Volljährig gleich unabhängig? Warum selbst mit 18 die ganz große Freiheit noch auf sich warten lässt

Volljährig gleich unabhängig? Warum selbst mit 18 die ganz große Freiheit noch auf sich warten lässt

Mit 18 kannst du tun und lassen, was du willst – so lautet das große Versprechen. Und da scheint ja einiges dran zu sein, denn schließlich fiebert nicht umsonst jeder Teenie seinem 18. Geburtstag entgegen.

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Tatsächlich bist du nun vor dem Gesetz für dich selbst verantwortlich. Das hat gute und weniger gute Seiten, wie du schon bald feststellen wirst. Denn abgesehen von mehr Rechten, kommen nun auch mehr Pflichten auf dich zu. Auch sonst winkt die große Freiheit nicht gleich ab dem 18. Lebensjahr. Wir erklären dir, welche Einschränkungen du trotz deiner Volljährigkeit vorerst noch in Kauf nehmen musst und wie du dir deine Lage angenehmer gestalten kannst.

Viele Rechte, viele Pflichten 

Wenn du 18 wirst, erwarten dich neue Rechte – und neue Pflichten. Du darfst nun über vieles selbst entscheiden, musst dich aber gleichzeitig an neue Regeln halten.

Volle Geschäftsfähigkeit

Volljährig zu sein bedeutet zuerst einmal, dass du das Alter erreicht hast, um die volle Geschäftsfähigkeit zu erlangen. In Deutschland gilt man ab 18 Jahren als volljährig – das ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 2 BGB) so festgeschrieben. Mit deiner Volljährigkeit bist du ganz allein für dein Handeln verantwortlich, die Vormundschaft und das Sorgerecht deiner Eltern hat ab jetzt ein Ende. Das heißt: Sie dürfen nun nicht mehr darüber entscheiden, wo du dich aufhältst, und sie sind nicht mehr dafür verantwortlich, was du tust. 

Du trägst die Verantwortung

Das bedeutet auch, dass deine Eltern oder andere Sorgeberechtigte nicht mehr für dich haften, sobald du 18 Jahre alt bist. Du allein trägst die Konsequenzen deiner Entscheidungen und Handlungen. Im Ernstfall kannst du jetzt nach dem allgemeinen Strafrecht verurteilt werden. Allerdings ist das nicht zwingend der Fall, weil Jugendliche zwischen 18 und 21 vor Gericht als Heranwachsende gelten und somit im Einzelfall noch das Jugendstrafrecht greift. 

Kein Jugendschutzgesetz mehr

Wo wir gerade beim Gesetz sind: Wenn du 18 bist, hast du keine Beschränkungen mehr durch das Jugendschutzgesetz. Dieses Gesetz regelt den Schutz von Jugendlichen in der Öffentlichkeit. Dazu gehören Verkauf, Abgabe und Konsum von Alkohol, Tabakwaren, Filmen und Computerspielen. Die Altersbegrenzungen, die dafür gelten, sind für dich ab 18 nicht mehr relevant. Das betrifft auch die „Ausgehzeiten“, die für Minderjährige um 24:00 enden. 

Weitere Rechte

Mit 18 erwarten dich noch mehr Rechte. Sobald du volljährig bist, gilt für dich keine Schulpflicht mehr und du kannst selbst entscheiden, wo du zur Schule gehen, eine Lehre anfangen oder studieren möchtest. Vorausgesetzt, du hast mindestens einen mittleren Abschluss, auch mittlere Reife oder Qualifizierter Sekundarabschluss I. Entschuldigungen und Zeugnisse darfst du jetzt selbst unterschreiben.

Wie deine Schule und weitere Ausbildung, darfst du mit 18 auch deinen Wohnort selbst bestimmen und zuhause ausziehen. Darauf fiebern viele Jugendliche hin. Genauso wie auf das Autofahren. Sobald du 18 bist, darfst du ohne Begleitperson fahren – natürlich nur dann, wenn du deinen Führerschein schon in der Tasche hast. 

Auch heiraten ist jetzt ohne das Einverständnis deiner Eltern oder des Familiengerichts erlaubt. Jedenfalls, wenn ein Partner auch schon volljährig ist. Ansonsten müsst ihr einen entsprechenden Antrag beim Familiengericht stellen, wenn ihr vor den Traualtar treten wollt. 

Wenn du volljährig bist, erhältst du außerdem das aktive und passive Wahlrecht. Das aktive Wahlrecht bedeutet, dass du bei den nächsten Bundestags-, Landtags-, Kommunal- und Europawahlen mitmischen und deine Kreuzchen setzen darfst. Das passive Wahlrecht meint, dass du dich auch selbst zur Wahl aufstellen lassen darfst. 

