Houseparty: Gefährliche Daten-Klau-Vorwürfe

Daten-Klau: Wie gefährlich ist die App Houseparty?

Wie kann man in Zeiten des Coronavirus mit Freunden in Kontakt bleiben? Mithilfe von Videochats. Besonders die App Houseparty ist derzeit sehr beliebt. Wie sie funktioniert und warum sie gefährlich sein könnte, liest du hier. 

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© YouTube / Alexander Herzick, PR, iStock
Wie funktioniert die App Houseparty? Hier erfährst du es!

Die Hausparty geschieht live: Mit bis zu acht Leuten kannst du zeitgleich videochatten. Und dabei geht es nicht darum, irgendwelchen Inhalt zu liefern – du kannst einfach mit deinen Freunden quatschen und rumalbern oder ihnen zeigen, was du gerade machst. Das Motto der App: Mit nur einem Antippen bist du mit deinen Freunden zusammen!

In den USA war die App phasenweise schon vor ein paar Jahren auf dem ersten Platz der Download-Charts! Spontan einfach mal schauen, was deine Freundinnen machen, mit einem Kumpel Hausaufgaben checken oder mit der Clique abstimmen, was am Wochenende ansteht – das geht ganz einfach über die App und du brauchst dafür keinen Gruppenchat in WhatsApp aufmachen. Nun, wo wir gezwungen sind, wegen des Coronavirus zuhause zu bleiben erlebt die App Houseparty wieder einen Aufschwung.

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© PR

Muss man für die Houseparty-App zahlen?

Die Houseparty App ist kostenlos. Ihr könnt sie ganz einfach im App Store oder bei Google Play herunterladen.

Wie funktioniert Houseparty?

  1. Zuallererst musst du dir einen Account anlegen. Dafür lädst du einfach die App herunter und folgst dann den Anweisungen auf dem Display.
  2. Wenn du angemeldet bist, musst du zuerst Freunde adden – das geht mit ihrem Benutzernamen. Wenn du dann oben auf die Mitte drückst oder nach unten wischst, bekommst du die Liste mit den Freunden und wer gerade online ist.
  3. Solltest du dich mal in eine Hausparty hinein schalten, in der beispielsweise ein Freund der Freundin auch drin ist, den du noch nicht in deiner Freundesliste hast, dann kommt ein kurzer Hinweis davor mit „Stranger Danger!“. So weißt du, ob du die Gruppe wirklich betreten willst, obwohl da jemand drin ist, den du persönlich noch nicht in deiner Liste hast. Du kannst ihn aber dann direkt im Videochat mit einem Tippen auf seinen Bildschirm adden.
  4. Im Videochat hast du dann die Möglichkeit, dein Mikro auszumachen, die Kamera zu wechseln oder die Gruppe zu schließen – dann kann niemand mehr eintreten.
  5. Übrigens: Am Anfang bekommst du jedes Mal, wenn du die App neu öffnest, einen anderen, coolen Satz auf dem Bildschirm in der Mitte eingeblendet (Beispiel: „Delphine schlafen mit einem Auge offen“).

Hier ist eine Anleitung, wie die App genau funktioniert:

Welche weiteren Funktionen hat die App?

Ihr könnt euch mit der App Housparty nicht nur zum quatschen mit Freunden verabreden, sondern auch gemeinsam witzige Games spielen. Dazu gehört zum Beispiel "Wer bin ich?", Trivia-Quizfragen oder Activity-Elemente, wie Begriffe zeichnen oder beschreiben. 

Fazit zu Houseparty

Wir haben die App natürlich auch gleich heruntergeladen und ein wenig damit herumgespielt. Im Dezember 2016 verzeichnete die App schon mehr als zwei Millionen Nutzer weltweit. Und auch wir finden die App – gerade jetzt, wo wir quasi zu Hause eingesperrt sind – super lustig und es macht echt Fun! Wichtig: Sie verbraucht jede Menge Datenvolumen und Akku - das sollte man berücksichtigen. Doch da wir gerade ja ohnehin zuhause sind, sollte das kein Problem sein.

Man kann hier „realer und echter“ sein als in anderen Social-Media-Plattformen. Eben schauen, was die Mädels gerade so machen? Mit einem Klick ist man mittendrin – und so wird aus einem schnöden Videochat vielleicht doch gleich mal eine kleine Party.

Haben wir euer Interesse geweckt? Dann könnt ihr euch die App hier direkt herunterladen!

Daten-Klau: Wie gefährlich ist die App Houseparty?

Wirft man einen Blick in der Datenschutzrichtlinien der App, erkennt man leider, dass die App einige Daten von uns sammelt. Und auch die Doktorandin der Rechtswissenschaften, Suzanne Vergnolle hat erkannt, dass die App die IP-Adresse des Benutzers, die IMEI-Nummer des Gerätes, den Betreiber, sowie Namen, Standort, Geschlecht und auch die Fotos der Nutzer abrufe. Doch nun das Schlimmste: Alle Inhalte, Ideen, Erfindungen, Konzepte, Techniken oder anderes Know-how für die Entwicklung oder Gestaltung von Produkten dürfe die App verwenden. Sprich: Eure Gespräche sind nicht verschlüsselt und werden archiviert. Würdet ihr zum Beispiel eine Erfindung oder eine Start-up-Idee mit euren Freunden teilen, dürfte euch Houseparty die Idee quasi klauen, wenn ihr sie dort geteilt habt. Überlegt euch also lieber doppelt, ob ihr euch die App installiert, oder lieber auf Instagram und WhatsApp ausweicht. 

So kannst du die Video-Chat-App löschen

Um die App zu löschen, oder besser gesagt dein Houseparty-Konto, ist nicht viel Aufwand nötig. Du kannst die Anwendung ganz normal wie jede andere App deinstallieren, vorher solltest du jedoch dein Konto entfernen. Dafür gehst du in der App auf "Einstellungen", "Privatsphäre" und anschließend auf "Konto löschen".

Um am Ende endgültig die App zu löschen, rufe die Einstellungen deines Handys auf und die Sektion für deine Anwendungen. Dort kannst du die Video-Chat-App Houseparty deinstallieren.

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