Berlin: Händler verkauft Mützen aus Hunde- und Wolfsfell

Berlin: Händler verkauft Mützen aus Hunde- und Wolfsfell

Pelz ist nach wie vor ein sehr umstrittenes Thema – viele sind dagegen und würden niemals auf die Idee kommen, eine Tasche mit Ponyfell zu kaufen oder Jacken mit echtem Pelzkragen zu tragen. Und schon gar keine Mütze aus Hundefell. Doch am Alexanderplatz in Berlin konnte man genau das jetzt kaufen, obwohl ein Importverbot für Haustierfelle besteht. Auch Mützen aus Wolfsfell waren im Angebot!

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© Mützen aus Hund oder Wolf (Fotos: Getty Images, Thinkstock)

Wie die B.Z. berichtet, hat ein Mitarbeiter auf dem Alexanderplatz einen Stand entdeckt, der offen Hunde- und Wolfsfellmützen verkauft. Tim Giesecke der Berliner Kürschner-Innung bestätigt: Es handelt sich um Hundefell. „Es gibt in China Menschen, die Hunde essen und dann sind die Felle halt über“, so der Gutachter. Auch Tierschützer bestätigen, dass es sich um Hunde- und Wolfsfell handelt.

Und das alles, obwohl seit 2009 europaweit verboten ist, mit Haustierpelzen Handel zu betreiben. Solche Verkäufer lassen sich ihre Ware aus China liefern. Der Verkäufer auf dem Alexanderplatz wurde nun von der Polizei festgenommen. Gegen ihn läuft ein Verfahren.

+ + Stammt deine Lederjacke von Hunden oder Katzen? + +

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Jeder weiß eigentlich, woher Pelz, Fell und Leder stammen. Bei Nutztieren wie Rindern oder Schweinen haben wir oft kein mulmiges Gefühl. Geht es allerdings an Füchse, Kaninchen oder ähnliches, sind plötzlich viel mehr Leute dagegen. Eigentlich eine Doppelmoral, wenn man es so will. Doch egal, ob Schwein oder Fuchs – oftmals werden Tiere dafür grausam getötet. Ihr Leben war kurz und mit viel zu wenig Platz. Und nun hat PETA sogar herausgefunden, dass unsere Lederjacken nicht unbedingt von einem Rind stammen können.

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Egal, ob Luxuslabel oder Billiganbieter – die meisten greifen auf Tierhäute aus China, Indien oder einem anderen Land, das kein richtiges Tierschutzgesetz hat, zurück. Vor allem China nimmt für seine Häute Straßenkatzen und Straßenhunde. Das ist nämlich viel billiger! Doch muss man nicht kennzeichnen, wenn das Leder von einer Katze stammt?

+ + Erkennt man Leder von Katzen oder Hunden? + +

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Leider nein. Erkennungsmerkmale oder –bezeichnungen gibt es nicht, so Dr. Edmund Haferbeck von PETA gegenüber „Stylebook.de“: „Es gibt keine Kennzeichnung oder Kennzeichnungspflicht, von welchem Tier das Leder stammt. Selbst das Gütesiegel ‚Made in Italy‘ heißt nicht immer gewaltfrei. Nur bei besonderen Qualitätsprodukten wird dies angegeben, zum Beispiel bei Kalbsleder.“
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Als Käufer einer Lederjacke kann man also selten erkennen, von welchem Tier das Leder stammt. Lederwaren kommen über den Großhändler und so kann die Herkunft nicht mehr zurückverfolgt werden. Wer also sicher sein will, dass weder Rind noch Hund für die Jacke sterben musste, der greift auf Kunstleder zurück. Die sehen schließlich auch toll aus!

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