13. Mai 2020
Gesund und schön mit Pflanzenkraft

Gesund und schön mit Pflanzenkraft

Die Natur hält eine Vielzahl an Pflanzen bereit, die uns bei den Themen Schönheit und Gesundheit unterstützen. Wenn du dich also mal nicht so fit fühlst oder Probleme mit Pickeln oder schlechter Stimmung hast, dann gibt es bestimmt die passende Pflanze dafür!

brennessel blüte
© Pixabay

Für uns ist es heute ganz normal, dass wir bei Unwohlsein, Krankheiten oder kosmetischen Problemen zu einem Medikament oder einem fertigen Produkt aus der Apotheke oder Drogerie greifen. Doch diese Mittel sind nicht immer die erste Wahl, denn du kannst dir mit der großen Apotheke der Natur oft auch selbst helfen, und das sehr preisgünstig und einfach. Wir haben ein paar Tipps gesammelt!

Aloe Vera für deine Haut

Eine Aloe kannst du einfach auf einer Fensterbank anziehen. Sie muss nicht oft gegossen werden, denn sie speichert die Feuchtigkeit in ihren dicken Blättern. Pass aber auf, dass du die richtige Sorte hast, denn es gibt auch giftige Exemplare, wie Bloggerin Zhang aus Shanghai feststellen musste. In einer Gärtnerei oder im Onlinehandel bekommst du aber die passende Sorte, die du auch verwenden kannst.

Von deiner Aloe kannst du ein Stück abschneiden, wenn du es brauchst, und das Gel aus dem Inneren auf deine Haut tupfen. Das hilft bei kleinen Verbrennungen, Pickeln und sogar bei Schuppenflechte. Probier es immer erst an deinem Unterarm aus, um sicher zu sein, dass du nicht allergisch reagierst.

Aloe Vera Pflanze
© Pexels

Brennnesselsamen für gesunde Proteine

Die Brennnessel ist bei den meisten Menschen verhasst, doch damit wird der Pflanze auf jeden Fall unrecht getan. Man kann mit der Brennnessel nämlich viele tolle Sachen machen und sich selbst oder seine Pflanzen stärken.

  1. Eine Brühe aus Brennnesseln stärkt die Pflanzen in deinem Garten und hilft gegen Schädlinge. Das ist ein günstiger und extra wirksamer Dünger. Pflücke dafür einfach die Nesseln im Ganzen ab und gib sie in einen Eimer, den du mit Wasser auffüllst. Mach das draußen, denn es kann müffeln. Nun abdecken, stehenlassen, und täglich rühren. Nach ein bis zwei Wochen steigen keine Blasen mehr auf und du kannst die gegorene Brühe in einer Verdünnung von 1 zu 10 anwenden. Das ist ein Immunbooster für alle deine Pflanzen!

  2. Im Spätsommer beginnen die Brennnesseln zu blühen. Diese Blüten kannst du einfach mit der Schere ernten und dann entweder gleich frisch verwenden (in einem Smoothie) oder trocknen und später über dein Müsli oder deinen Salat geben. Die Möglichkeiten sind beinahe grenzenlos, denn die Samen schmecken superlecker. Sie enthalten sehr viele gute Öle, Eiweiß, Vitamine und sind ein einheimisches Superfood, das überall gratis zu haben ist. Brennnesselsamen stärken dein Immunsystem und machen dich fit und wach.

  3. Theoretisch kannst du von Brennnesseln auch die Blätter essen, deren Härchen du mit einem Nudelholz vom Piksen abhalten kannst. Ob als Spinat oder sogar gebraten aus der Pfanne, sie eignen sich sehr gut für eine vegetarische Ernährung, Nicht umsonst hießen sie früher: Das Fleisch des kleinen Mannes, denn in ihnen sind sehr viele Proteine und andere Nährstoffe enthalten.

Lavendel, um besser schlafen zu können

Vielleicht kennst du jemanden, der Lavendel in seinem Garten hat. Die Sträucher werden mit der Zeit richtig groß und blühen jedes Jahr. Die Blüten sind es, die man verwendet, um von ihrer beruhigenden und ausgleichenden Wirkung zu profitieren. In der Regel werden sie erst getrocknet und dann zum Beispiel in ein kleines Kissen genäht, wo sie ihren angenehmen Duft entfalten können. Schnupperst du am Abend daran, kannst du besser einschlafen, denn Lavendel beruhigt. Aus den frischen Blüten kannst du dir jedoch auch einen entspannenden Tee kochen. Dafür einfach einen Teelöffel pro Tasse verwenden, mit gerade nicht mehr kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen. Hmm, lecker!

Sehr beruhigend wirken auch CBD Öl oder Kapseln, Produkte, die in den letzten Jahren sehr in Mode gekommen sind. CBD ist der Teil des Cannabis, der nicht berauschend wirkt. Er hilft bei allen möglichen Krankheiten, entspannt und baut Ängste ab.

Rosenblüte
© Pixabay

Rosen für dein Wohlgefühl

Die Lehre von der Heilkraft der Düfte heißt Aromatherapie, und du kannst sie leicht selbst anwenden, ohne viel dafür zu lernen oder zu wissen. Dafür gehst du einfach sprichwörtlich immer der Nase nach und findest so heraus, welche Düfte dir besonders gut gefallen. Bei vielen Menschen ist das die Rose, die einen wirklich zauberhaften Duft hat. Sie tut der Psyche gut und unterstützt dich, wenn du einmal Stress hast. Du kannst dir einfach eine kleine, hübsche Schale mit getrockneten Rosenblättern auf deinen Schreibtisch stellen und bei nervigen Hausaufgaben daran schnuppern. Wenn du sie sammelst, denk daran, dass nicht jede Rose duftet. Auch wilde Rosen riechen sehr gut! Nimm von jeder Pflanze nur ein paar Blüten und frage nach einer Erlaubnis, bevor du in fremden Gärten etwas erntest.

Eine Alternative sind ätherische Öle, die es in allen Duftrichtungen gibt. Du kannst sie in deinem Zimmer verdampfen, auf ein kleines Kissen tropfen, an dem du dann schnuppern kannst oder sogar anstelle von Weichspüler für deine Wäsche verwenden.
 

Die Natur hat tausend kleine Geschenke für uns, die wir entdecken können! Mach dich auf die Suche und finde sie. Sei dabei aber immer achtsam und informiere dich, damit du Pflanzen nicht miteinander verwechselst. Wenn du dich näher dafür interessierst, kannst du auch an einer Kräuterwanderung teilnehmen. Solche Veranstaltungen gibt es an jedem Ort!

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