• Weniger Konsum, mehr Ersparnis!

    
So gelingt es dir.

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Weniger Konsum, mehr Ersparnis – 
So gelingt es dir!

Wir wissen alle ganz genau, dass der Spruch „Konsum macht glücklich“ in gewisser Weise stimmt. Wer fühlt sich bei einem langen Shoppingtrip in der Großstadt nicht pudelwohl und freut sich über die erstandenen Schätze? Und wer greift am Taschengeld-Tag im Supermarkt nicht gerne zu leckeren Smoothies und teuren Süßigkeiten?

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Kurzfristig macht dieser Konsum tatsächlich glücklich. Das wurde sogar wissenschaftlich nachgewiesen. Allerdings wird es problematisch, wenn Konsum und Geldausgeben zur Sucht werden. Um das zu vermeiden und um allgemein ein bisschen weniger zu konsumieren, kannst du ein paar einfache Methoden anwenden. Die effektivsten und gleichzeitig einfachsten stellt dieser Beitrag vor.

1# Bar bezahlen

Die Bankkarte stecken lassen

Der erste Tipp ist einfach und naheliegend: Zahle bar. Wenn du tatsächlich Scheine und Münzen aus deinem Geldbeutel zusammensuchen musst, überlegst du genauer, was du wirklich brauchst. Du siehst nämlich, wie schnell dein Geld verschwindet. Wer an der Kasse die Bankkarte zückt, kauft viel leichtsinniger ein. Das wurde in Studien nachgewiesen. Du weißt bei Kartenzahlung nicht, wie dein Konto aussieht. Ruck zuck hast du den Überblick über deine Finanzen komplett verloren. Besonders gefährlich ist das, wenn du einen Dispokredit eingerichtet hast. Dann steht dein Konto nach dem Shopping womöglich in den roten Zahlen. Und du weiß es nicht einmal. Für wirklich wichtige Dinge ist womöglich am Ende des Monats nicht mehr genug Geld übrig.

Vorsicht vor Dispozinsen

Manche Banken geben dir sofort einen Dispo, wenn du ein Konto eröffnest. Andere Geldinstitute machen den Dispokredit von deinem Ausbildungsgehalt oder anderen regelmäßigen Einkünften abhängig. Das ist einerseits ein nettes Entgegenkommen. Andererseits kann dich das leichtsinnig werden lassen und in die Schulden stürzen. Greifst du auf deinen Dispokredit zu, zahlst du automatisch Zinsen. Die Höhe unterscheidet sich von Bank zu Bank. Teilweise werden bis zu 14 Prozent verlangt. Das ist viel Geld. Überleg dir gut, ob dir das der Einkauf wert ist. Dann kostet das Kleid, das Smartphone oder das Sportgerät nämlich nicht nur das, was auf dem Etikett steht.

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Online Shopping – Keine Kreditkarte nutzen

Es ist verführerisch: Nach Herzenslust stöbern, Tag und Nacht, unabhängig von Ladenöffnungszeiten, und ohne aus dem Haus zu müssen. Ein paar Klicks, schon liegt das Shirt im Warenkorb. Wenige Tage später wird es per Paketdienst bis an die Haustür geliefert. Beim Online Shopping auf Amazon, Zalando und Co. ist das Einkaufen per Kreditkarte superbequem. Einkauf per Rechnung ist nicht überall möglich. Manchmal kostet diese Bezahlmöglichkeit sogar extra. Damit sichern sich die Shops ab. Aber auch beim Kauf mit Kreditkarte gilt: Du siehst nicht, wie viel Geld du wirklich ausgibst. Und du zahlst zusätzliche Zinsen.

Keine Ratenkäufe tätigen

Fast alles kannst du heutzutage auf Ratenzahlung kaufen. Das gilt für Smartphones, HiFi-Systeme oder Flachbildfernseher. Aber viele kleine Summen ergeben zusammengenommen eine Große. Wenn du mehrere Ratenkäufe laufen hast, verlierst du schnell den Überblick. Die meisten 14 bis 24Jährigen verschulden sich wegen teurer Elektronik. Das Geld leihen sie von Freunden, von der Bank oder von ihren Eltern. Fakt ist: Geliehenes Geld musst du zurückzahlen. Mach es lieber anders herum: Spar das Geld zusammen und gib nur das aus, was du auch hast.

2# Nur einkaufen, wenn es wirklich nötig ist

Schaufensterbummel mit Freundinnen machen zwar Spaß. Aber sie wecken auch Wünsche. Überall locken Sonderangebote. Hier ein süßes T-Shirt, da eine angesagte Jeans. Ein Teil nach dem anderen wird anprobiert, begutachtet, immer wieder neu kombiniert. Irgendwann kannst du keinen Widerstand mehr leisten. 

