15. August 2021
Bewerbung für Nebenjob: Darauf kommt es an

Bewerbung für Nebenjob: Darauf kommt es an

Du möchtest dich für einen Nebenjob als Aushilfe bewerben und suchst noch nach guten Tipps für die Bewerbung? Dann bist du hier richtig.

Junge Frau sitzt auf dem Sofa mit Laptop
© iStock
Du suchst nach Tipps und Vorlagen für eine Bewerbung auf einen Nebenjob? Dann bist du hier richtig!

Bewerbungen schreiben ist gar nicht so einfach. Um mit deiner Bewerbung zu punkten, kommt es natürlich auch auf den Inhalt an. Du möchtest dich für einen Nebenjob bewerben und suchst noch nach Tipps und Inspirationen für dein Anschreiben? Dann lies weiter!

Bewerbung für Nebenjob als Aushilfe

Du möchtest mit einem Nebenjob parallel zur Schule, zur Ausbildung oder zum Studium ein bisschen Geld verdienen und suchst etwas, was für dich zeitlich machbar ist. So geht es inzwischen vielen, die einen Aushilfsjob suchen. Diese Jobs werden auch als „450-Euro-Job“ bezeichnet. Auch für diesen Job sind Unterlagen erforderlich. Um einen Minijob oder Nebenjob als Aushilfe zu ergattern, benötigst du nämlich nicht nur ein Bewerbungsschreiben. Um auf eine interessante Stellenausschreibung mit deiner Bewerbung überzeugen zu können, musst du auf Besonderheiten und Formulierungen achten. Welche Unterlagen du genau brauchst, um den Job sicher in der Tasche zu haben, haben wir hier aufgelistet:

Bewerbungsunterlagen als Aushilfe

  • Anschreiben: Beim Anschreiben sollst du mit deiner Person auffallen. Deine Qualifikationen und deine Motivation sollten im Anschreiben hervorstechen.
  • Lebenslauf: Im Lebenslauf sollte stehen, wo du zur Schule gegangen bist, wo du deine Ausbildung oder dein Studium absolvierst. Deine vorherigen Jobs solltest du auch erwähnen, wenn du welche hast.
  • Bewerbungsfoto: Ein Bewerbungsfoto ist heutzutage kein Muss mehr. Das kannst du dir freiwillig aussuchen.
  • Arbeitszeugnisse: Wenn du schon Arbeitserfahrung sammeln konntest, kannst du dein Arbeitszeugnis von deinem vorherigen Arbeitgeber mitschicken.
  • Zertifikate: Wenn du Zertifikate hast, die für den Nebenjob relevant sein können, kannst du diese gerne dazu legen.
  • Deckblatt: Ein Deckblatt ist beim Nebenjob nicht notwendig, kann aber im Gedächtnis bleiben.

Bewerbung Nebenjob: Der erste Eindruck zählt

Auch wenn es sich um einen Nebenjob oder Minijob als Aushilfe handelt, solltest du diene Bewerbung anständig verfassen und mit viel Sorgfalt durchgehen. Denn deine Bewerbung kann viel über deine Persönlichkeit und deine Arbeitseinstellung aussagen, obwohl es nur ein Stück Papier ist, das bei deinem potentiellen Arbeitgeber vorliegt. Deine Bewerbung entscheidet, ob du zum Kennenlerngespräch eingeladen wirst. Rechtschreibfehler, falsche Formatierungen oder sogar Farbkleckse auf der Bewerbung sind ein Knock-out-Kriterium.

Beispiele für einen Aufbau deiner Bewerbung: Nebenjobs als Aushilfe

So sollte ein Briefkopf aussehen

  • Absender mit deinem vollständigen Namen, deiner Anschrift, Telefon- oder Mobilnummer und E-Mail Adresse.

  • Das Datum sollte rechtsbündig auf der Bewerbung stehen.

  • Empfänger mit Firmenname, Ansprechpartner und Anschrift.

  • In der Betreffzeile sollte immer „Bewerbung als Aushilfe“ stehen.

  • Wähle immer die persönliche Anrede, wenn du einen direkten Ansprechpartner für deinen Nebenjob hast.

Bewerbung Nebenjob: Aufbau deines Anschreibens auf die Stelle

  1. Einleitung: Um einen positiven Eindruck zu erwecken, kommt es auf den richtigen Aufbau deines Anschreibens an. Beim Einstieg deines Anschreibens sollst du am besten sofort das Interesse an dir erwecken. Schreibe, was dich motiviert und wieso ausgerechnet du diesen Nebenjob haben möchtest.

  2. Hauptteil: Im Hauptteil erwähnst du deine Schlüsselkompetenzen – Warum solltest du den Nebenjob bekommen? Was sind deine bisherigen Erfahrungen, die du sammeln konntest, von denen du in deinem neuen Job profitieren kannst? Was sind deine Skills und was sind deine Soft Skills? Beziehe deine Kompetenzen immer das Unternehmen. Dein zukünftiger Arbeitgeber sollte wissen, wieso ausgerechnet du zum Unternehmen passt. Welchen Mehrwert hat das Unternehmen von dir?

  3. Schlussteil: Im Anschluss kannst du deine Vorfreude auf das Vorstellungsgespräch erwähnen. Formuliere deine Freude niemals im Konjunktiv. Als Beispiel: „Über eine persönliche Einladung würde ich mich freuen.“ Viel besser ist es, wenn du den Satz so formulierst „Über eine persönliche Einladung freue ich mich sehr.“ Außerdem kannst du im Schluss erwähnen, dass du bei Rückfragen jederzeit zur Verfügung stehst. Wenn im Stellenausschreiben eine Gehaltsvorstellung erwähnt wurde, kannst du diese auch im Schlussteil erwähnen.

