• Lernen fürs Leben

    10 Dinge, die du vom Studium mitnehmen kannst

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Lernen fürs Leben: 10 Dinge, die Du vom Studium für später mitnehmen kannst

Die Zeit während Deines Studiums ist vor allem dazu da, dass Du Dir Fachwissen und wichtige Grundlagen in den Wahlfächern aneignest, die zu Deiner späteren beruflichen Karriere passen. Du wirst zahlreiche Vorlesungen besuchen, in Seminaren den Dozenten und Professoren zuhören und zwangsweise auch die ein oder andere Prüfung absolvieren, auf die Du lernen musst. Abseits dieses Alltags ist die Zeit an der Hochschule aber auch eine Zeit der persönlichen Entwicklung, eine Zeit, die Dich auf das spätere Leben vorbereitet. Was Du abseits der offiziellen Lehrpläne lernen kannst, zeigen wir Dir in diesem Artikel.

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1. Selbstorganisation

Wenn Du das erste Mal auf den Campus kommst oder die Uni-Bib betrittst, wirst Du neben vieler spannender neuer Eindrücke sicher auch ein wenig überfordert sein. Denn die Bibliothek, die zahlreichen Fakultäten, die Mensen, die Aulen, Vorlesungssäle, Seminarräume und alle anderen zur Uni gehörenden Gebäude sind nicht selten verstreut in einer Stadt oder zumindest über einen weitläufigen Campus. 

Während auf dem Gymnasium nicht nur hinsichtlich der Gebäude, sondern auch etwa der Lehrpläne und Arbeitsabläufe alles übersichtlicher war, musst Du Dir zu Beginn Deines Studiums auf eigene Faust einen Überblick verschaffen. Einen Einstieg findest Du am besten mit diversen Einführungsveranstaltungen und sonstigen Treffen, an denen Erstsemester teilnehmen können. Ansonsten wirst Du lernen müssen, Dich selbst zu organisieren.

Das gelingt am besten, wenn Du Dir zuallererst einige Fragen stellst, wie zum Beispiel:

  • Was ist mein Ziel?
  • Warum ist das mein Ziel? / Warum muss ich dieses Ziel erreichen?
  • Wann muss ich dieses Ziel erreicht haben?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, dieses Ziel zu erreichen? Und wie bekomme ich heraus, welche Möglichkeiten es gibt?
  • Was muss ich auf dem Weg dorthin alles beachten?

Selbst bei den einfachsten „Herausforderungen“, die am Anfang Deines Studiums auf Dich warten, kann es hilfreich sein, Dir zu diesen Fragen einige stichwortartige Antworten als Notizen und Merkzettel aufzuschreiben. Beim Erstellen Deines Stundenplans etwa oder beim Recherchieren nach Büchern in der Bibliothek helfen diese Fragen ungemein. Und sobald Deine Studienzeit vorbei ist, kannst Du diese Methode für andere tägliche Aufgaben anwenden.

Darüber hinaus wirst Du lernen, die Ruhe zu bewahren und Dich zu sammeln. Am Anfang mögen viele Dinge zum Verzweifeln sein und Dich unglaublich nervös oder gar ängstlich machen. Du wirst aber merken, dass sich mit der Zeit alle Probleme lösen lassen und Deine zunehmenden Organisationsfähigkeiten Dir immer mehr Sicherheit und Gelassenheit verleihen.

 2. Teamwork

Das Arbeiten in Gruppen gehört zu den meisten Studiengängen dazu.

Das Arbeiten in Gruppen gehört zu den meisten Studiengängen dazu.

Das Arbeiten in Gruppen, bzw. Teams wird Dir während Deines Studiums sicherlich mehrmals begegnen. Ob Du gemeinsam mit anderen bestimmte Inhalte in Seminaren erarbeitest oder ob Du Dich privat triffst, um Dich mit Kommilitonen auf Referate oder Präsentationen vorzubereiten, zu lernen oder um die im vorigen Punkt besprochene Organisation zu erleichtern – Du wirst nicht darum herumkommen, beim Arbeiten auf andere zu vertrauen und das Vertrauen anderer in Deine Arbeit in Anspruch zu nehmen. Du solltest das aber auch gar nicht als Problem ansehen, denn selbst, wenn Du eher der Einzelgänger-Typ bist und am liebsten alles selbst machst, wirst Du hin und wieder in Deiner Zukunft mit Problemen oder Aufgaben konfrontiert werden, die sich nicht im Alleingang lösen lassen. Alleine schon in den meisten Berufen etwa musst Du häufig mit anderen zusammenarbeiten.

