18. Mai 2021
CBD bei Akne – Ist das eigentlich erlaubt?

CBD bei Akne – Ist das eigentlich erlaubt?

CBD ist ein Cannabinoid der Marihuana-Pflanze, allerdings wird CBD oft fälschlicherweise in die Schublade der Rauschmittel gesteckt.

Akne CBD
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60 Prozent der Jugendlichen können die Sorge um Akne mit dem Ende der Pubertät ad acta legen. 40 Prozent jedoch leiden an Akne, die behandelt werden muss.

Anstatt einen Rauschzustand auszulösen, wie es Marihuana per se zugeschrieben wird, kann CBD eine steuernde Wirkung auf Körperfunktionen haben. Deswegen kommt es mittlerweile immer häufiger auch bei der Unterstützung medizinischer Behandlungen zum Tragen. Bei Depressionen, Angst, Übelkeit und Schmerzen kann CBD in Form von Öl als begleitende Therapie seitens des behandelnden Arztes empfohlen werden. Auch um Schmerzen und Entzündungen zu lindern sowie um die Darmaktivität, das Knochenwachstum und die Abwehrleistung zu stärken, werden CBD-haltige Produkte eingesetzt. Darüber hinaus soll der natürliche Inhalt der Produkte sich positiv auf den gesunden Teint auswirken und hilft sogar beim klassischen Teenie-Leiden: der Akne.

CBD-Produkte zeigen eine positive Wirkung bei Hautkrankheiten

Studien zufolge leiden etwa 60 Prozent der Menschen gerade im Jugendalter an Akne. Über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren hinweg bilden sich Mitesser und Pickel im Gesicht, die sich oft mit leichten, frei verkäuflichen Pflegeprodukten in den Griff bekommen lassen. Bei etwa 40 Prozent der an Akne leidenden Jugendlichen wird die klinische Akne diagnostiziert, die deutlich ausgeprägter ist und die auch nicht mit dem Ende der Pubertät verschwindet. Neuere Studien der vergangenen Jahre zeigen nun: CBD kann die Symptome der Akne verbessern. CBD-haltige Produkte sind vor allem deswegen besonders wirksam, weil sie die Talgproduktion reduzieren und Entzündungen lindern. Zudem wird CBD-haltigen Pflegeprodukten eine gute Verträglichkeit nachgesagt.

Und so funktioniert’s: Wer CBD-haltige Pflegeprodukte auf die Haut aufträgt, nimmt der Körper die Wirkstoffe dort auf, wo sie benötigt werden – nämlich auf der Haut. Damit kommt der Anti-Akne-Wirkstoff – im Vergleich zu Tabletten – direkt dort an, wo er wirken soll. Die Rezeptoren auf der Haut bieten den Cannabinoiden zahlreiche Möglichkeiten zum Andocken. Dass die Haut unter der Anwendung von CBD-haltigen Produkten austrocknet, weil die Talgproduktion reduziert wird, muss niemand fürchten, denn die Talgproduktion wird lediglich auf Normalzustand gebracht. Medizinisch betrachtet wird lediglich die Lipidproduktion reduziert, also genau das, was für Mitesser und Pickel der Nährboden ist.

CBD vs. THC – der Joint mit Marihuana ist kontraproduktiv für die Haut

Dass CBD und THC nicht in einen Topf bzw. in einen Cremetiegel gehören, wird spätestens dann klar, wenn der Blick auf die Wirkung von THC fällt. Dieser Wirkstoff erhöht nämlich den Fettgehalt der Haut und ist damit eigentlich der Gegenspieler zu CBD. Damit könnte der Marihuana-Joint die Akne im Gesicht im schlechtesten Fall sogar verstärken. Darüber hinaus werden im Rauch regelmäßig Giftstoffe nachgewiesen, die Entzündungen begünstigen, Heilungsprozesse verzögern und die Durchblutung verschlechtern. Für die Haut ist THC also pures Gift.

Zudem gilt: Auch wenn die Legalisierung von Marihuana immer und immer wieder diskutiert wird, gilt Marihuana als illegale Droge und unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. Das bedeutet rein juristisch betrachtet: Der Konsum ist nicht strafbar, wohl aber Besitz, Kauf und Verkauf. Klar ist damit auch, dass im Grunde jeder, der Marihuana konsumiert, sich im Vorfeld bereits strafbar gemacht hat, denn der Kauf von Marihuana fällt unter das Betäubungsmittelgesetz und ist demnach strafbar.

Vor der Pflege kommt die Reinigung

Bevor die CBD-haltige Pflege aufgetragen werden kann, ist auf die Hautpflege zu achten, die mit der gründlichen Hautreinigung beginnt. pH-neutrale Seifen und parfümfreie Seifen sind die beste Wahl bei unreiner Haut. Zu aggressive Reinigungsprodukte oder eine übermäßige Reinigung sind übrigens kontraproduktiv, denn sie zerstören das Bakterien-Milieu, das die Haut zu Regeneration braucht. Das kann letztlich eine noch schlimmere Akne zur Folge haben, da das Mikrobiom zerstört wird. Grundsätzlich gilt: Feuchtigkeitscremes, die verwendet werden, sollten auf Wasserbasis bestehen. Besonders öl- und fetthaltige Cremes sind hingegen kontraproduktiv und verstopfen hingegen eher die Poren. Auch bei Make-up und Sonnencremes sind fettfreie Produkte zu verwenden.

Fertige CBD-Pflegeprodukte vs. Do-it-yourself-Cremes

CBD-haltige Pflegeprodukte
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CBD-haltige Pflegeprodukte lassen sich fertig kaufen oder selbst kreieren.

CBD-Pflegeprodukte vom Hersteller in fertiger Form zu kaufen, ist sicherlich eine teurere Angelegenheit, als sie selbst herzustellen. Vor- und Nachteile haben jedoch beide Varianten. Clearifying-Produkte auf CBD-Basis, die verstopfte Talgdrüsen reinigen und bei öliger und gereizter Haut regenerieren, reinigen und pflegen, sind sehr ergiebig. Zudem sind die einzelnen Inhaltsstoffe bestens aufeinander abgestimmt. Das reduziert das Risiko einer Gegenreaktion.

Selbstkreierte CBD-Produkte, bei denen CBD-Öl lediglich zugesetzt wird, gehen oft mit einer vergleichsweise aufwändigen Suche nach den Einzelprodukten einher. Denn um eine CBD-Creme selbst zu machen, braucht es je nach Rezept beispielsweise Emulsan, Sheabutter, destilliertes Wasser, Trauben- und CBD-Öl. Anstatt Sheabutter kann auch Bienenwachs oder Kakaobutter verwendet werden. Statt Traubenöl sind auch Distel- oder Arganöl denkbar. Im schlechtesten Fall – wenn die Creme nur einmal angerührt wird – bleiben die angefangenen Einzelprodukte dann über. Zudem muss die Creme Schritt für Schritt angerührt, was auch bedeutet, dass die Mischung aus Sheabutter und Emulsan, die im Wasserbad erhitzt werden sollte, auf 40 Grad Celsius abgekühlt werden muss, bevor sie mit dem Wasser zusammenbracht werden kann. Wer sich nicht genau dran hält, erhält eine unpraktische Konsistenz oder riskiert gar eine mangelhafte oder negative Wirkung des fertigen Produkts.

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