Plastikinseln: So verseuchen sie das Wasser – und uns!

Plastikinseln: So verseuchen sie das Wasser – und uns!

Die größte Müllkippe der Welt findet man schon lange nicht mehr auf dem Land. Im Laufe der letzten Jahre sind unsere Ozeane zum größten Müllabladeplatz des Planeten Erde geworden. Ihr erfährst du alles über die sogenannten Plastikinseln.

© iStock

Laut der Meeresschutzorganisation „Oceana“ werden weltweit stündlich 675 Tonnen Müll direkt ins Meer geworfen. Und nein, das ist kein Tippfehler, sondern die traurige Wahrheit. Doch das Schlimmste: Wir bekommen es nichtmal richtig mit. Eine weitere schockierende Tatsache: Schon jetzt schwimmt in den Ozeanen sechsmal mehr Plastik, als Plankton.

Wie kommt der Müll ins Meer?

Eine berichtigte Frage. Schließlich stehen wir ja nicht am Strand und kippen tonnenweise Müll ins Meer. Die Erklärung ist trotzdem recht einfach. Da Plastik bis zu 500 Jahre erhalten bleiben kann, gelangt es über Flüsse und durch den Wind ins Meer – auch wenn es auf einer Müllhalde weit weg vom Meer gelagert wurde. Auch beim Wäschewaschen können Kunstfasern durchs Abwasser den Weg ins Meer finden, da sie von Klärwerken nicht zurückgehalten werden können. Durch jegliche Form des Plastik-Konsums sind wir also Schuld an der Meeresverschmutzung. 

Was sind Plastikinseln?

Durch die Meeresströmungen bilden sich aus den Plastikmassen Inseln aus Plastikteilen und -partikeln. Sie nehmen mittlerweile riesige Flächen der Ozeane ein und werden als Plastikinseln bezeichnet. Mittlerweile gehen Wissenschaftler davon aus, dass sich auf unserem Planeten fünf große Plastik-Inseln geformt haben – verteilt auf den Nord- und Südpazifik, Nord- und Südatlantik und den Indischen Ozean. Zudem haben sich unbewohnte, paradiesisch-wirkende Inseln ebenfalls zu Müllhalden entwickelt. Sie werden als Plastik-Strände bezeichnet, weil sich dort aufgrund der Meeresströmung riesige Mengen an Plastikmüll ansammeln. 

Plastikinseln: Auch unsere Gesundheit leidet darunter

Der Plastikmüll des Ozeans landet nicht nur im Magen der Fische, Wale und anderer Meerestiere – auch wir Menschen bleiben nicht davon verschont. Die Mikropartikel aus zerfallenem Plastik werden von Fischen und anderen Organismen mit der Nahrung aufgenommen – und damit auch von uns. Ergo: Wir verseuchen uns selbst.

Hier findest du Tipps, wie du etwas gegen die Verschmutzung unserer Ozean tun kannst

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