• Popel essen: Wie viele Kalorien hat einer?

    Popel ein Tabu-Thema? Nicht für uns.

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Popel essen: Wie viele Kalorien hat einer?

Popel ein Tabu-Thema? Nicht für uns.

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Popel. Ja, das Thema ist eklig. Aber zum Teufel, leider ein gesellschaftlich relevantes Thema. 

Jeder kennt es nur zu gut: Du sitzt nach der Schule in der Bahn oder im Bus, willst einfach nur nach Hause und endlich chillen. Die Doppelstunde Biologieunterricht hat Dir ohnehin schon den letzten Nerv geraubt. Doch wäre das nicht schon genug, setzt sich der nach Schweiß stinkende Volldepp Deines Jahrgangs genau neben Dich. Du bist froh, dass er kein Gespräch anfängt, machst schnell Deine Kopfhörer in die Ohren und drehst die Lautstärke auf 100 Prozent. Doch genau so, wie Du Dir Deine Kopfhörer in die Ohren steckst, steckt Mr. Oberekel seinen Finger tief in seine Nase.
Er bohrt nicht nur kurz, sondern scheint dabei richtig aufzugehen und zu entspannen. Nach zwei Haltestellen zieht er ihn stolz raus und begutachtet ihn. Das ist Dir eindeutig zu viel. Schockiert starrst Du auf den schleimig, dunkelgrünen Klotz – und stehst auf. 
Der Anblick lässt Dich nicht zur Ruhe kommen. Immer mehr Fragen gehen Dir durch den Kopf. Aus was besteht eigentlich ein Popel? Kann man ihn essen? Ist es vielleicht sogar gesund oder einfach nur abartig?
Wir haben für Dich recherchiert:

Wie viele Kalorien hat ein Popel?

Popel unterscheiden sich in der Konsistenz. Wenn man jedoch von zwei Dritteln Wasser und Dreck ausgeht, kommt man inklusive des Eiweiß-Anteils etwa auf 133 kcal bei 100 Gramm. Da ein Popel etwa 0,7 Gram wiegt, hat einer also 0,93 kcal. :D #funnyfacts 

Wie entsteht ein Popel?

Popel entstehen aus einem natürlichen Sekret, das die Schleimhäute der Nase produzieren. Sie befreien unser Riechorgan von Schmutz und Staub. Der Großteil der Absonderung ist dünnflüssig und läuft durch den Rachen in den Magen ab. Durch die Luft, die wir einatmen, trocknen die Schleimhäute jedoch schnell aus und es bilden sich Krusten. Neben Nasensekret bestehen die grünen Dinger aus Keimen, Haaren und Schmutzpartikeln. #ihhhh…. Aber nicht zu vergessen: menschlich :-)

Gesund oder ungesund?

Ein kanadischer Professor hat in einer Studie herausgefunden, dass Popel essen eine Art natürliche Impfung ist: Die Keime im Sekret würden dem Immunsystem helfen, gute (gesunde) Mikroben besser von schlechten (ungesunden) Mikroorganismen zu unterscheiden. Nichtsdestotrotz, solltest Du als Snack lieber einen Apfel oder Müsli-Riegel wählen, als Deine eigenen Popel zu futtern.
A) Sie machen nicht satt.
B) Es ist für Deine Mitmenschen nicht schön anzusehen.
C) Sie schmecken ja auch nicht nach Himbeer-Bonbon. 

Psyche

Zwanghaftes Nasenbohren wird als Rhinotillexomanie bezeichnet. Dahinter verbergen sich oft psychische Probleme. Hast Du das Gefühl, dass Du öfter wie besessen exzessiv bohrst? Dann mach Dich nicht verrückt, sondern suche lieber einen Arzt auf. Der wird Dir helfen. Wer zu stark bohrt, riskiert, die empfindlichen Schleimhäute zu verletzen. Dadurch kann es zu Nasenbluten und schlimmeren Dingen kommen. 

Übrigens: Der Finger kann beim Popeln nicht stecken bleiben.