Keine finanzielle Unabhängigkeit in Sicht

Wenn du 18 bist, kannst du dir alles kaufen, was du möchtest. Zumindest ist das in der Theorie so. Auf der Einkaufsliste stehen bei den meisten das erste eigene Auto und eine eigene (Miet-)Wohnung.

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Generell will man mit 18 endlich finanziell (von den Eltern) unabhängig sein und seinen Lebensunterhalt alleine bestreiten.

Doch das, was man sich mit 18 alles kaufen will, kann man sich meistens noch gar nicht leisten. Das Problem liegt hier also nicht darin, dass du die Sachen nicht kaufen darfst, sondern darin, dass dir die finanziellen Mittel dafür fehlen. Schließlich hat kaum einer mit 18 schon so viel Geld auf der hohen Kante, wenn man gerade erst die Schule abgeschlossen hat oder noch mitten in der Berufsausbildung steckt. Doch es gibt ein paar Möglichkeiten, wie du dein Konto aufbessern kannst und zumindest etwas weniger vom Geldbeutel deiner Eltern abhängig bist:

BAföG beantragen

Die einfachste Art, um schnell und einfach an zusätzliches Geld heranzukommen, ist, einen BAföG-Antrag zu stellen. Der Staat unterstützt mit dem Berufsausbildungsförderungsgeld (kurz: BAföG) nicht nur Studenten, sondern auch Schüler und Auszubildende. Den erhaltenen Betrag musst du nur zur Hälfte zurückzahlen.

Dich für ein Stipendium bewerben

Ein Stipendium ist eine weitere Möglichkeit, um die Finanzen etwas aufzustocken. Es gibt viele verschiedene Stipendienformen in Deutschland, von denen sich einige explizit an Schüler richten. Die Voraussetzungen, die du erfüllen musst, sind genauso unterschiedlich wie die Stipendien selbst. Manche unterstützen dich finanziell bei Anschaffungen und Zahlungen rund um die Schule, wenn deine Eltern nicht genug Geld verdienen. Andere sind speziell für die Finanzierung eines Auslandsjahrs gedacht. 

Einen oder mehrere Nebenjobs machen

 Wenn du noch zur Schule gehst, ist es recht einfach, dein Konto mit einem oder sogar zwei Nebenjobs aufzustocken. Echte Klassiker unter den Nebenjobs sind kellnern, Nachhilfe geben, als Aushilfe arbeiten und Babysitten. Natürlich gibt es noch viel mehr Möglichkeiten. Achte aber nicht nur auf deinen Kontostand, sondern auch darauf, dass trotz Nebenjob noch genug Zeit für die Schulaufgaben bleibt. Ein guter Schulabschluss ist schließlich wichtiger als ein guter Kontostand. 

Einen Kredit aufnehmen

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Du bist für deine Ausbildung auf ein Auto angewiesen oder du musst für dein Studium von Zuhause ausziehen, hast aber nicht das nötige Geld dafür? Eine Lösung für dein Problem ist, einen Kredit aufzunehmen. Ein Privatkredit wird für viele verschiedene Zwecke benutzt, oft eben auch dafür, um sich ein Auto leisten zu können. 

Damit bei der Kreditvergabe alles glattläuft, musst du ausreichend Sicherheiten vorlegen. Schließlich muss sich die Bank absichern, bevor sie Geld verleiht, und dafür benötigt sie von dir eine Reihe an Informationen. Standardmäßig musst du die letzten drei Lohnabrechnungen vorweisen und die Kontoauszüge eines Monats. Damit weist du nach, dass du genügend Geld hast, um die Kreditraten regelmäßig zu zahlen. Bei der Autofinanzierung musst du als zusätzliche Sicherheit den Fahrzeugbrief bei der Bank hinterlegen, so lange die Kreditlaufzeit andauert. 

Hast du deine Finanzen im Griff?

Mit 18 darfst du Vollzeit arbeiten gehen, weil du nicht mehr unter das Jugendschutzgesetz fällst. Sprich: Du darfst jetzt mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten, auch im Schichtdienst. Mehr arbeiten bedeutet natürlich auch mehr Geld. Grundsätzlich kannst du dir von deinem Geld alles kaufen, was du möchtest, solange es dein Finanzstatus zulässt. Denn für dich gelten keine Altersbeschränkungen bei Filmen und PC-Games mehr. 

