• Spielsucht – 5 Tipps wie du sie erkennst und bekämpfst

    Spielsucht kann gefährlich sein. Das kannst du tun!

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Spielsucht – 5 Tipps wie du sie erkennst und bekämpfst

Kennst du das auch? Du möchtest dich mit einer Freundin oder deinem Freund verabreden und wurdest versetzt mit den Worten "Sorry ich bin mitten in einem Game, ich kann doch nicht"? Oder du besuchst ein paar Kollegen und wirst wegen dem Rechner oder der Konsole total ignoriert? Mal ganz abgesehen davon, dass man sich als Zuschauer meistens schrecklich langweilt, beschleicht einen manchmal die Frage: Ist das noch normal? Mit diesem Guide helfen wir dir, die Alarmsignale für Spielsucht zu erkennen und dem Betroffenen zu helfen. 

Spielsucht kann gefährlich sein. So erkennst du sie.

Spielsucht kann gefährlich sein. So erkennst du sie.

1. Kontrollverlust

Ein Spielsüchtiger hat sich nicht mehr im Griff. Das Spielen und der Gedanke daran beherrscht sein ganzes Leben. Er wird alles dafür tun, damit er seine komplette Zeit mit dem Spiel verbringen kann. Hausaufgaben und Referate werden links liegen gelassen, jede freie Minute wird mit Zocken verbracht. Auch Schulschwänzen und ständiges Zuspätkommen ist bei Süchtigen keine Seltenheit.

2. Gehenlassen

Spielsüchte haben nur eines im Sinn: Gaming! Da wird alles andere zur Nebensache: Egal ob Schlaf, Essen oder Körperpflege. Lässt sich die Person bei der du eine Sucht vermutest zunehmend gehen? Wirkt sie abgemagert, ungesund und müde? Das kann (muß aber nicht immer) ein Zeichen dafür sein, dass das Gaming die Kontrolle übernommen hat.

3. Stimmungsschwankungen

Genau wie bei Alkohol- und Drogensüchtigen wirkt sich die Sucht auf den Gemütszustand des Betroffenen aus. Er oder sie wird unruhig, leidet unter extremen Stimmungsschwankungen, Depressionen oder unbegründeten Wutanfällen. Natürlich kann das auch ganz andere Gründe haben, wie Stress in der Schule oder Zoff mit den Eltern. Wenn diese Kriterien jedoch ausgeschlossen werden können, kann das durchaus ein Alarmsignal sein.

4. Keine anderen Aktivitäten

Wenn Sucht bei einem Menschen die Überhand gewinnt, zählt sonst gar nichts mehr. Hobbies werden komplett links liegen gelassen, Treffen mit Freunden abgesagt, und die Schulnoten rutschen in den Keller. Das komplette Leben dreht sich nur noch um Gaming und alles was damit zusammengehört. Selbst wenn der Betroffene merkt, dass sich dieses Verhalten negativ auf den Alltag auswirkt, wird er keine Anstalten machen, etwas daran zu ändern. 

5. Zocken beherrscht alles

Egal ob ihr unterwegs seid oder einfach zuhause abhängt, entweder wird permanent der Computer oder das Handy gecheckt oder der Betroffene redet von nichts anderem mehr und langweilt seine Umgebung permanent mit uninteressanten Details und Fakten des Spiels. Alle Gedanken und Handlungen sind nur aufs Gaming ausgerichtet, die Spielsucht hat die absolute Kontrolle übernommen.

Was kannst du tun, wenn du denkst, jemand ist spielsüchtig? 

Glücksspielsucht gehört zu den sogenannten „stoffungebundenen Süchten“. Das bedeutet, es wird keine Substanz (wie Alkohol, Exctasy, Marihuana) benötig um high zu werden. Das macht es besonders schwierig, diese Art der Sucht zu erkennen. 

Wer sich nicht sicher ist ob er einen Betroffenen kennt, kann die Beratungshotline der Berliner Charite kontaktieren oder sich an eine nahegelegene Suchtberatungsstelle wenden. Auch online gibt es verschiedene Seiten, die einem dabei helfen können, Suchtprobleme zu identifizieren und verantwortungsvoll damit umzugehen.

Möchtest du der süchtigen Person selbst helfen, gibt es einiges im Vorfeld zu bedenken.

Du kannst niemanden dazu bringen, seine Sucht zu besiegen. Das muss der Betroffene selbst tun. Dein Hauptziel sollte sein, verschieden Arten von Unterstützung anzubieten. Hol dir dafür unbedingt auch die Unterstützung von Erwachsenen! 

Wichtig ist es auch, nicht zu vergessen, dass es sich beim Betroffenen um einen Menschen mit Gefühlen handelt und nicht einfach um einen „Süchtigen“. Der Kampf mit der Sucht wird für die Person schon hart genug werden, Vorwürfe oder Lästereien können zu Rückfällen oder sogar totaler Verweigerung führen. Wenn du jedoch ein offenes Ohr für die Gedanken und Probleme des Betroffenen hast und deine volle Unterstützung anbietest, kann das positiv zur Genesung beitragen.

Vergiss dabei aber auch nie auf dich selbst zu achten. Wenn du merkst, dass die Situation dich überwältigt oder du nicht weißt wie du mit bestimmten Dingen umgehen sollst, zögere nicht dir Hilfe von Erwachsenen zu holen.

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