Jeglicher Erfolg hängt dann davon ab, ob Du gelernt hast, Teile einer Aufgabe an andere zu übergeben, bzw. Teilaufgaben anzunehmen und am Ende gemeinsam zu einem alle zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen. 

Damit das am besten gelingt, solltest Du mit Deiner Gruppe – egal, welche Dinge ihr gemeinsam behandelt – zunächst feststellen, was das „Problem“ ist und wie es am besten gemeinsam gelöst wird. Anschließend werden individuelle Talente und Typen im Team besprochen und herausgestellt, um zu garantieren, dass einerseits effizient gearbeitet wird und das andererseits alle mit ihrer Arbeitszuweisung zufrieden sind. Denn nur, wenn die ganze Gruppe an einem Strang zieht, kommt am Ende etwas Vernünftiges dabei heraus.

3. Ängste überwinden

Während Deines Studiums wirst Du ständig mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Wie schon gesagt wird es Dir helfen, diese Herausforderungen zu meistern, indem Du Dich gut organisierst und Aufgaben in aller Ruhe und ohne Panik angehst. Dennoch lässt sich natürlich manchmal gegen bestimmte Ängste nichts machen. Eine wichtige Prüfung etwa, bei der Du nur zwei Versuche hast oder ein Referat vor einer großen Gruppe von Kommilitonen und mehreren Dozenten, lässt sich natürlich nur in den seltensten Fällen stress- und aufregungsfrei über die Bühne bringen. 

Das ist normal und letztlich auch nicht schlimm. Denn der einigermaßen sichere Rahmen der Hochschule ist die beste Gelegenheit, dich mit Situationen auseinanderzusetzen, die ein gewisses Unbehagen oder eben gar Angst auslösen und so eine Art „Hemmnis“ im Leben darstellen. 

Selbst, wenn Du an der Uni das ein oder andere Mal scheiterst, ist das meist kein Weltuntergang. Jeder ist sich bewusst, dass Studenten noch keine Profis oder Spezialisten, sondern eben junge Menschen in der Ausbildung sind. Wenn Dir also ein Fehler unterläuft, wird Dir niemand den Kopf abreißen. Und falls es Ärger gibt, wirst Du aus dem Fehler lernen; Du hast also nichts zu verlieren (außer natürlich, Du fällst zu oft bei einer Prüfung durch).

Damit Dir das zumindest aufgrund Deiner Aufregung nicht passiert, kannst Du nach und nach lernen, ganz konkret mit beispielsweise Prüfungsangst umzugehen. Es gibt dafür einige ganz gezielte Methoden, die Dir langfristig helfen, wie etwa eine bestimmte Atemtechnik oder Autosuggestion, bzw. positives Denken. 

Dir diese Methoden bereits während Deines Studiums anzueignen wird Dir nicht nur bei ebendiesem, sondern auch im späteren Berufsleben helfen. Denn hier werden ähnliche Herausforderungen auf Dich warten, wie während Deines Studiums. 

Du wirst vielleicht Vorträge vor einem größeren Publikum halten müssen. Oder Du wirst Dich Einstellungstest und Bewerbungsgesprächen stellen müssen. Je lockerer und souveräner Du diese Aufgaben meisterst, desto größer ist die Befriedigung für Dich selbst und desto höher sind die Chancen, für weitere persönliche Erfolge.

4. Verantwortung übernehmen

Wo wir schon beim Thema berufliche Karriere sind: Wenn Du das mit dem Karrieremachen so richtig ernst nimmst und schon immer im Kopf hattest, einmal eine Führungsposition zu bekleiden, kannst Du Dich schon während Deiner Studienzeit auf diese Position vorbereiten, indem Du unter Anderem lernst, Verantwortung zu übernehmen. Denn als Vorgesetzter ist diese Fähigkeit von ganz besonderer Bedeutung.

Die Möglichkeiten, sich an der Uni zu engagieren und sich mit Verantwortung auseinanderzusetzen sind vielfältig:

  • Der Beitritt in eine Fachschaft stellt eine der üblichsten und einfachsten Möglichkeiten dar, sich frühzeitig im Studium zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen. Genauer gesagt übernimmst Du mit einem solchen Posten die Verantwortung, die Anliegen aller Studierender Deines Fachbereiches angemessen zu vertreten – denn eine Fachschaft ist sozusagen die Stimme der Studierenden. Fachschaften vertreten aber nicht nur studentische Interessen am Lehrstuhl und in Instituten, sie helfen auch bei der Erstsemesterarbeit, organisieren Veranstaltungen und vieles mehr. 

