• Shitstorm gegen Schoko-Hersteller Lindt

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Shitstorm gegen Lindt wegen sexistischer T-Shirts

Sexismus-Alarm bei dem schweizer Schokoladen-Hersteller Lindt. Aufgrund zweier Sprüche, die das Unternehmen auf seine neuesten Merchandise-Shirts aufgedruckt hat, gibt es auf Facebook gerade einigen Shitstorm aufgrund von Unverständnis. Und selbst Lindt weiß nicht genau, wie so etwas passieren konnte. 

Shitstorm gegen Lindt wegen sexistischer T-Shirts

Wir alle kennen den berühmten Gold-Hasen von Lindt. Doch im Online-Store des Schokoladenproduzenten aus der Schweiz gibt es nicht nur Leckereien zu kaufen, sondern auch Merchandise-Produkte wie zum Beispiel T-Shirts. Dass ihre neueste Kollektion ein enormer Schuss in den Ofen wird, damit hat das Großunternehmen wohl nicht gerechnet.

Sexistische Sprüche auf Lindt-Shirts

Denn auf Facebook häufen sich gerade die Shitstorm-Kommentare wegen zweier T-Shirts, die neu im Sortiment sind. Das pinke Shirt für die Mädels trägt den Schriftzug „Aussen goldig, innen süss“ und das Jungs-Shirt in Grün ziert den Spruch „Ich weiss, wie der Hase läuft“. Was vielleicht als lustige Aktion geplant war, ging ziemlich nach hinten los. Viele sind der Meinung, dass durch diese Aufschrift die jeweiligen TrägerInnen in eine Schublade gesteckt werden, die an Sexismus grenzt. So berichtet ze.tt zum Beispiel von einer Studie, bei der herausgefunden wurde, dass Kinder bereits im Alter von sechs Jahren anfangen, Geschlechter-Stereotypen zu entwickeln.

Shitstorm gegen Lindt wegen sexistischer T-Shirts

Sobald man also Kinder in eines dieser T-Shirts steckt, unterstützt man diese Entwicklung damit. Das sehen zumindest die Facebook-User so. So schrieb ein User unter anderem: „Manchmal habe ich den Eindruck, dass das Absicht ist. Die Entscheider wissen ganz genau, dass eine solche Werbung Aufmerksamkeit generiert. Auch eine Art „Sex sells“-Strategie.“

Lindt: „Es war in keinster Weise sexistisch motiviert

Aber wie konnte das passieren? Diese Frage stellen sich gerade viele im Netz. Schließlich sollte man doch aus den Fehlern andere lernen. So hagelte es bereits Shitstorm gegen H&M wegen eines rassistischen Pullis oder gegen ZARA aufgrund unangebrachter KZ-Kleidung. Auch Sara Thallner, die Zuständige für die Kommunikation von Lindt, weiß nicht, wie das passieren konnte. So betitelt sie dieses Malheur als „geschlechtsstereotypisch unglücklich“. Dennoch seien diese T-Shirts „in keinster Weise sexistisch motiviert, denn Lindt & Sprüngli möchte unter keinen Umständen diskriminierende Botschaften auf den Fanartikeln verbreiten. Die Bezeichnung Mädchen oder Junge dient beim jeweiligen T-Shirt, um die unterschiedlichen Schnitte beziehungsweise Passformen kenntlich zu machen.“

Die Shirts aus dem Sortiment nehmen will Lindt nicht. Sie respektieren die Meinung der Kritiker und wollen diese in ihrer nächste Kollektion mit einfließen lassen, damit so etwas nicht noch einmal vorkommt. Auch wenn wir der Meinung sind, dass dieser Shitstorm extrem übertrieben ist, sollte man sich als Unternehmen immer vorher Gedanken darüber machen, ob die Aktion eventuell falsch verstanden werden könnte. Wir wissen aber auch, dass es immer Hater gibt, die ganz gerne einmal aus einer Mücke einen Elefanten machen. 

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