Fettige Haut & Pickel: Deine 4-Step-Skincare-Routine für jeden Tag
Deine Stirn glänzt schon nach einer Stunde. Die Poren auf der Nase sind verstopft. Und neue Pickel kommen, obwohl du zweimal täglich wäschst. Klingt frustrierend? Wir haben 4 Tipps für dich!

Deine Stirn glänzt schon nach einer Stunde. Die Poren auf der Nase sind verstopft. Und neue Pickel kommen, obwohl du zweimal täglich dein Gesicht wäschst. Klingt frustrierend — und du bist damit nicht allein. Das Gute: Du brauchst keine zehn Produkte – sondern die richtigen vier.
Warum deine Haut das überhaupt macht
Fettige Haut in der Pubertät ist keine schlechte Hygiene. Dein Körper produziert gerade mehr Androgene — das sind Hormone, die die Talgdrüsen ankurbeln. Mehr Talg bedeutet: glänzende Haut, verstopfte Poren, Pickel.
Bei den meisten normalisiert sich das in den frühen 20ern wieder. Bis dahin hilft die richtige Routine, den Alltag erträglicher zu machen.
Dieser eine Fehler macht alles schlimmer
Du wäschst zu oft dein Gesicht. Das fühlt sich erstmal logisch an — viel Fett weg, also viel waschen. Aber mehr als zwei Reinigungen am Tag greifen den Hautschutzfilm an. Deine Haut produziert dann erst recht mehr Talg – ein echter Teufelskreis.
Das Gleiche gilt für Alkohol in Pflegeprodukten. Alcohol denat. mattiert kurz, trocknet aber aus. Die Reaktion deiner Haut: noch mehr Fett. Schau also immer auf die Inhaltsstoffe.
Und dann wäre da noch der größte Mythos: fettige Haut braucht keine Pflege. Falsch. Sie braucht nur leichte, ölfreie Produkte statt reichhaltiger Cremes.
Die 4 Produkte, die du wirklich brauchst
Vier Produkte reichen für eine funktionierende Routine und alle bekommst du in der Drogerie:
1. Milder Cleanser: Morgens und abends einmal reinigen — das reicht. Kein Schaum, der brennt. Kein Gel, das spannt. Einfach mild.
2. Leichtes ölfreies Feuchtigkeitsfluid: Ja, auch fettige Haut braucht Feuchtigkeit. Achte auf "nicht komedogen" auf der Verpackung. Komedogen bedeutet: verstopft Poren. Kokosöl, Lanolin, Paraffine und Silikone stehen auf dieser Liste.
3. Mattierender Sonnenschutz mit LSF 30+: Täglich. Auch im Winter. Auch wenn du nur zur Schule fährst. Hol dir einen, der speziell für fettige Haut gemacht ist — die gibt es in leichten Texturen.
4. BHA-Produkt mit Salicylsäure: Das ist der Gamechanger. Salicylsäure geht in die Poren rein und löst Verstopfungen. Aber nicht täglich — zwei bis dreimal pro Woche reicht. Mehr schadet der Hautbarriere.
Optional dazu: Ein Serum mit 5 bis 10 Prozent Niacinamid. Das reguliert die Talgproduktion und beruhigt Rötungen.
Morgens anders als abends
Deine Haut hat morgens und abends andere Bedürfnisse. Das klingt allerdings komplizierter als es ist.
Morgens: Reinigen, Fluid, SPF. Fertig. Das dauert fünf Minuten.
Abends: Gründlicher reinigen (Makeup und Sonnenschutz müssen komplett runter), dann das BHA-Produkt auftragen — aber eben nur zwei bis dreimal pro Woche. Danach Fluid.
Der Unterschied liegt im Abend: Da klärst du die Poren. Morgens schützt du die Haut für den Tag.
Was du ab sofort aus deiner Routine schmeißt
Schau dir deine Produkte an. Stehen diese Inhaltsstoffe drauf? Dann weg damit:
Kokosöl — sehr komedogen, verstopft Poren.
Lanolin — tierisches Fett, nichts für fettige Haut.
Paraffine — legen eine Schicht auf die Haut.
Alcohol denat. — trocknet aus, erhöht Talgproduktion.
Filmbildende Silikone — können Poren blockieren.
Viele günstige Produkte enthalten genau diese Stoffe. Ein Blick auf die Inhaltsstoffliste lohnt sich also.
Das passiert, wenn du dran bleibst
Eine Routine funktioniert nur, wenn du sie wirklich jeden Tag machst. Nicht zwei Wochen und dann aufhören.
Deine Haut braucht Zeit, um sich zu regulieren. Vier bis sechs Wochen sind realistisch, bevor du echte Veränderungen siehst. Bleib dabei — auch wenn es zwischendurch aussieht, als würde sich nichts ändern.
Wenn deine Haut trotz konsequenter Pflege stark entzündet ist oder Zysten bildet, ist ein Besuch beim Hautarzt sinnvoll. 🌿 Manche Formen von Akne brauchen mehr als Drogerie-Produkte — und das ist völlig okay.