Briefende formulieren: Beispiele

  • Grußformel kannst du immer mit „Mit freundlichen Grüßen“ ausschreiben.

  • Deine Unterschrift kannst du entweder digital einfügen oder eigenhändig unterschreiben. Das hängt davon ab, ob du deine Bewerbung per E-Mail als PDF-Dokument verschickst oder persönlich im Unternehmen abgibst.

  • Erwähne unbedingt am Briefende deine Anlagen! Dazu zählen dein Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate und Arbeitsproben.

Kurzbewerbung auf eine Stelle

Wenn du dich in einem Unternehmen persönlich auf die ausgeschriebe Stelle vorstellen möchtest, kannst du schon davor eine Kurzbewerbung vorbereiten, die du dann mitbringst. Eine Kurzbewerbung besteht nur auf zwei Din-A4 Seiten: Anschreiben und Lebenslauf. Die Kurzbewerbung kannst du in eine Klarsichthülle legen und beim Arbeitgeber abgeben. Die Kurzbewerbung hat den Sinn eines ersten schnellen Eindrucks deiner Motivation und Kompetenzen auf den Aushilfsjob. Wenn dein Arbeitgeber nach deiner Kurzbewerbung eine ausführliche Bewerbung haben möchte, kannst du diese nachreichen. Denk daran: Ein*e Personaler*in nimmt sich etwa zwei bis fünf Minuten Zeit für deine Bewerbung. Daher ist es wichtig, dass du in deine Kurzbewerbung alles Wichtige hineinschreibst, um das Interesse an dir zu wecken. Auch hier gibt es Muster und Vorlagen, an denen du dich inspirieren lassen kannst.

Grammatik und Rechtschreibung

Bevor du deine Bewerbungsunterlagen abschickst, solltest du unbedingt alle deine Dokumente und Schreiben auf Grammatik und Rechtschreibung überprüfen. Im Idealfall lässt du noch eine weitere Person über deine Bewerbung schauen. Manchmal sehen vier Augen mehr als zwei. Der oder die Personaler*in erkennt auf den ersten Blick, ob du deine Bewerbung mit Mühe und Sorgfalt erstellt hast und ob du großen Wert auf den Inhalt und die Formatierung legst. Auch wenn es sich um eine Stelle als Aushilfe handelt, solltest du dir genauso viel Mühe bei deinem Bewerbungsschreiben geben, wie bei einem Vollzeitjob.

Keine vorherige Berufserfahrung – ist das schlimm?

Absolut nicht! Irgendwann fängt jede*r mit seinem ersten Job ab. Daher solltest du dir darum keine Sorgen machen, wenn du bisher keine Berufserfahrung sammeln konntest. Wichtiger ist es, dass du in deinem Anschreiben klar zu verstehen gibst, dass du Motivation hast, im Nebenjob durchzustarten. Denn das ist entscheidend.

Wie ist ein Lebenslauf aufgebaut?

Der Lebenslauf ist eine wichtige Unterlage und gibt viele Informationen über dich preis. Auf einen Blick kann der oder die Personaler*in erfassen, was du bereits in deinem Leben beruflich und persönlich geschafft hast. Hier kannst du deine Erfahrungen vermerken, die du in deinen bisherigen Jobs gesammelt hast. Dabei ist es egal, ob es Erfahrungen im Vollzeitjob oder im Teilzeitjob sind. Wichtig ist nur, dass deine Erfahrungen auf die neue Stelle passen. Was alles in deinen Lebenslauf gehört, siehst du im Überblick:

  • Persönliche Angaben: Vorname, Name, Geburtstag und Geburtsort, deine Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Auch beim Lebenslauf ist das Bewerbungsfoto optional,
  • Beruflicher Werdegang: Hier erwähnst du deine bisherigen Berufserfahrungen, deine Jobs, Minijobs. Ordne deine Jobs chronologisch vom aktuellsten Job zum ältesten.
  • Ausbildung: Schule, Ausbildung, Studium, Praktikum. Hier kannst du deine Abschlussnoten vermerken.
  • Besondere Kenntnisse: Zertifikate, Workshops, Weiterbildungen, Führerschein, Auszeichnungen. Hier kommt alles rein, was für den Nebenjob relevant sein kann.
  • Hobbys und Interessen: Erwähne Hobbys oder Interessen, die für deinen Nebenjob wichtig erscheinen können. Hast du eigene Projekte oder wichtige Hobbys, die dazu passen? Dann erwähne sie gerne!
  • Ort, Datum und Unterschrift: Diese Daten kommen ganz zum Schluss im Lebenslauf.

Bewerbung: Darauf kommt es an

Wenn du dich bei mehreren Minijobs bewirbst, solltest du immer darauf achten, dass du dein Anschreiben und deinen Lebenslauf an das Unternehmen anpasst. Geschulten Augen eines Personalers fällt es schnell auf, wenn du deine Bewerbung auf alle Nebenjobs gleich verschickst. Auch wenn es im Internet sehr viele Vorlagen und Muster für Bewerbungen gibt, solltest du deine Bewerbung individuell gestalten. Nimm dir die Vorlagen und Muster als Inspiration für dein eigenes Bewerbungsschreiben. Je individueller deine Bewerbungsunterlagen sind, desto höher ist deine Chance auf eine Einladung zum Kennenlerngespräch. Viel Erfolg!

Welche Kleidung für das Vorstellungsgespräch ist angebracht? Welche meiner Stärken passen zur Bewerbung? Eigene Fragen im Vorstellungsgespräch: So kannst du dich am besten vorbereiten. 

Verwendete Quelle: karrierebibel.de, lebenslauf.net

 

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