Kopfläuse: So wird man die Schädlinge los

Kopfläuse: So wird man die Schädlinge los

Vielen, die von Kopfläusen betroffen sind, ist das sehr peinlich. Häufig werden die Schädlinge mit mangelnder Hygiene und anderen Klischees assoziiert. Doch wie bekommt man wirklich Kopfläuse? Und wie wird man sie wieder los?

Haare spenden
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Wie gehst du bei Kopfläusen am besten vor?

Wie steckt man sich an?

Kopfläuse übertragen sich von Mensch zu Mensch. Wer sehr engen Kontakt mit anderen Menschen hat, läuft Gefahr, sich anzustecken. Berühren sich die Haare, können die Läuse ohne Weiteres von einem Wirt zum anderen hinüberklettern. Springen oder fliegen können sie jedoch nicht – daher ist schon ein sehr enger Kontakt notwendig, damit man sich mit Kopfläusen ansteckt.

Wie behandelt man Kopfläuse?

Was, wenn man feststellt, dass man selbst oder das Kind Kopfläuse hat? In dem Fall gilt es, die lästigen Kopfläuse zu behandeln – und das so schnell wie möglich. Das liegt daran, dass die Läuse sich sonst immer weiter verbreiten. Darüber hinaus sollte man im ersten Schritt alle Kontaktpersonen informieren, damit diese prüfen können, ob sie ebenfalls betroffen sind. Außerdem sollte sich die ganze Familie behandeln, auch wenn nur ein Familienmitglied betroffen ist. Immerhin teilt man sich einen Haushalt und darin unter Umstände auch Gegenstände, die mit dem Kopf in Berührung kommen.

Um die Kopfläuse effektiv loszuwerden, sollte man alles, was mit den Läusen in Kontakt gekommen sein könnte, heiß waschen bzw. reinigen. Es gibt einige Hausmittel, mit denen man Kopfläuse bekämpfen kann. Allerdings sollte man sich in so einem Fall besser auf professionelle Mittel verlassen, um die Verbreitung zu verhindern.

Sowohl der Arzt als auch die Apotheke kann hierfür Tipps geben. Es gibt viele Läusemittel, die man einfach in das Haar geben und auskämmen kann. Darüber hinaus kann man auch Läusemittel in Form von Shampoo beschaffen. Beide Methoden funktionieren sehr effektiv. Wichtig ist nur, dass man sie regelmäßig und gründlich verwendet. Darüber hinaus sind die meisten Produkte so schonend, damit das Haar gesund bleibt.

Ursachen von Kopfläusen

Wie bereits erwähnt, spielt die Hygiene bei der Ansteckung keine große Rolle. Die Parasiten kann sich jeder zuziehen, der mit Personen Kontakt hat, die Kopfläuse haben. Riskant ist vor allem das Teilen von Textilien wie Kleidung, Bettwäsche, Handtüchern sowie Kopfbedeckungen.

Auch der Besuch von stark besuchten Einrichtungen, bei denen es auch häufig zu Körperkontakt kommt, birgt ein gewisses Risiko. Deshalb sind es vor allem Kinder im Kindergarten, die Kopfläuse nach Hause bringen. Der enge Kontakt mit anderen kann schnell zu einer Ansteckung führen. Auch wer gerne Kuscheltiere oder Kleidung aus zweiter Hand kauft, läuft Gefahr, sich Läuse einzuschleppen. Daher sollten solche Textilien immer gründlich gewaschen werden, bevor man sie verwendet.

Kopfläuse rechtzeitig erkennen

Ein erstes Indiz, das für Kopfläuse spricht, ist ein starker Juckreiz. Auch eine wunde und schmerzende Kopfhaut kann einen Hinweis geben. Damit man jedoch sichergehen kann, dass es an Läusen und nicht an einer anderen Ursache liegt, sollte man aktiv nach den Schädlingen suchen.

Am besten lassen sich Kopfläuse nachweisen, indem man das Haar nass auskämmt. Das Haar wird hierfür ganz normal gewaschen. Nur die Haarspülung wird nicht ausgespült. Mit einem speziellen Nissenkamm kämmt man das Haar nun strähnenweise durch. Dank der Spülung kann sich das Ungeziefer nicht mehr fortbewegen. Der Kamm sollte regelmäßig auf Küchenpapier abgestreift werden. So erkennt man sofort, ob sich Läuse im Haar befinden oder nicht.

Da die Eier von Kopfläusen sehr klein sind, tut man sich meist schwer damit, diese zu finden. Hier sollte man insbesondere im Bereich des Nackens und hinter den Ohren suchen. Mit einer Lupe und gutem Licht lassen sich selbst kleine Läuseeier gut erkennen. Zwar sehen sie auf den ersten Blick aus wie Hautschuppen. Doch während man Hautschuppen einfach entfernen kann, können Läuseeier nicht einfach abgestreift werden.

Präventivmaßnahmen gegen Kopfläuse

Kann man auch etwas tun, damit es gar nicht so weit kommt und man sich nicht mit Kopfläusen ansteckt? Da Kopfläuse von einem Kopf auf den nächsten klettern, gibt es nur wenige Präventivmaßnahmen. Allerdings kann man die Verbreitung eindämmen, um das Risiko zu minimieren.

Dazu gehört unter anderem, Textilien heiß zu waschen. Auf diese Weise können sich die Läuse nicht auf der Kleidung absetzen und auf den nächsten Wirt warten, sondern werden beim Waschen abgetötet.

Dasselbe funktioniert mit Kälte: Textilien oder Kuscheltiere können ins Gefrierfach gegeben werden. Dort werden Kopfläuse genauso gut abgetötet wie bei einem heißen Waschgang.

Der Ansteckung mit Kopfläusen kann man auch dadurch vorbeugen, dass man sich keine Mützen, Kämme oder andere Gegenstände, die direkt mit dem Kopf in Kontakt kommen, teilt.

Fazit

Kopfläuse können sehr unangenehm sein. Deshalb sollte man alles dafür tun, dass man sich erst gar nicht damit ansteckt. Wer trotzdem Läuse hat, hat einige Möglichkeiten, sie effektiv zu bekämpfen. Mit den richtigen Mitteln wird man Kopfläuse schnell und effektiv los.

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