Mode ist schnelllebig. Ein Trend jagt den nächsten. Wer „in“ sein will, muss mithalten mit dem neuesten Trend. Am Ende kommst du wieder mit einer vollen Einkaufstasche nach Hause. Ganz ähnlich ist es mit Supermärkten: Selbst, wenn du nur ganz schnell ein paar Kleinigkeiten holen willst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du mehr kaufst, als du eigentlich wolltest. Dafür gibt es eine Lösung: Geh so selten los wie möglich. Plane langfristig und kaufe nur, was du wirklich brauchst. Sonst zerrinnt dir dein Geld zwischen den Fingern.

Eine Nacht drüber schlafen

Lebensmittel und Pflegeprodukte brauchst du regelmäßig. Aber niemand sagt, dass du sofort zuschlagen musst. Guck dir ein schickes Teil in Ruhe an. Zieh es über. Prüfe, ob dir alles daran gefällt:

  • Sitzt es gut?
  • Wie ist die Qualität?
  • Hast du andere Teile, die dazu passen? 
  • Steht dir die Farbe?
  • Gefällst du dir darin?

Wenn alles passt und alles stimmt, schlaf noch mindestens eine Nacht drüber. Gefällt es dir am nächsten Tag immer noch so gut? Bist du bereit, den Weg in den Laden erneut dafür auf dich zu nehmen? Dann hast du vermutlich eine gute Wahl getroffen. Melden sich leise Zweifel in dir, solltest du lieber nach einem anderen Stück Ausschau halten. Kauf nur das, was dir wirklich gefällt. Hundertprozentig. 

Die Notwendigkeit von Dingen in der Fantasie ausprobieren

Macht mich der Kauf eines Gerätes oder eines bestimmten Kleidungsstücks glücklich? Das ist eine sehr wichtige Frage, die du dir vor jedem Kauf stellen solltest. Auch das ist eine sehr einfache Möglichkeit, weniger zu konsumieren: Lass deine Fantasie spielen. 

Stell dir vor, du trägst die neue Jacke, den Schmuck oder das Make-up. Wie sieht der neue Laptop auf deinem Schreibtisch aus? Wie fühlst du dich, wenn du dir vorstellst, mit deinem neuen Smartphone zu chatten? Ist es immer noch ein absolutes Must-have oder höchstens ein Nice-to-have? Hast du noch schon genug Jacken, Schmuck und Make-up? Wenn der alte Laptop noch zuverlässig funktioniert und das Smartphone keinen Grund zur Klage gibt, ist Nachdenken angesagt. Muss der Kauf wirklich sein? Gibt es nichts anderes, wofür du dein schwer verdientes Geld lieber ausgeben würdest? Spiele diese Szenarien immer wieder in Gedanken durch. Auf manches wirst du danach bestimmt von allein verzichten wollen.

3# Auf Qualität und nicht auf Quantität setzen

Klasse statt Masse: Wenn du weniger konsumieren möchtest, solltest du immer daran denken, dass Qualität viel wichtiger ist als Quantität. Ein hochwertiges Teil, das du wirklich gern trägst, ist mehr wert als zehn Billigteile: Qualitativ hochwertige Mode wirkt edler. Nach dem Waschen behalten Shirts, Hosen und Pullover ihre Farbe und Form. Dementsprechend sitzt die Kleidung besser. Deine Figur wird an den richtigen Stellen betont. Die nicht ganz so perfekten Stellen werden pfiffig kaschiert. 

An Kleidung, die optimal sitzt, wirst du lange Freude haben. Wenn du keine Modefarben wählst, sondern Schwarz, Weiß, Beige, Blau oder Grau, ist die Kleidung zudem vielseitig kombinierbar. Das gilt besonders, wenn du gleichzeitig auf klassische Schnitte setzt. 

Egal, was die Werbung dir einredet: Was nichts kostet, ist nicht viel Wert. Gute Qualität hat immer ihren Preis. Du kannst beim Sale durchaus Glück haben und ein Stück günstig ergattern. Das sind allerdings Ausnahmen. Weißt du, wie oft ein Partytop durchschnittlich getragen wird? 1,7 Mal. Danach wird es weggeworfen. Oft liegt das an der mangelnden Qualität: Nach einmal Waschen sieht das Teil aus wie ein Putzlappen. Bei der billigen Fast Fashion spielt Moral ohnehin eine untergeordnete Rolle. Ist das nicht eine schreckliche Verschwendung?

