• JuliensBlog wurde verurteilt

    Nach der geschmacklosen KZ-Aussage von JuliensBlog im Mai 2015 wurde der YouTuber nun verurteilt

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JuliensBlog wurde verurteilt

Mit 1,3 Millionen Abonnenten ist JuliensBlog nicht gerade klein – der YouTuber ist vor allem für seine provokante und sarkastische Art bekannt. Im Mai 2015 hatte er es allerdings gewaltig übertrieben. Dort hat die GDL („Gesellschaft Deutscher Lokführer“) angekündigt, zu streiken. Natürlich sorgte das für Unmut, doch der YouTuber forderte in seinem Video auf, dass alle Lokführer in Konzentrationslager gebracht werden und dort vergast werden sollten. Eine Aussage, die die Polizei auf den Plan rief – jetzt wurde ein Urteil gefällt.

Die genauen Worte von JuliensBlog waren: „Vergasen sollte man diese Mistviecher. Wisst ihr noch, wie die Juden mit Zügen nach Auschwitz transportiert wurden? Man sollte die Zugführer alle dahin bringen. Ich fahr‘ auch den Zug und zwar umsonst.“ Dazu zeigte er Bilder vom KZ in Auschwitz.

+ + DAS ist Juliens Strafe + +

Gegenüber der „Berliner Morgenpost“ rechtfertigte Julien seinen Clip als „schwarzen Humor“. Doch die Polizei und viele andere fanden das überhaupt nicht lustig. Das Amtsgericht Tecklenburg hat Julien nun wegen Volksverhetzung verklagt und zwar zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten, die zu einer Bewährungsfrist von drei Jahren ausgesetzt wird. Zusätzlich muss der YouTuber noch eine Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro bezahlen und die Kosten des Verfahrens tragen. Die Geldstrafe sind laut Gericht ca. zwei Monatsgehälter des YouTubers.

Vor Gericht soll Julien laut der Zeitung „Westfälische Nachrichten“ folgendes ausgesagt haben: „Es war witzig gemeint. Ich habe noch krassere Sachen gemacht, nur ohne NS-Zeit. Dass man das in Deutschland nicht darf, habe ich nicht gewusst.“Aber Unwissenheit schützt bekanntlich vor Strafe nicht.

Und der Richter sah das Ganze überhaupt nicht als „Scherz“. Für ihn war der Sachverhalt klar: Julien wollte damit nur jede Menge Klicks generieren und möglichst viel Kohle scheffeln: „Ich mag’s mir nicht vorstellen, wie Juden, die Auschwitz entkommen sind, oder Angehörige von ermordeten Juden den Clip empfinden.“ Vor allem die fehlende Einsicht von Julien und dass er überhaupt nicht versucht hatte, den Clip zu sperren, bestärkten den Richter in seinem Urteil.

Auch wir finden: Das geht gar nicht! Aber bei einem YouTuber wie Julien ist das auch kein Wunder. In seinem Clip „Weiberkram“ sagt er beispielsweise: „Jo, was geht ab, ihr Schamlippen. Ich bin der Überking und ihr seid wertlose Untergestalten.“Wie geschmacklos und unmöglich ist das bitte?!

Was haltet ihr von dem Ganzen? Findet ihr die Strafe gerechtfertigt oder übertrieben?

Wir haben Shirin auf der GLOW in Bochum interviewt! Hier geht's zum Interview mit ihr: Shirin David im Interview

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