Mobbing in der Schule: Das kannst du dagegen tun

Mobbing in der Schule: Das kannst du dagegen tun

Mobbing ist in der Schule leider weit verbreitet. Was du als gemobbte Person oder als unbeteiligte tun kannst, um sofort zu helfen, erfährst du hier.

Mädchen sitzt allein auf einem Steg
© Pexels
Mobing ist furchtbar. So kannst du dem Ganzen ein Ende setzen!

Was ist Mobbing?

Mobbing ist eine Form des Ausgrenzen, In Schulen wird vor allem Andersartigkeit mit Mobbing bestritten. Mobbingopfer haben meist eine andere Hautfarbe, Haarfarbe oder -struktur, einen kleinen Makel wie ungerade Zähne oder sind in etwas besonders gut. Ganz klar: Auch ein Mensch, der keines der eben genannten Merkmale hat, kann Opfer von Mobbing werden.

Beispiele für Mobbing:

  • Eine Lehrerin spricht vor der Klasse abwertend über eine Person
  • Mitschüler tuscheln, kichern oder reden abwertend über eine Person
  • Mitschüler erzählen Lügengeschichten über eine Person
  • Das Mobbingopfer wird beschimpft, geschlagen, erpresst oder ausgegrenzt

Neben diesen Beispielen gibt noch noch viele andere Arten des Mobbings.

Daran lässt sich Mobbing erkennen

Du fühlst dich ausgegrenzt, nicht wahrgenommen oder hast das Gefühl, nicht dazuzugehören? Andere machen sich über dich oder deine Andersartigkeit lustig und erzählen Witze über dich? Dann kann von Mobbing gesprochen werden. Bei Mobbing muss allerdings zwischen einer kurzzeitigen Auseinandersetzung oder Streitigkeit und Mobbing unterschieden werden. Es darf nicht verwechselt werden mit kurzfristigen Streitigkeiten, Konflikten und aggressiven Auseinandersetzungen.

Als Mobbingopfer: Diese Maßnahmen kannst du ergreifen

Als Mobbingopfer ist es wichtig mitzuteilen, dass du dich durch bestimmte Handlungen, Witze und Sprüche verletzt fühlst. Solltest du nach dieser ehrlichen Aussprache weiterhin ausgegrenzt werden, solltest du ein Gespräch bei deiner Lehrerin oder deinem Lehrer suchen. Wenn du einen Vertrauenslehrer hast, kannst du dich als erstes an ihn wenden. Er wird dafür sorgen, dass die Mobber zur Seite genommen werden. Dafür musst du allerdings Namen nennen. Das bedarf großen Mutes, das wissen wir. Doch am Ende wird es dir besser gehen. Denn du hast bereits offen kommuniziert, dass dich das Verhalten der Mobber verletzt. Wenn der Vertrauenslehrer nicht helfen kann, ist der einzige Ausweg, der Gang zum Lehrer oder Schulleiter. Außerdem solltest du Freunden und deiner Familie von dem Mobbing erzählen. Sie werden dich unterstützen und dir helfen, diesen furchtbaren Taten ein Ende zu setzen. Auf keinen Fall darfst du den Grund des Mobbens bei dir suchen. Du bist nicht anders oder komisch! Oft haben die Mobber ein großes Problem mit sich selbst und lassen es an Schwächeren aus. Du bist definitiv nicht das Problem! Vergiss das bitte nicht!

Als Mobbing-Beobachter: So kannst du helfen

Du bist weder Mobber noch Gemobbter und beobachtest eine Mobbing-Situation? Dann darfst du auf keinen Fall schweigen. Nimm deinen Mut zusammen und verteidige das Mobbingopfer, indem du dem Mobber sagst, dass dieses Verhalten nicht in Ordnung ist. So gibst du dem Opfer des Mobbings das Gefühl der Unterstützung! Du kannst dir in einer ruhigen Minute auch den Mobber beiseite nehmen und ihm nochmals sagen, dass sein verhalten nicht in Ordnung ist. Beobachte die Situation in den nächsten Tagen und wenn sich nichts ändert, gehe zu einem Lehrer und melde das Verhalten. Das Mobbingopfer braucht auf alle Fälle deine Unterstützung. Sieh’ nicht weg!

Telefonische Beratung

Die Hotline 0800-1110333 ist kostenlos und anonym. Das Telefonat wird auf keiner Telefonrechnung auftauchen. Wenn du um Hilfe oder Rat bitten möchtest, erreichst du unter dieser Nummer, speziell für Kinder, Montag bis Samstag von 14.00 - 20.00 Uhr  eine Vertrauensperson. Am Samstag sitzen Jugendliche am Telefon.

Nachdenkliches Schulmädchen
Schlechte Lehrer, Mobbing oder ein Umzug – es gibt viele Gründe, warum man einen Schulwechsel in Erwägung ziehen könnte. Wir sagen dir, was du bei einem Schulwechsel beachten solltest. Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...