Trotz Belästigung: Frauen radeln in Kairo

Trotz Belästigung: Frauen radeln in Kairo

Überschriften wie „Frauen sind Freiwild im neuen Ägypten“ von „Welt.de“ und „Studie: Arabische Frauen leiden in Ägypten am meisten“ von „Spiegel.de“ machen deutlich: In Ägypten hat man es als Frau alles andere als leicht. In vielen Vierteln in Kairo ist es von der Gesellschaft sogar verpönt, dass Frauen Rad fahren. Doch bei der jüngeren Generation regt sich der Widerstand gegen solche Schikanen.

Natürlich kann man nicht verallgemeinern, dass alle Männer in Ägypten Frauen nur als Sexobjekt oder sonstiges sehen. Doch die schlimme Geschichte um die 23-jährige Holländerin, die auf dem Tahir-Platz von Kairo von fünf Männern vergewaltigt wurde, machte weltweit Schlagzeilen. Der Übergriff war so heftig, dass die Frau nachher notoperiert werden musste. Und das ist auch nicht der erste Fall dieser Art in Ägypten.

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Vor allem die jüngere Generation will sich mit Schikanen und sexueller Belästigung nicht abfinden. Sie protestieren – und zwar auf ihren Fahrrädern. Die sind nicht nur umweltfreundlicher, günstiger und schneller als das Auto: Das Rad fahren steht auch für eine gewisse Freiheit, die sich die Frauen in Kairo nehmen.

+ + Kampf gegen Vorurteile & festgefahrene Traditionen + +

Die Initiative „Go Bike“ möchte das Rad fahren wieder fördern. „Es sollte für eine Frau ganz normal sein zu radeln, ohne belästigt zu werden – wir ermutigen sie dazu“, sagte Hameer Sami, die zur Initiative gehört. Und auch wenn es nur ein kleiner Schritt ist – vielleicht können sich so die Bedingungen auf den Straßen von Kairo ändern.

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