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Technische Geräte sorgfältig auswählen

Willst du ein technisches Gerät anschaffen? Vergleiche vorab sorgfältig, was es auf dem Markt gibt. Lese Testberichte im Internet. Schau dir Rezensionen an. Lass dich im Laden beraten. Probiere das Gerät, wenn möglich, vor Ort kurz aus. Sprich mit deinen Freunden über ihre Erfahrungen. Frage deine Eltern um Rat. Überlege dir vor allem genau, was dein neuer Computer, dein Laptop, MP3Player, Fitness-Tracker oder Tablet leisten soll. Das ist wichtig, damit du später mit deinem Kauf zufrieden bist. 

Dein Budget wird dir gewisse Grenzen setzen. Es spielt eine Rolle, ob du 200 Euro ausgeben kannst oder 500 Euro. Aber auch hier gilt: Ein hochwertiger Laptop kann dein Leben bereichern und dir eine Menge Spaß machen. Zwei oder drei minderwertige, die vielleicht unangenehm zu bedienen sind, werden dir kaum Freude bereiten. Falls du kein Geld zur Verfügung hast, kannst du auf Spartricks zurückgreifen: Informier dich darüber, wie du etwas zurücklegen kannst. Indem du Geld ansparst, bist du in jedem Fall auf der sicheren Seite. Geld zu leihen und den Konsum durch Kredite zu finanzieren ist hingegen mit weitere Kosten und Risiken verbunden. 

Auch wenn Zweiteres auf den ersten Blick einfacher erscheint, liegt es nach wie vor im Trend, sich für eine bestimmte Anschaffung nach und nach etwas auf die Seite zu legen. Unter Umständen ist auch eine Kombination aus beiden Strategien sinnvoll.

Nachhaltig konsumieren: Kleidung richtig pflegen

Ganz wichtig besonders bei Kleidung: Lerne, wie du deine Wäsche richtig pflegst. Dafür solltest du dich zuerst mit eurer Waschmaschine vertraut machen. Es gibt unterschiedliche Pflegeprogramme: für Kochwäsche, für Wolle, für Pflegeleichtes, für Baumwolle. In jedem Kleidungsstück befindet sich ein kleines Waschetikett. Beschäftige dich mit den Symbolen und lerne ihre Bedeutung kennen. Dann kannst du deine Wäsche richtig vorsortieren. Achte darauf, nach Farben zu trennen. Sonst kommt deine weiße Hose womöglich mit Rotstich aus der Maschine. Fülle die Trommel möglichst voll. Das spart Strom, Wasser und schon die Umwelt. Eine Hand solltest du noch bequem hineinbekommen. Dann ist alles in Ordnung. 

Beim Waschpulver gibt es ebenfalls Unterschiede. Feines wäschst du am besten mit Feinwaschmittel. Deine schwarze Kleidung solltest du auf 40° C mit einem Color-Waschmittel mit Farbschutz reinigen. Wasche andere Buntwäsche in helleren Farben davon getrennt ebenfalls bei 40° C. Besonders schonend wird die Reinigung, wenn du deine Kleidung vorher auf links drehst. Bettwäsche und Handtücher solltest du bei 60° C in die Maschine geben. Ob du lieber zu Flüssigwaschmittel oder Waschmittel in Pulverform greifst, bleibt dir überlassen. Halte dich aber unbedingt an die Dosierungshinweise auf der Packung. Sonst kann es passieren, dass Waschmittelrückstände in deiner Kleidung hängen bleiben. Im Extremfall fängt sogar die Waschmaschine an zu schäumen. 

Für einen schönen Duft und Weichheit sorgt ein zusätzlicher Weichspüler. Übrigens: Auch Bügeln macht Wäschestücke weich. Das heißt jetzt nicht, dass du zwingend alles bügeln musst. Wenn du Wäsche nach dem Waschen glattziehst und ordentlich aufhängst, kannst du dir die Arbeit teilweise sparen. Sind allerdings Knicke und Falten in Hosen und Shirts, solltest du das Eisen schwingen. Gebügelte Wäsche wertet dein gesamtes Outfit auf.

4# Erlebnisse Sachgütern vorziehen

Was glücklich und zufrieden macht

Eine amerikanische Studie hat bereits 2003 untersucht, was Menschen wirklich zufrieden macht: Besitztümer oder Erlebnisse. Das Ergebnis wird dich überraschen: Abenteuer wie Konzertbesuche oder Kurzurlaube sorgen viel stärker dafür, dass wir uns glücklich fühlen. Erlebtes bleibt für immer im Gedächtnis. Das gilt besonders, wenn du es mit deinen Freundinnen und Freunden teilst. 

