eine Komödie...

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Elyas M'Barek: Hauptrolle in Flüchtlingskomödie

Elyas M'Barek übernimmt die Hauptrolle in der Flüchtlingskomödie "Willkommen bei den Hartmanns", denn egal, ob man fern schaut oder im Netz unterwegs ist – die Flüchtlingswelle ist momentan das Thema Nummer eins. Und zu den Fakten und News-Beiträgen zu dem Thema häufen sich auch viele Vorurteile. Falsche Aussagen und fiese Hetze gegen die Menschen, die in Europa Hilfe und Schutz suchen. Es ist an der Zeit, mit den Vorurteilen aufzuräumen. #refugeeswelcome

Foto: Getty Images

Der Regisseur und Produzent Simon Verhoeven hat sich für seinen neuen Film Elyas M'Barekals Hauptdarsteller ausgesucht. Die Dreharbeiten zu der Flüchtlings-Komödie beginnen im Mai 2016 in München. „Ich veralbere die Flüchtlinge nicht“, stellt Verhoeven in einem Interview mit der Berliner Zeitung klar. In der Komödie wird es um eine Familie gehen, die Asylbewerber bei sich willkommen heißen. Und Elyas M'Barek wird sicherlich einen Flüchtling spielen. Die Rolle eines Türkens hat der Österreicher mit tunesischen Wurzeln in „Türkisch für Anfänger“ auch schon gut rübergebracht. Wir sind gespannt, wie dieses brisante Thema in einer Komödie verarbeitet wird.

Und ein aktuelles Thema ist das auf jeden Fall: Denn ab September 2015 herrschte am Münchener Hauptbahnhof Ausnahmezustand. Über 2000 Flüchtlinge sind tagelang in der bayerischen Landeshauptstadt angekommen – aus überfüllten Zügen aus Budapest betraten sie deutschen Boden. Die Ängste der Bevölkerung vor Gewalt, Krawall und Übergriffen blieb vollkommen unbegründet – alles verlief ruhig und die Flüchtlinge wurden herzlich aufgenommen. Unzählige freiwillige Helfer brachten Lebensmittel Spenden, steuerten Windeln und Spielzeug für die Kleinsten bei und versuchten zu helfen, wo es nur ging. Mittlerweile wurden alle Neuankömmlinge in Erstaufnahmelager verteilt und können nun hoffentlich auf ein besseres Leben ohne Angst vor Bomben, Krieg oder Diktatur hoffen.
Trotzdem sorgen die Flüchtlinge in unserem Land immer wieder für Ängste und Vorurteile. Ist ja auch klar, denn alles was man nicht kennt oder versteht, kann Unsicherheit auslösen. Wir wollen dir helfen, das Thema besser zu verstehen und geben die Antworten auf die 10 häufigsten Fragen und machen Schluss mit doofen Vorurteilen.

1. Warum nehmen wir überhaupt Flüchtlinge auf?

Weil wir uns einfach nur an unser Grundgesetz halten! In Artikel16a steht, dass politisch Verfolgte das Recht auf Asyl in Deutschland haben.

2. Durch die Zuwanderer verlieren wir unsere deutsche Kultur!

Wieso sollten wir unsere Kultur verlieren, wenn wir hier eine größere Vielfalt haben? Die Unesco schreibt: „Kulturelle Vielfalt ist ein wichtiges Merkmal der Menschheit“.

3. Die Flüchtlinge kommen doch nur hierher, weil sie hier von unserem Geld leben wollen!

Auch das ist nicht richtig! Die Flüchtlinge kommen hierher, weil sie in ihrer Heimat nicht mehr leben können. Zu hoch ist die Gefahr. Bei uns bekommen sie kein Leben in Saus und Braus, sie bekommen als Asylbewerber lediglich eine Unterkunft, Essen und ein kleines Taschengeld gestellt.

4. Das sind doch alles Wirtschaftsflüchtlinge!

Menschen, die Asyl in Deutschland bekommen, müssen laut Asylverfahrengesetz belegen, dass sie wegen ihrer “Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe” Verfolgung in ihrer Heimat fürchten müssen. Sehr viele Menschen, die ihr Heimatland verlassen, gehen aus einem dieser Gründe. Sie sind keine Wirtschaftsflüchtlinge.

5. Aber die, die kommen sind alles Assis und Kriminelle!

Nein, die meisten Familien, die in Deutschland Asyl suchen, haben in ihrer Heimat einen Beruf erlernt und gearbeitet, in einem Haus gelebt und ein Leben wie du und ich geführt. Durch den Krieg sind sie gezwungen, ihre Heimat und ihre Freunde zurück zu lassen und hier bei Null zu beginnen. Man kann sich sicher sein, dass sie da gerne drauf verzichtet hätten. Dass Asylbewerber krimineller sind, kann nicht belegt werden. Fakt ist, dass in allen Gesellschaftsschichten Gesetze gebrochen werden.

6. Und warum haben dann viele Flüchtlinge Nikes, Smartphones und Markenklamotten? So schlecht kann es denen gar nicht gehen!

Wenn man Angst um sein Leben hat und alles zurück lassen muss und nur noch das hat, was man am Leibe trägt, geht es einem sicherlich nicht gut. Und natürlich haben manche Flüchtlinge teure Klamotten. Weil sie in ihrer Heimat vor dem Krieg mal gut verdient haben, sich teure Schuhe leisten konnten und diese noch besitzen. Doch sie haben nichts anderes mehr. Smartphones stellen häufig die einzige Verbindung zu ihrer Familie da und sie sind deshalb mehr als wichtig für die Menschen!

7. Die Flüchtlinge nehmen den Deutschen die Jobs weg!

Auch das ist nicht richtig! Asylbewerber müssen mindestens drei Monate auf eine Arbeitserlaubnis warten, da sie einen sogenannten „nachrangigen Arbeitsmarkt-Zugang” haben. Zunächst wird geprüft, ob ein Deutscher oder ein EU-Bürger den Job machen kann, bevor ein Flüchtling eine Arbeitserlaubnis erhält. Erst nach 15 Monaten in Deutschland können Asylbewerber und geduldete Flüchtlinge ohne diese Einschränkungen arbeiten.

8. Aber die Flüchtlinge sind doch ein großes Problem!

Nein, die Flüchtlinge, die ihre Heimat verlassen, weil dort Krieg herrscht oder sie Angst um ihr Leben haben, sind kein Problem, sondern Menschen.

9. Deutschland sollte sich lieber mal um die eigenen Armen kümmern!

Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe! Wenn es keine Flüchtlinge in Deutschland gebe, würden die Armen in Deutschland nicht automatisch mehr Geld bekommen.

10. Das ist doch nicht unser Problem!

Doch, ist es und Flüchtlingen zu helfen, sollte den Deutschen besonders am Herzen liegen, da wir in unserer Geschichte auch auf der Flucht waren und auf die Hilfe anderer angewiesen waren. Außerdem ist es nur eine Frage der Menschlichkeit!

Stell dir vor, du und deine Familie wärt auf der Flucht, ihr würdet euch über Hilfe auch freuen, oder? Dieses Video macht es deutlich: