Fit im Kopf - So bleibt das Gehirn im Training

Fit im Kopf - So bleibt das Gehirn im Training

Viele Menschen haben Schwierigkeiten, sich Namen und Zahlen zu merken. Bei der Begrüßung stellen wir plötzlich fest, dass uns der Name des Gegenübers entfallen ist. Im Supermarkt fällt uns plötzlich nicht mehr ein, was wir unbedingt kaufen wollten. Manchmal passiert es sogar, dass wir nicht mehr wissen, wo wir das Auto geparkt haben. Solche Konzentrationsschwächen im Alltag können wir vermeiden. Denn die Gedächtnisleistung lässt sich trainieren. Es gibt viele Strategien, um fit im Kopf zu bleiben. Hier erfährst du, was du tun kannst, um die Leistungsfähigkeit deines Gehirns zu stärken und zu erhalten. 

Mädchen steht vor Wand mit Fotos
© Pexels

1. Bewegung und Sauerstoff

Eine wesentliche Maßnahme, um fit im Kopf zu bleiben, ist regelmäßige Bewegung. Denn sportliche Aktivität fördert die Durchblutung und stärkt die Nervenzellen im Lernzentrum des Gehirns, von dem aus alle Informationen verarbeitet werden. Das Erinnerungs- und Lernvermögen wird auf diese Weise effektiv verbessert. Beim Joggen, Walken und Radfahren wird das Gehirn darüber hinaus optimal mit Sauerstoff versorgt. Eine Studie der Universität Michigan belegt, dass eine Stunde in der Natur die Leistung des Kurzzeitgedächtnisses um zwanzig Prozent erhöht.

2. Wiederholen hilft, sich Informationen einzuprägen 

Damit Informationen vom Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis übertragen werden, ist es erforderlich, diese zu wiederholen. Bei neuen Namen oder Daten solltest du daher Gelegenheiten nutzen, diese laut oder für dich im Kopf wiederzugeben. Wenn sich dir jemand vorstellt und du den Namen gleich wiederholst, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du diesen bei der nächsten Begegnung spontan abrufen kannst. Es ist auch hilfreich, sich ab und zu selbst ein paar Fragen zu stellen: An welchen Geburtstag muss ich demnächst denken? Was ist die Adresse der Arbeitskollegin, die ich neulich besucht habe? Wie heißen die Kinder meines Chefs? Mit der Zeit wirst du feststellen, dass es gar nicht so schwer ist, solche Informationen zu behalten. 

3. Zu viel Routine vermeiden

Unser Gehirn mag keine Eintönigkeit, sondern verlangt Abwechslung. Daher solltest du beispielsweise nicht jeden Tag den selben Weg zur Arbeit nehmen. Mehr Flexibilität bedeutet auch mehr Geistesgegenwart. Denn das Gehirn gewöhnt sich daran, neue Informationen schnell zu verarbeiten. 

4. Ab und zu mal im Kopf rechnen

Unsere Gehirnzellen wollen regelmäßig gefordert werden. Auch wenn du immer ein Handy mit Rechnerfunktion dabei hast, solltest du ab und zu einfach mal im Kopf rechnen. Während du im Supermarkt in der Schlange stehst, kannst du zum Beispiel den Gesamtpreis berechnen oder überschlagen.

5. Kreuzworträtsel lösen

Auch das Lösen von Kreuzworträtseln stärkt das die Konzentrations- und Merkfähigkeit. Die Ausdauer wird dabei ebenfalls gefördert. Denn meist möchten wir das Rätsel vollständig lösen. Viele der Fakten aus dem Rätsel prägen sich dauerhaft ein. Außerdem fällt es uns dann leichter, Aufgaben und Probleme systematisch und zielorientiert zu lösen. Wenn einem die richtige Lösung gerade nicht einfällt, kann man diese leicht im Internet nachschlagen.

6. Soziale Kontakte pflegen

Die Kommunikation mit Menschen fördert die Gedächtsleistung und Kreativität. Denn dabei lernen wir das aufmerksame Zuhören und das spontane Reagieren. Soziale Kontakte solltest du daher pflegen. Wichtig ist auch, aufgeschlossen für neue Kontakte zu sein. Zum Beispiel in der Bahn solltest du Gelegenheiten nutzen, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Wer das Handy in einer solchen Situation mal beiseite legt, hat die Chance, interessante Kontakte zu knüpfen oder einfach mal Menschen zu beobachten. 

7. Pausen einplanen und die Perspektive wechseln

Unser Gehirn möchte beansprucht werden, benötigt dabei aber auch Pausen, um aufzuräumen und sich auf neue Informationen einzustellen. Daher solltest du bei der Arbeit Phasen der Entspannung einplanen. Nach der Pause wird dein Konzentrationsvermögen erhöht sein. Besonders wirksam ist eine Pause, wenn du dabei die Perspektive wechselst. Beispielsweise kannst du vom deinem Büro aus ein paar Schritte über den Flur gehen oder ein kurzes Gespräch mit Kollegen in einem anderen Büro führen.

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