Außerdem kannst du dich mit 18 beim Online-Shopping austoben. Du darfst jetzt auch eine Kreditkarte beantragen und dein Glück beim Lotto versuchen. Noch dazu bist du dazu berechtigt, selbst Verträge abzuschließen, zum Beispiel Kaufverträge oder Handyverträge. 

Allerdings trägst du aber auch die Verantwortung dafür, dass du Rechnungen pünktlich bezahlst und immer flüssig genug bist, um den Zahlungen nachzukommen. Das schließt ein, dass du nicht über deine Verhältnisse lebst und dein Geld nicht wahllos ausgibst. Deswegen ist es sehr wichtig, dass du deine Finanzen gut im Griff hast. Die folgenden Tricks helfen dir dabei.

Ein Haushaltsbuch führen

Ein Haushaltsbuch? Klingt im ersten Moment ziemlich spießig, ist tatsächlich aber eine sehr effektive Methode, um deinen Finanzstatus immer im Blick zu haben. Wie gehst du am besten vor? In ein Notizbuch, das du nur für diesen einen Zweck nutzt, trägst du zuerst die Einnahmen ein, die regelmäßig auf dein Konto eingehen. Diesem Betrag stellst du deine Fixkosten gegenüber. Das sind Mietkosten, Versicherungsbeträge, Spritkosten und ähnliche regelmäßige Ausgaben. Am besten rechnest du die Beträge auf den monatlichen Durchschnittsbetrag herunter. Anschließend verrechnest du deine Einnahmen mit den Ausgaben. 

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So weißt du genau, wie viel Geld du im Monat noch für die sogenannten variablen Kosten übrig ist, sprich: Einkäufe, Kleidung, Freizeit und Ähnliches. Damit sich diese Ausgaben im Rahmen halten und nicht dein Budget sprengen, solltest du dir Limits setzen. Lege für jeden Monat fest, wie viel Geld du maximal für Shoppen, Kino und Essen ausgeben willst, um am Monatsende noch etwas übrig zu haben.

Bar bezahlen statt mit Karte

Ein weiterer Tipp, um deine Finanzen unter Kontrolle zu behalten: Wenn möglich, bar bezahlen anstatt mit der EC-Karte. Es ist wirklich so, dass man Geld leichtfertiger ausgibt, wenn man die Karte nutzt. Spätestens bei den nächsten Kontoauszügen ist der Schock dann aber vorprogrammiert, weil sich so viele Ausgaben angesammelt haben. 

Bei Barzahlungen kann dir das nicht passieren. Ganz einfach deswegen, weil du es jedes Mal direkt siehst, wenn du Geld aus deinem Geldbeutel nimmst. Dabei siehst du auch, wie viel du von dem Geld, das du auf der Bank abgehoben hast, schon ausgegeben hast und wie viel noch übrig ist. Das vermittelt dir einen ziemlich deutlichen Eindruck von deiner Finanzlage. Mit dieser Methode wirst du dir künftig manche Käufe gründlich überlegen.

Tun und lassen, was und wann du willst? Nicht ohne Konsequenzen!

Wenn man 18 ist, kann man tun, was man will – könnte man meinen. Tatsächlich gibt es aber trotz Volljährigkeit immer noch bestimmte Einschränkungen für dein Handeln, die sich (vorerst) nicht ablegen lassen.

Angemessen verhalten

Grundsätzlich darf dir niemand mehr vorschreiben, wie lange du abends ausgehst oder wie du deine Freizeit gestaltest. Doch solange du noch zuhause bei deinen Eltern wohnst, solltest du dich an Absprachen und die Gepflogenheiten halten, die zuhause herrschen. Allein schon, damit der Haussegen nicht schief hängt, weil du nur noch machst, was du willst. 

Allgemein solltest du ein angemessenes Verhalten an den Tag legen, wenn andere Menschen involviert sind. Sprich: Wenn du in einer eigenen Wohnung wohnst oder mit deinen Freunden in deinem Zimmer zuhause abhängst, solltest du dich so verhalten, dass sich keiner von dir belästigt oder gestört fühlt. Dazu gehört zum Beispiel, die Musik nicht voll aufzudrehen und dich ab 22 Uhr an die Nachtruhe zu halten. Auch auf der Arbeit solltest du dich angemessen und anderen gegenüber respektvoll verhalten. 

Einschränkungen

Generell solltest du dich zu benehmen wissen. Während es von deinen Eltern höchstens einen kräftigen Tadel zu befürchten gibt, wenn ihnen dein Verhalten nicht passt, sind viel härtere Konsequenzen zu erwarten, wenn du dich nicht an die gesetzlichen Grenzen hältst. 