Zwar musst Du in eine Fachschaft von den Studierenden gewählt werden und kannst ihr nicht einfach so beitreten, wenn Du Dich im Vorhinein allerdings ein wenig umhörst, was die Interessen Deiner Kommilitonen sind und wenn Du versuchst, bei der Wahl einen sympathischen Eindruck zu hinterlassen, ist es meist gar nicht so schwer, in eine Fachschaft gewählt zu werden

  • Wenn Du eher global denkst und Dich für eine „größere Sache“ stark machen willst, kannst Du Dich an vielen Unis via diverser Karteien über die Studierendeninitiativen, Hochschulgruppen und gemeinnützigen Vereine schlau machen und versuchen in einem Bereich, der Dich interessiert, Verantwortung zu übernehmen. Sei es in der Politik (von Asta über Wahlhelfer, Ortsverbände, Demonstrationen bis hin zur Flüchtlingshilfe), in der Wirtschaft oder bei internationalen Organisationen, wie UNICEF oder AIESEC sind die Möglichkeiten riesig
  • Es gibt Lernformen, die gesellschaftliches Engagement mit Deiner Fachausbildung verbinden. Über viele Unis gibt es etwa die Möglichkeit, Analphabeten, wie etwa Flüchtlingen, die gerade erst nach Deutschland gekommen sind, das Lesen beizubringen. Auch Grundschul-Nachhilfelehrerposten werden von Studentinnen und Studenten immer wieder übernommen. 

Du kannst Dich aber beispielsweise auch auf ungewöhnliches Terrain wagen und dabei mitunter nicht gerade geringe Verantwortung übernehmen. So gibt es beispielsweise in Frankfurt eine studentische Poliklinik, die Sprechstunden für Nicht-Krankenversicherte anbietet. Die Jungmediziner werden von erfahrenen Ärzten angeleitet.

5. Interkulturelle Kompetenzen

Auslandsaufenthalte sind vor allem zum Sprachenlernen sowie zum Erlernen interkultureller Kompetenzen sinnvoll.

Auslandsaufenthalte sind vor allem zum Sprachenlernen sowie zum Erlernen interkultureller Kompetenzen sinnvoll. 

In der heutigen globalisierten Welt zählen in Bezug auf fremde Kulturen und Begegnungen mit Menschen aus fernen Ländern vor allem zwei Dinge: Die Möglichkeit, mit diesen Menschen zu kommunizieren und die Möglichkeit mit ihnen in respektvoller Weise umgehen zu können. Für ersteres kannst Du Sprachen studieren oder begleitend zu Deinem Studium Sprachkurse absolvieren. 

Und selbst nach dem Studium bieten sich hier noch einige Möglichkeiten. Für zweiteres jedoch eignet sich das Studium ganz besonders gut. Während der Studienzeit kannst Du interkulturelle Kompetenzen erlangen, wie sonst wohl kaum mehr in Deinem Leben; und die erlangten Kompetenzen werden Dich in ebendiesem Leben immer begleiten. 

Eine der einfachsten und besten Möglichkeiten stellt das Auslandspraktikum dar. Dabei arbeitest Du eine Zeit lang bei einem Arbeitgeber in einem fremden Land und verknüpfst erste berufliche Erfahrungen mit einer Fremdsprache und dem Kennenlernen anderer Gepflogenheiten und Sitten als in Deutschland. Das Auslandspraktikum ist perfekt, wenn Du nicht zu lange wegbleiben möchtest, weil Du Dich bald wieder Deinem Studium zuwenden möchtest.

Möchtest Du dagegen etwas länger wegbleiben und Dein Studium auch im Ausland fortsetzen, bietet sich das Auslandssemester an. Hier bist Du mehrere Monate lang in einem fremden Land und kommst in jedem Fall mit einer Menge Erfahrungen zurück. Oftmals noch deutlicher als bei einem Auslandspraktikum wirst Du hierbei interkulturelle Kompetenzen entwickeln, die Dich auf Deinem späteren Weg begleiten werden. 

Da die Arbeitswelt auch immer internationaler und kosmopolitischer wird, ist es durchaus keine Seltenheit, dass Du in Deinem Beruf einmal mit ausländischen Kollegen oder Kunden zu tun haben wirst. Wenn Du dann schon weißt, wie und warum Menschen aus anderen Kulturkreisen lernen, studieren, handeln oder sich verhalten, kann das von unschätzbarem Vorteil sein.

