• Auf dem Weg zum eigenen Webshop

    Welche Vorüberlegungen dafür nötig sind und welche Hürden auf dem Weg zum Webshop lauern, verrät dieser Beitrag.

weiterlesen

Auf dem Weg zum eigenen Webshop

Mode und Kosmetik sind deine Leidenschaft? Regelmäßig beschreibst du auf deinem Blog die Anwendung und Herstellung von Produkten und postest bei YouTube sowie in deinen Social-Media-Kanälen Anwender-Tipps via Video? Dann könnte der nächste Schritt – um aus deinem Hobby einen Job zu machen – ein eigener Webshop sein. Welche Vorüberlegungen dafür nötig sind und welche Hürden auf dem Weg zum Webshop lauern, verrät dieser Beitrag.

So erstellst du deinen eigenen Webshop

Es gibt unendlich viele Webshops in Netz. Hast du das passende Produkt und das nötige Know-how, um gegen die Konkurrenz anzukommen?

Überlegungen im Vorfeld

Diese Grundsatzüberlegung muss sein: Hast du Lust aus deinem Faible für Mode oder Kosmetik eine Einkommensquelle zu kreieren? Hast du das fachliche Know-how, das Interesse und das passende Umfeld, um den Sprung zu wagen. Möglicherweise helfen dir diese Faktoren weiter:

  • Einen Webshop zu betreiben, kostet Zeit und Geld. Beides sollte in deinem Leben verfügbar sein, um das Abenteuer Webshop wagen zu können. Der Faktor Zeit ist dabei entscheidender als das Geld, denn Geld nimmst du beim Verkauf der Waren ohnehin ein, so dass sich die Kosten langfristig amortisieren können und sollten. Kalkuliere, wie hoch die Kosten für den Webshop sein werden (Installation, Hosting, Zertifikate, Zahlungswege, Updates, Programmierkosten) und errechne daraus, wie viel du einnehmen müsstest, damit sich dein Webshop rentiert. Die Redaktion von Impulse.de hat hier sieben Kostenfaktoren eines Online-Shops gelistet.
  • Die Konkurrenz ist groß. Online-Shops gibt es heutzutage für nahezu jede Produktgruppe. Deswegen solltest du dir im Vorfeld nicht nur Gedanken über Zeit und Finanzen machen, sondern auch darüber, welche Nische du besiedeln kannst, um neben der Konkurrenz zu bestehen. Die finanzielle Seite, also den Preis, den du für deine Produkte verlangst, ist dabei nur die eine Seite, denn der Preiskampf zum Discounter lässt sich nur schwerlich bestreiten. Stattdessen lautet der Expertenrat an jedes Webshop-Startup so: Erschafft euch eine USP. Nur so könnt ihr bestehen. 
  • Ist der Online-Shop im Kleinformat eine Option? Der Online-Shop im Kleinformat, also das Go-Live des eigenen Produktportfolios auf bereits bestehenden Shopping-Kanälen mit großem Bekanntheitsgrad, wie Amazon oder eBay, kann lediglich dann eine Alternative darstellen, wenn getestet werden soll, wie gut das Produkt ankommt. Langfristig rechnen sich diese Varianten kaum, weil die Wiederverkäufer gehörige Provisionen einstreichen – und zwar bei jedem einzelnen Produkt. Ein großer Vorteil ist das Übungsareal, das diese gängigen Online-Shops bieten. Rentabler ist hingegen der Verkauf im eigenen Online-Shop.

Die Entscheidung steht. Der Online-Shop soll starten

Nun gilt es Schritt für Schritt den Weg in Richtung Online-Shop zu gehen. Welche einzelnen Meilensteine du auf diesem Weg erreichen wirst, verraten die folgenden Tipps:

1.) Domainname finden, prüfen, buchen.

Zahlreiche Studien ergaben, dass die Domain möglichst kurz sein soll. So kann sich der User die Adresse leicht merken und manuell eintippen. Aus Online-Marketing-Sicht ist eine Domain empfehlenswert, die das Haupt-Keyword umfasst. In deinem Fall könnte das etwa Kosmetik oder Mode sein.

2.) Software wählen. Grundlegende Einstellungen beschließen.

Bei der Wahl einer Online-Shop-Software gibt es grundsätzlich zwei Optionen: Freeware und die Software, die dich etwas kostet. Welche Software es werden könnte, hängt sowohl von deinem Produktportfolio als auch von deinem Budget ab. Du solltest nicht davon ausgehen, dass Freeware immer kostenfrei bleibt. Meist sind spezielle Features kostenpflichtig. Die Redaktion von chip.de hat drei kostenlose Anbieter getestet und beschreibt Vor- und Nachteile. Zu den grundlegenden Einstellungen, die du jetzt beschließen musst, gehört ganz grundsätzlich die Bezahlmethode. Theoretisch gibt es eine Vielzahl an Bezahlmethoden. In der Praxis gelten Shop-Betreiber als seriös, die den Kauf auf Rechnung und per PayPal anbieten. Hinzu kommen weitere Optionen wie Vorkasse, Sofortüberweisung, Kreditkarte und Lastschrift.

3.) Software für die Abwicklung andocken

Der Webshop als solches ist nur ein Part deines neuen Businessmodells. Erklären lässt sich dies ganz einfach, denn natürlich reicht es dem Kunden nicht, nur zu bestellen. Er will seinerseits die Ware erhalten. Du willst von ihm Geld dafür. Um dieses Prozedere von Beginn an auf solide Software-Beine zu stellen, setzen viele Startups auf das Warenwirtschaftssystem von lexware, das unter shop.lexware.de, in drei Varianten verfügbar ist. Die Software verfügt über Funktionen im Bereich Angebot und Rechnung, Kunden- und Lieferantenverwaltung, Organisation in punkto Artikel, Lager und Waren sowie über eine SYBASE-Datenbank – und das bereits in der günstigsten Programmvariante. Neben der systemischen Komponente gilt es auch, die Wirklichkeit zu entwickeln: Der Webshop wird programmiert. Das Lager wird gefüllt.

Menschen sitzen auf einer Bank und arbeiten an ihren Laptops

Um Erfolg zu haben, musst du eine Marketing-Strategie aufsetzen oder für diesen Teilbereich einen versierten Profi als Freelancer, Partner oder Angestellten gewinnen.

4.) To-do-Liste erstellen. Aufgaben verteilen

Es ist der mitunter günstigste Wunschtraum, den du vielleicht hast, von dem du dich aber langfristig verabschieden muss: Die Idee, alles selbst zu machen, wird in der Praxis nicht funktionieren. Sinnvoller ist es, Spezialisten zu rekrutieren, die ansprechende Produktfotos machen, werbewirksame Produkttexte erstellen und sich ums Marketing kümmern. Dabei gilt das Prinzip, dass du selbst als Chef des Web-Shops die grundlegenden Entscheidungen triffst, beispielsweise welche Online-Kanäle bespielt werden. Wie du zum Beispiel die Reichweite auf Instagram steigern kannst, kannst du zwar im Blog unter lexoffice.de nachlesen, regelmäßig darum kümmern wird sich allerdings vermutlich dein Social Media Beauftragter. Alternativ bzw. für die Anfangsphase durchaus sinnvoll ist es, einen Part aus dem Web-Shop-Geschäft für dich selbst zu reservieren und diesen selbst zu bearbeiten, beispielsweise den Themenbereich Social Media. So bleibst du besser im Geschäft und auch näher an deinen Kunden. Je größer der Kundenstamm wird, desto mehr Unterstützer kannst und wirst du rekrutieren.

mehr zum Thema