• Wer ist schuld?

    Vor 5 Jahren kam es bei der Love Parade in Duisburg zu einer Massenpanik. Bis heute gibt es keinen Prozess!

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Love Parade 2010

Es ist kaum vorstellbar, was die Menschen, die am 24. Juli 2010 in den Massen am Ausgang der Loveparade standen, gefühlt und erlebt haben. Heute jährt sich das furchtbare Unglück, das 21 Menschen das Leben gekostet hat. Genau vor fünf Jahren begann alles mit einer fröhlichen Feier und endete in einer der schlimmsten deutschen Katastrophen der Nachkriegszeit.

Was am 24. Juli 2010 in Deutschland passiert ist, ist wirklich furchtbar.

Love Parade - das Techno-Festival

In Feierlaune und mit Vorfreude auf die Technoparade begaben sich mehrere tausend Menschen in Richtung Duisburg. Die Loveparade fand seit dem Jahr 2007 an verschiedenen Orten im Ruhrgebiet statt und galt als größte kostenlose Tanzveranstaltung der Welt. Bereits in den Jahren zuvor konnte sich das Techno-Festival kaum retten vor Besuchern. Am 24. Juli 2010 haben, laut offiziellen Angaben, im Laufe des Tages insgesamt über 1,4 Millionen Besucher an der Veranstaltung teilgenommen.

Unvorstellbare Katastrophe

Was dann geschah, ist unvorstellbar. Das Festival ist gefragt und die Besucher kamen nicht nur aus Deutschland, um bei lauter Techno-Musik abzutanzen. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs sammelten sich die Menschenmassen besonders im Süden, denn dort war der Hauptzugang für die Besucher. Ein etwa 400 m langer Straßentunnel unter dem Bahngelände diente als Zugang und an den beiden äußersten Tunneleingängen befanden sich Eingangsschleusen, mit Hilfe denen man die Besucher kontrollieren und den Besucherstrom regeln wollte.

Gegen Nachmittag bildete sich allerdings ein Rückstau und es kam von Seiten der Polizei und der Ordner zu einigen Missverständnissen. Aufgrund des hohen Besucherandrangs, der sowohl vom Gelände als auch zum Gelände ging, wurde eine Polizeikette geöffnet und die Besucher strömten gleichzeitig zur Hauptrampe. Da immer mehr Menschen von beiden Seiten nachkamen, aber niemand ausweichen konnte, verdichtete sich das Feld auf gefährliche Art und Weise.

Immer mehr Besucher sammelten sich auf engstem Raum. Schließlich kam es zu einer Massenpanik und kaum jemand konnte mehr ausweichen. Bei diesem furchtbaren Vorfall starben 21 Menschen und über 500 Menschen wurden teilweise sogar sehr schwer verletzt.

Wie konnte das passieren? - Noch immer kein Prozess!

Auf der Suche nach den Verantwortlichen für dieses furchtbare Ereignis gibt es kaum Fortschritte. Immer wieder weisen die Organisatoren, der Bürgermeister der Stadt sowie die Polizei Anschuldigungen zurück. Das Erschreckende ist, dass bis heute die Schuld noch immer ungeklärt ist. Auch ein Strafprozess hat noch immer nicht begonnen. Was das für ein Horror für Hinterbliebene ist, kann man sich kaum vorstellen.

Obwohl die Staatsanwaltschaft Duisburg fast vier Jahre lang ermittelt hatte und mehr als 3000 Zeugen befragte, 37.000 Seiten an Akten zusammengetragen hatte und eine über 500-seitige Anklageschrift präsentierte, hat sich bisher immernoch nichts getan.

Heute, am 24. Juli 2015, jährt sich dieses furchtbare Ereigniss zum fünften Mal.
Eine Love Parade in diesem Umfang hat seitdem nicht mehr stattgefunden.

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