Doch es gibt noch mehr, was dich in deinem Handeln einschränken kann. Zwar ist es dir mit 18 erlaubt, so lange auszugehen, wie du willst, und in jeden Club feiern zu gehen – aber das heißt nicht, dass du dafür immer freie Bahn hast. Wenn der Kneipenwirt zumachen will, ist er durchaus dazu berechtigt, dich aus seiner Bar zu schmeißen, auch wenn du lieber noch ein paar Stunden geblieben wärst. Der Türsteher ist dazu befugt, dir den Zutritt zum Club zu verweigern, wenn du seiner Meinung nach nicht zur Klientel passt oder er dir aus anderen Gründen keinen Zutritt gewähren will. 

Verträge einhalten

Mit 18 darfst du eigenständig Verträge abschließen. Die gehen aber immer mit bestimmten Verpflichtungen einher, an die du dich zwingend halten musst. Dein Arbeitsvertrag gibt zum Beispiel deine Arbeitszeiten und die Anzahl deiner Urlaubstage vor. Außerdem hast du Verpflichtungen wie die Verschwiegenheitspflicht, die es einzuhalten gilt. 

Der Mietvertrag ist nicht nur der Beleg dafür, dass du eine Wohnung beziehen darfst. Du verpflichtest dich damit auch dazu, die Miete pünktlich zu zahlen und die Vereinbarungen einzuhalten, die im Vertrag aufgeführt sind. Zum Beispiel regelmäßig das Treppenhaus putzen, im Winter die Außentreppe von Schnee befreien oder beim Auszug die Wohnung neu streichen.

Mehr Freiheit bedeutet auch mehr Verantwortung

Die vielen Rechte und Freiheiten, die dich mit 18 erwarten, sind sehr verlockend und sorgen für viel Vorfreude. Zuhause auszuziehen, ein eigenes Auto haben und ähnliche Freiheiten, die du als Volljährige hast, machen das Leben in vielerlei Hinsicht angenehmer. Vor lauter Euphorie solltest du aber nicht vergessen, dass mit jeder Freiheit in gewisser Weise auch immer Verantwortung einhergeht. 

Den Haushalt schmeißen

In einer eigenen Wohnung zu leben, ist super, allerdings musst du dich auch komplett selbst um den Haushalt kümmern: Kochen, Putzen, Wäsche waschen, einkaufen gehen, dafür sorgen, dass der Müll regelmäßig geleert wird – die Liste mit Aufgaben ist lang. Hotel Mama steht leider nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen liegt es jetzt an dir, die Wohnung und deine Wäsche sauber zu halten und immer genug Lebensmittel und andere Bedarfsartikel vorrätig zu haben. 

Das Auto in Schuss halten

Ein eigenes Auto ist eine feine Sache, vor allem das erste Auto ist etwas ganz Besonderes. Endlich kannst du fahren wann und wohin du willst und musst nicht ständig bei deinen Eltern einen fahrbaren Untersatz erbetteln. Diese Freiheit ist wirklich großartig – hat aber auch einen kleinen Haken. 

Als Fahrzeughalter musst du dafür sorgen, dass dein Auto immer fahrtüchtig ist. Das ist nicht nur in deinem Interesse, sondern sogar vorgeschrieben. Ein Auto, das plötzlich auf der Straße liegen bleibt, weil der Tank leer ist, oder das aus anderen Gründen nicht einwandfrei funktioniert, kann für andere Verkehrsteilnehmer zu einer echten Gefahr werden. Dir als Fahrzeughalter droht dann ein Bußgeld. Auch abgefahrene Reifen oder eine mangelnde Wintersicherheit werden bestraft.

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Deswegen ist es sehr wichtig, dass du die Tanknadel im Blick hast und dein Auto regelmäßig checken lässt. Alle zwei Jahre muss dein Auto zum TÜV und je nachdem, wie viel du fährst, jedes Jahr, spätestens aber nach 15.000 Kilometern, zur Inspektion. Wenn bei diesen Checks nichts beanstandet wird, weißt du, dass dein Auto voll fahrtüchtig und verkehrssicher ist. Wenn Mängel festgestellt werden, musst du die so schnell wie möglich beheben lassen und das Auto gegebenenfalls noch einmal beim TÜV vorzeigen. Auch Mängel, die bei einer Polizeikontrolle entdeckt werden, solltest du zügig beseitigen lassen. 

Für den Ernstfall gut abgesichert?