Es macht Spaß, Events zu planen, zu erleben, darüber zu reden, Fotos zu betrachten und sich gemeinsam an alles zu erinnern. Selbst wenn nicht alles perfekt war, macht das nichts. Die negativen Momente geraten später in Vergessenheit. Das Schöne, Witzige, Verrückte bleibt dir im Kopf. Irgendwann wird dir das mit deiner Schulzeit auch so gehen: Was in Erinnerung bleibt, ist vor allem der Spaß. Das anstrengende Lernen für Tests, Klassenarbeiten und Klausuren verblasst. 

Neu gekaufte Gegenstände sind schnell nicht mehr interessant. Nach einmal Mal tragen hat jeder deinen neuesten Rock gesehen. Nach einem Monat ist der neue Fernseher nicht mehr neu und spannend. Die Freude an Dingen lässt mit der Zeit immer mehr nach. Bei Erlebnissen ist es genau umgekehrt: Davon zehrst du Jahre.

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Frei sein ohne Ballast

Je mehr Dinge du besitzt, desto weniger frei bist du. Besitztümer musst du irgendwo verstauen. Das heißt, du brauchst Platz. Sie müssen gepflegt und sauber gehalten werden. Das wiederum kostet Zeit. Anfangs investierst du beides sicher gern. Bis es irgendwann zu viel wird. Dann reicht die Kleiderstange nicht mehr. Du brauchst einen Schrank. Oder gleich ein eigenes Ankleidezimmer. Dabei trägst du, wenn du ehrlich bist, sowieso nur bestimmte Lieblingsklamotten. Wozu also überhaupt den Rest einlagern? 

Wenn du von zu Hause ausziehst oder umziehst, musst du nach einer größeren Wohnung suchen. Das kostet Geld. Dadurch bleibt dir weniger zum Leben übrig. Wenn du beim Lebensmittelkauf jeden Cent dreimal umdrehen musst, macht das auf Dauer wirklich unzufrieden. Wenn dein Besitz klein ist, hindert dich nichts daran, von heute auf morgen wegzuziehen. Du kannst problemlos in einer anderen Stadt deine Ausbildung absolvieren oder studieren. Oder für ein Jahr ins Ausland gehen. 

Dein Geld kannst du für Erlebnisse bewahren: mit Freundinnen um die Häuser ziehen, den nächsten Mädels-Abend genießen, reiten lernen oder deiner Lieblingsband hinterher reisen. 

Warum Eifersucht und Neid unnötig sind

Hast du Freundinnen, die damit angeben, wie viel Geld sie im Monat für neue Klamotten ausgeben? Guckst du manchmal YouTuberinnen zu, die die Beute ihrer Shopping Hauls in die Kamera halten? Das kann frustrierend sein. Vor allem, wenn du selbst weniger Geld zur Verfügung hast. 

Sei nicht neidisch. Diese Mädels haben nichts anderes. Sie klammern sich an Besitz und denken, dass es das glücklich macht, wenn andere sie für ihre Geldverschwendung bewundern. Es klingt hart, aber genau das ist es: Geldverschwendung. Sie versuchen, eine Lücke mit Dingen zu stopfen. Sie haben noch nicht verstanden, dass Glück etwas anderes ist: mit Freundinnen Spaß haben, wegfahren, etwas erleben, sich entwickeln, lernen, wachsen, kreativ sein, das Leben genießen, einfach nichts tun zu müssen.

5# Aus wenig viel machen

Trend Minimalismus

Stell dir folgende Frage: Will ich wirklich mein Leben lang arbeiten, nur um Statussymbole und Besitz anzuhäufen? Ist das nicht ein bisschen zu wenig? Das Leben ist wertvoll. Jede Minute gibt es nur ein einziges Mal. Deine einzigartige Lebenszeit tauscht du auf der Arbeit gegen Geld ein. Was du damit kaufst, sollte dich wenigstens glücklich machen. 

Darum solltest du in erster Linie auf Erlebnisse setzen und dein Leben genießen. Hast du schon einmal von Minimalismus gehört? Minimalisten geben sich mit wenig Besitz zufrieden. Es ist vor allem der Lifestyle junger, hipper, internetaffiner Menschen. Wenig Besitz heißt weniger Zwang. Oft damit verbunden: weniger arbeiten müssen. Manche verweigern Konsum vollständig. Manche sind konsumkritisch und hinterfragen ihren Besitz. 

