Geschlechtskrankheiten erkennen: Typische Symptome bei Tripper & Co

Geschlechtskrankheiten erkennen: Typische Symptome bei Tripper & Co

Wenn es im Schritt brennt, juckt oder schmerzhafte bzw. geschwollene Stellen auftreten, deutet dies auf eine Geschlechtskrankheit hin. Sollten sich darüber hinaus Bläschen, Warzen oder schmerzhafte Knötchen im Intimbereich zeigen, wird es höchste Zeit, sich ärztlich untersuchen zu lassen. Der nachfolgende Artikel zeigt typische Symptome von Tripper, Syphilis und anderen Geschlechtskrankheiten auf.

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Geschlechtskrankheiten sind dank rechtzeitiger Diagnose gut behandelbar

Die gute Nachricht zuerst: Die meisten Geschlechtskrankheiten sind, wenn sie rechtzeitig diagnostiziert werden, problemlos behandelbar. Mitunter fällt es jedoch nicht leicht, solche Krankheitsbilder zu erkennen. Einige Infektionen verursachen lediglich geringe Beschwerden oder verlaufen komplett symptomlos. Deshalb ist es sinnvoll, auf den eigenen Körper zu achten und selbst scheinbar unbedeutende Veränderungen zeitnah ärztlich abklären zu lassen.

Ein rechtzeitiges Handeln ist wichtig, da unbehandelte Geschlechtskrankheiten schwerwiegende Folgen haben können. Schlimmstenfalls führen manche Geschlechtskrankheiten zu Unfruchtbarkeit, begünstigen das Wachstum bestimmter Krebsarten oder lösen Entzündungen aus. Im Zweifelsfall kann es sinnvoll sein, einen entsprechenden Test bei zuständigen Ärzt*innen oder in Gesundheitsämtern durchführen zu lassen. Manche Angebote lassen sich online bestellen und ohne ärztliche Hilfe Zuhause durchführen. Ein Tripper- oder Chlamydien Test ermöglicht es, auch symptomlose Infektionen zu erkennen. Insbesondere Mädchen und Frauen, die regelmäßige Partnerwechsel haben, könnten einen solchen Test gelegentlich routinemäßig anwenden.

Krank durch Sex: Die Symptome können verschieden sein

Geschlechtskrankheiten verursachen teilweise unterschiedliche Symptome. Oftmals beginnen die Beschwerden an der Stelle, wo die Krankheitserreger in den Körper eingedrungen sind. Da sich manche Geschlechtskrankheiten schon beim Vorspiel übertragen, können sich beispielsweise auch im Mund- und Rachenraum oder im Analbereich Geschwüre bilden.

Ungewöhnlicher Ausfluss und Zwischenblutungen als Alarmsignale

Zu den häufigsten Symptomen der sexuell übertragbaren Krankheiten gehören ungewöhnlicher Ausfluss oder Zwischenblutungen aus der Scheide. Ein solcher Ausfluss riecht meistens unangenehm und ist, je nach Krankheitsbild, entweder grünlich, bräunlich oder gelblich gefärbt. Sobald Betroffene einen solchen Ausfluss oder ungeplante Zwischenblutungen bemerken, sollten sie sich vor allem auf Tripper, Chlamydien und Trichomonaden testen lassen.

Juckreiz und Ausschlag bei Geschlechtskrankheiten

Bei nahezu allen bekannten Geschlechtskrankheiten tritt Juckreiz als „Leitsymptom” auf. Oftmals, aber nicht immer, entstehen Ausschläge und/ oder gerötete Hautstellen im Intimbereich oder an anderen Körperstellen. Ein solcher Juckreiz im Intimbereich kann harmlos sein und auf eine „unkomplizierte” Geschlechtskrankheit hindeuten, kommt aber auch bei gefährlichen Infektionen wie Syphilis und HIV vor.

Schmerzen beim Toilettengang und/oder beim Geschlechtsverkehr

Bei Frauen, aber auch bei Männern können Schmerzen beim Wasserlassen auf eine vorliegende Geschlechtskrankheit hindeuten. Auch krampfhafte oder ziehende Schmerzen im Unterleib und beim Geschlechtsverkehr signalisieren, dass etwas nicht stimmt. Sollten Betroffene nach dem Geschlechtsverkehr Schmerzen haben, empfiehlt sich ein Test auf Chlamydien, Tripper und Trichomonaden.

Hautveränderungen

Ob nässende Hautstellen, Bläschen, Warzen oder Geschwüre: All diese Anzeichen können bei sexuell übertragbaren Infektionen auftreten. Meistens beschränken sich die Hautveränderungen auf den Intimbereich, können sich aber auch auf den gesamten Körper ausbreiten. Dies passiert beispielsweise bei einer unbehandelten Syphilis-Infektion, die sich nach Jahren im gesamten Körper ausbreitet und verhärtete Knötchen hervorbringt. Auch Feigwarzen und Krätze lösen veränderte Hautstellen aus. Tritt eine Leberentzündung auf, so kann sich zusätzlich die Haut und Bindehaut gelb färben. Mediziner sprechen in diesem Fall von der »Gelbsucht«, die unter anderem durch Hepatitis A, B und C entsteht.

Fieber und grippeähnliche Beschwerden

Bei Fieber, schmerzhaften Lymphknoten, Abgeschlagenheit und Muskelschmerzen sollten Kranke auch eine bisher unbemerkte Geschlechtskrankheit als ursächlich betrachten. Häufig sind diese Beschwerden die Symptome einer viralen Geschlechtskrankheit. HIV- aber auch Herpes- und Hepatitis-Viren können zeitverzögert fieberhafte Schübe und Gliederschmerzen auslösen.

Magen-Darm-Beschwerden (Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit)

Diese Symptome sind bei Geschlechtskrankheiten zwar selten, aber nicht ungewöhnlich. Vor allem über einen längeren Zeitraum hinweg können diese Beschwerden auf unbemerkte Krankheiten wie HIV, Syphilis oder Hepatitis hindeuten.

Diagnostizierte Geschlechtskrankheit: Was tun?

Eine diagnostizierte Geschlechtskrankheit lässt sich in den meisten Fällen gut behandeln. Liegen Chlamydien, Tripper oder Syphilis vor, so wird ein Antibiotikum verschrieben. Bei Warzen oder den verschiedenen Hepatitis-Stämmen stehen antivirale Medikamente zur Verfügung. Lediglich Genitalherpes und HIV sind nicht heilbar, aber mithilfe von antiviralen Medikamenten gut behandelbar. Bei einer mutmaßlichen HIV-Infektion besteht jedoch die Option, binnen zwei bis 48 Stunden eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) anzuwenden, die das Risiko einer Ansteckung um mehr als 80 Prozent verringert.

Besser: Sich rechtzeitig vor Geschlechtskrankheiten schützen

Da Geschlechtskrankheiten sowohl lästig, als auch ansteckend sind, ist es sinnvoll, sich bereits vorab bestmöglich zu schützen. Insbesondere bei wechselnden Sexpartnern sind Kondome oder Femidome Pflicht, um die Übertragung von Infektionen zu verhindern. Bei Oralverkehr lassen sich beispielsweise Lecktücher verwenden. Zudem besteht bei einigen Krankheiten wie Hepatitis A/B sowie HPV die Möglichkeit, eine Impfung zu erhalten.

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