Auch um Versicherungen kommt man als Erwachsener nicht herum: Es kann immer etwas schiefgehen, etwa, dass man einen Verkehrsunfall verursacht und dabei einen anderen schwer verletzt, in die Wohnung eingebrochen wird oder dass man sich eine schwere Erkrankung einfängt. Daher ist es wichtig, für solche Fälle ausreichend abgesichert zu sein. Andernfalls können solche Missgeschicke zu einer sehr teuren Angelegenheit werden und dich damit in eine ziemlich missliche Lage bringen. 

Abgesehen von einer Krankenversicherung und einer Kfz-Versicherung, die gesetzlich vorgeschrieben sind, sind die folgenden Versicherungen sinnvoll:

  • Private Haftpflichtversicherung

Wer anderen einen Schaden zufügt, muss dafür in voller Höhe aufkommen, wenn man nicht versichert ist. Wenn du im Straßenverkehr jemanden umfährst oder aus Versehen das sündhaft teure Smartphone deiner besten Freundin schrottest, zahlt deine Haftpflichtversicherung den Schaden. Das Gute: Bis zum Ende deiner Ausbildung oder deines Studiums bist du noch bei deinen Eltern mitversichert. 

  • Hausratversicherung

Wenn du zuhause ausgezogen bist und in einer eigenen Wohnung lebst, ist eine Hausratversicherung sinnvoll. Jedenfalls dann, wenn du teure Dinge und Einrichtungsgegenstände in der Wohnung hast, wie zum Beispiel Fernseher, Laptop, eine gute Kamera oder wertvolle Möbel. Die Versicherung zahlt eine Neuanschaffung der Sachen, wenn sie durch Feuer, Einbruch und Raub, Vandalismus, Naturgewalten und Unwetter, Hagel oder Leitungswasser beschädigt wurden.

  • Private Unfallversicherung

Unfälle, die im Zusammenhang mit oder auf dem Weg zur Arbeit passieren, sind durch die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt. Es ist aber sinnvoll, zusätzlich noch die Unfälle zu versichern, die zuhause oder in deiner Freizeit passieren können. Gerade für sportlich Aktive ist das wichtig. Im Ernstfall bekommst du eine Rentenzahlung von der Versicherung, wenn du durch einen Unfall dauerhafte Gesundheitsschäden hast. 

  • Berufsunfähigkeitsversicherung

Außerdem solltest du deine Arbeitskraft absichern und das am besten so früh wie möglich. Denn Personen mit Vorerkrankungen oder chronischen Leiden erhalten oft keine Berufsunfähigkeitsversicherung oder müssen teure Risikobeiträge zahlen. So lange du jung und gesund bist, sind die Versicherungsbeiträge deutlich geringer. Das solltest du nutzen und dich absichern. Dann bekommst du finanzielle Unterstützung von deiner Versicherung, wenn du wegen gesundheitlicher Probleme plötzlich nicht mehr in der Lage bist, arbeiten zu gehen.

  • Risikolebensversicherung

Spätestens, wenn du mal eine eigene Familie hast, ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll. Klar, als Jugendlicher beschäftigt man sich eher selten mit dem Thema Tod. Allerdings passiert es leider sehr oft, dass Menschen durch einen Unfall plötzlich aus dem Leben gerissen werden. Das kann bei deinen Hinterbliebenen für finanzielle Schwierigkeiten sorgen, wenn dein Einkommen wegfällt. Mit einer Risikolebensversicherung sind sie finanziell abgesichert, weil beim Tod des Versicherten der vereinbarte Betrag ausgezahlt wird.

Das darfst du mit 18 (nicht)

Es gibt viele Dinge, die man erst tun darf, wenn man 18 Jahre alt ist. Einige davon sind bekannt, manche vielleicht eher weniger. Wir haben dir eine kleine Liste mit solchen Dingen zusammengestellt.

Erst mit 18 darfst du:

  • dir Tattoos und Piercings stechen lassen

  • in der Öffentlichkeit rauchen

  • hochprozentigen Alkohol trinken

  • ins Solarium gehen

  • in Casinos und Spielbanken gehen

  • eine eigene Firma gründen

  • Feuerwerk für Silvester kaufen

  • eine Kreditkarte beantragen

  • Usw.

Trotzdem gibt es immer noch Dinge, die du selbst mit 18 noch nicht darfst:

  • den Busführerschein machen (erst ab 21!)

  • dich zur Wahl des Bundespräsidenten aufstellen lassen (erst mit 40!)

  • Rente beziehen 

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