6. Kochen und Backen

Egal ob Du für Dein Studium in eine WG, in ein Wohnheim oder alleine in eine kleine Wohnung ziehst – Du wirst zwangsläufig (vielleicht das erste Mal im Leben) für Dich selbst sorgen müssen. Du bist jetzt auf Dich allein gestellt, wenn es darum geht, zu putzen, zu waschen, einzukaufen, zu kochen und den ganzen restlichen Haushalt zu schmeißen. 

Ganz oben auf der Liste der Dinge, die nun zählen, steht das Kochen und eventuell auch das Backen. Denn wenn Du in der Uni fit sein möchtest und nebenher auch noch ab und an Sport treibst, solltest Du Dich einigermaßen gesund ernähren und gute Energie tanken. Das gelingt am besten, indem Du kochen lernst. Das muss anfangs gar nicht aufregend sein. Ein bisschen Gemüse in einer Pfanne mit Öl anbraten, dazu gekochter Reis oder Kartoffeln. Nach und nach wirst Du dann merken, dass Du ganz von selbst das Interesse entwickelst, einen Schritt weiterzugehen und vielleicht eine einfache Soße dazu machen möchtest. So entwickelst Du langsam ein Gefühl für das Einkaufen und das Kochen und kannst später einmal vielleicht sogar für Freunde oder die Familie etwas zaubern.

Backen wiederum macht in der Gemeinschaft am meisten Spaß. Die WG- oder Wohnheimküche zur Weihnachtszeit in eine Backstube zu verwandeln macht meistens ziemlich Spaß und Du wirst lernen, wie Du einfache Kekse und Plätzchen backst oder Dich vielleicht sogar an einem Kuchen versuchen. Für Fortgeschrittene ist das Brotbacken eine spannende Möglichkeit, sich der Selfmade-Nahrung immer mehr anzunähern.

7. Prioritäten setzen

Die Ablenkungen während Deiner Studienzeit sind groß. Willst Du aber erfolgreich durch alle Prüfungsphasen kommen, wirst Du Prioritäten setzen müssen.

Die Ablenkungen während Deiner Studienzeit sind groß. Willst Du aber erfolgreich durch alle Prüfungsphasen kommen, wirst Du Prioritäten setzen müssen.

Gerade wenn im Studium die ersten stressigen und fordernden Phasen aufkommen, wie etwa Prüfungsphasen oder die Vorbereitungszeit auf ein wichtiges Referat, kannst Du nicht mehr ohne Planung in den Tag hineinleben und Dir sagen „Wird schon werden“. Stattdessen gilt es, Prioritäten zu setzen. Es geht jetzt darum, sich aufs Studium zu konzentrieren und die Freizeitaktivitäten hintenanzustellen. Denn schließlich müssen bestimmte Creditpoints erlangt werden, um das Studium zu bestehen und abschließen zu können. 

 Wenn Du später einmal arbeitest, wirst Du in der Regel auch nicht frei entscheiden können, den einen Tag zur Arbeit zu gehen und den andere faul auf der Couch zu verbringen und Filme zu schauen. Deshalb solltest Du schon während der Studienzeit lernen, erst die Arbeit zu erledigen und Dir später das Vergnügen als Belohnung zu erlauben.

Ein ganz wichtiger Punkt in Bezug auf Prioritäten ist auch, dass Du konsequent bist, was Freunde und Kommilitonen angeht. Bist Du in einer Prüfungsphase, so ist es hart, Hauspartys zu meiden und Freunden abzusagen, die nach der Uni zum Badesee fahren. Dennoch geht es manchmal eben nicht anders. Wenn Du Dir sagst, dass es eben nur eine Phase ist und die Entspannung danach umso größer wird, bekommst Du es schon hin.

8. Haushalten

Es kann durchaus sein, dass Du nach Deinem Studium nicht sofort eine Praktikumsstelle oder gar einen festen Beruf findest. Stattdessen wirst Du Dich vielleicht sogar monatelang mit Nebenjobs und selbstständigen Tätigkeiten durchschlagen müssen und dabei mitunter vielleicht ein eher bescheidenes Gehalt beziehen. Wenn Du dann nicht weißt, wie Du mit diesem Gehalt haushaltest, also Deine Miete zahlst und einkaufen gehst, um am Ende des Monats nicht völlig ohne Geld dazustehen, kann es tatsächlich unangenehm werden. Deshalb solltest Du das Haushalten am besten schon während Deines Studiums üben.

Die Studienzeit bietet sich dafür auch hervorragend an, denn während ihr finanzierst Du Dir das Leben vielleicht auf verschiedene Weise und wirst etwa noch von Deiner Familie unterstützt, beziehst BAföG oder hast vielleicht sogar ein Stipendium erhalten und musst Dir so über das Geldverdienen erst einmal nicht ganz so viele Sorgen machen. Dennoch wird das Budget, das Dir zur Verfügung steht, meistens nicht ausufernd sein. 