Für die meisten Minimalisten sind ein Computer oder ein Laptop unverzichtbar. Das Gerät bietet Zugang zu digitalen Welt. Statt deine Regale mit gedruckten Büchern vollzustopfen, die du sowieso nur einmal liest (wenn überhaupt), kannst du E-Books herunterladen. Statt CDs, DVDs und Blu-rays tun es Mitgliedschaften bei Diensten wie Spotify und Netflix. Wie oft guckt man Serien und Filme wirklich? Auf die Medien selbst brauchst du nicht verzichten. Aber auf den materiellen Ballast kannst du verzichten.

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Ein eigenes Auto? Auf dem Land geht es vermutlich nicht ohne. In der Stadt kannst du dich aufs Rad schwingen. Damit tust du dir und der Umwelt etwas Gutes. Das öffentliche Verkehrsnetz ist in den meisten Städten hervorragend ausgebaut, und wenn du wirklich nicht anders von A nach B kommst, gibt es Carsharing. Du siehst: Ein schönes Leben muss nicht vom Geldausgeben und Konsum abhängen. Flexibler, mobiler und freier bist du auf jeden Fall ohne zu viel materiellen Besitz.

Unnötige Dinge aus dem Haus schaffen

Dein Zimmer ist vollgestopft mit Dingen? Eigentlich möchtest du schon keinen Besuch mehr reinlassen, weil du eine Woche brauchst, um deine Wohnung präsentabel zu machen? Wenn es dir so geht, zieh den Schluss-Strich. 

Du kannst langsam anfangen. Räume gründlich auf. Überlege bei jedem Gegenstand, ob du ihn wirklich brauchst. Kaputte Dinge gehören ins Recycling. Alles andere kannst du verschenken oder verkaufen und aus Gebrauchtem bares Geld machen. Auch Tauschbörsen im Internet sind eine Möglichkeit. Bist du dir bei einem Teil nicht sicher, heb es erst einmal auf. Prüfe nach einem halben Jahr erneut. Hast du den Gegenstand verwendet? Hattest du das Kleidungsstück in der Zwischenzeit noch einmal an? Falls nein, ist Aufheben nicht sinnvoll. Vorteil der Aufräum-Aktion: Du hast hinterher Platz und vielleicht dank erfolgreicher Verkäufe sogar etwas mehr Geld.

Upcycling

Ein anderer Trend beschäftigt sich damit, aus Abfallprodukten Neues zu schaffen. „Upcycling“ heißt so viel wie „aufwerten“. Du kennst bestimmt diese supercoolen Möbel aus Europaletten: Betten, Sofas, Tische oder Gartenmöbel lassen sich daraus herstellen. Das ist nicht nur stylish, sondern günstig. Vorhandene Ressourcen werden so maximal genutzt. 

Das kannst du auch mit alten Klamotten machen: Ausgewaschene Jeanshosen lassen sich zu absoluten In-Produkten verwandeln. Der Used-Look liegt sowieso im Trend. Willst du deine Jeans zusätzlich aufpeppen, kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Löcher und abgewetzte Stellen verwandeln deine alte Hose in ein angesagtes Designerstück mit Destroyed-Elementen. Schneide kleine Löcher hinein und franse die Ränder mit den Fingern ein wenig aus. Abgewetzte Stellen kannst du erzeugen, wenn du den Stoff mit einem rauen Stein abreibst. 

Zusätzlichen sorgen Applikationen oder Schleifen für das gewisse Etwas. Trau dich, probiere einfach herum. Das ist übrigens auch eine super Aktivität für den Mädels-Abend. 

Tipps zusammengefasst

Das waren viele Tipps auf einmal. Hier ist für dich noch einmal das Wichtigste kompakt und knackig zusammengefasst:

  • Zahle deine Einkäufe bar. Lass Bank- und Kreditkarten zu Hause.
  • Nutze deinen Dispo-Kredit möglichst nicht.
  • Mache keine Konsumschulden. Spare auf Dinge, die du haben willst.
  • Vermeide Ratenkäufe.
  • Schlaf vor dem Einkauf eine Nacht drüber.
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  • Spiele Gedanken durch, ob du einen Gegenstand wirklich brauchst.
  • Vergleiche vor dem Kauf teurer Produkte sorgfältig vorhandene Angebote.
  • Konsumiere nachhaltig: Kaufe Kleidung von guter Qualität und pflege sie richtig.
  • Mach dir bewusst, dass Erlebnisse glücklicher machen als Besitztümer.
  • Beschäftige dich mit Minimalismus.
  • Verkaufe oder verschenke unnötige Dinge weiter.
  • Erschaffe deine eigene Mode durch Upcycling.
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