Auch jetzt gilt es schon, gerade am Anfang Deiner „Selbstständigkeit“ vielleicht ein Haushaltsbuch zu führen. Das heißt, Du schreibst Dir auf, wieviel Du etwa für Deine Einkäufe, für das Feiern, für Universitätsmaterialien und für Freizeitaktivitäten ausgibst und überlegst dann, wo Du noch sparen könntest. 

Es ist spannend zu sehen, was wieviel kostet und Du wirst erstaunt sein, wieviel Spaß es machen kann, zu versuchen, für dies oder das weniger Geld auszugeben, um am Ende vielleicht noch etwas mehr übrig zu haben, um beispielsweise ins Kino zu gehen, Dir ein schönes Buch zu kaufen oder Dir hin und wieder mal eine Pizza zu bestellen.

9. Scheitern und wieder aufstehen

Nicht alles, was man im Leben anpackt, gelingt sofort. Nicht selten wirst auch Du an einer Aufgabe scheitern oder zumindest bei den ersten Versuchen keine Erfolge verzeichnen und denken, dass Du das nie schaffen kannst. An der Uni merken das viele zum ersten Mal: Wer zum Beispiel auf dem Gymnasium noch keinerlei Schwierigkeiten mit dem Lernstoff hatte, wird auf der Uni schnell merken, dass hier ein anderes Lerntempo und ein höherer Anspruch an der Tagesordnung sind. Natürlich kann das im ersten Moment ungewohnt und demotivierend sein. Und dennoch sind Erfahrungen, bei denen nicht alles sofort gelingt, wichtig und gut für das spätere Berufsleben. 

Denn es lassen sich nun einmal nicht alle Abläufe und Situationen planen und voraussehen. Und hin und wieder gibt es eben auch Aufgaben, für welche die eigenen Kompetenzen noch nicht ausreichen. Dann gilt es, sich von Niederlagen nicht runterziehen zu lassen und aufzugeben, sondern das Ganze von Neuem anzupacken und wieder aufzustehen. Denn aus jedem Fehler lässt sich eine Lehre ziehen, die produktiv in das Meistern zukünftiger Herausforderungen einfließen kann.

10. Blick über den Tellerrand

Ein Blick über den Tellerrand während des Studiums, stärkt Dich für Herausforderungen in der Zukunft und lässt dich neugierig und flexibel bleiben.

Ein Blick über den Tellerrand während des Studiums, stärkt Dich für Herausforderungen in der Zukunft und lässt dich neugierig und flexibel bleiben.

 Wie Du an mehreren Stellen dieses Artikels vielleicht schon gemerkt hast, bietet Dir die Universität nicht nur die Möglichkeit, eine Art Spezialist in den von Dir ausgewählten Fächern zu werden, sondern Dich auch in anderen Bereichen zu informieren, zu bilden und zu engagieren. 

Diese Gelegenheiten solltest Du nutzen, um Deinen Horizont zu erweitern. Es geht dabei gar nicht so sehr darum, ganz besonders viele Dinge zu lernen oder Dir bestimmte Kenntnisse anzueignen. Vielmehr zählt es, dass Du neugierig bist und offen und flexibel bleibst. Das heißt, Du solltest die Augen offenhalten und Möglichkeiten erkennen, mutig sein, Neues auszuprobieren und Dinge auch einmal anders machen, als es die anderen vielleicht tun. 

Dieser Blick über den Tellerrand hinaus, also über Dein Studium und über Deine obligatorischen Pflichten hinaus ist es, der Dir sicherlich auch in der Arbeitswelt und Deiner zukünftigen individuellen Karriere von Nutzen sein wird.

Fazit

Wie Du siehst, bedeutet Studieren nicht nur Bücherlesen, Professoren und Dozenten bei ihren Vorträgen zuhören, lernen und Klausuren schreiben, sondern auch Selbstständigkeit zu erlangen, für sich selbst sorgen zu können, zu Haushalten und diverse persönliche Kompetenzen zu erlangen, die es Dir ermöglichen, zufrieden und erfolgreich den Alltag zu bestreiten. Die Studienzeit ist die optimale Zeit, all diese Fähigkeiten nach und nach auf quasi natürliche Weise zu erlangen, um sie später im Berufsleben und im Alltag von ganz alleine umsetzen zu können. Ein letzter Tipp von unserer Seite: Bei allem, was Du lernst und tust, locker bleiben! Egal wie schwierig es scheint, mit der Zeit ist (fast) alles machbar.

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